English Woman's Journal - Australische Polizei in Sorge um verschlepptes Schnabeltier

Australische Polizei in Sorge um verschlepptes Schnabeltier


Australische Polizei in Sorge um verschlepptes Schnabeltier
Australische Polizei in Sorge um verschlepptes Schnabeltier / Foto: Greg WOOD - AFP

Das Schicksal eines aus seinem gewohnten Umfeld gerissenen Schnabeltiers beschäftigt derzeit die Behörden des australischen Bundesstaats Queensland. Die beiden Entführer des scheuen und äußerst seltenen Tieres wurden inzwischen gefasst, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Von dem Tier aber fehle jede Spur.

Textgröße ändern:

Die Polizei hatte zuvor die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche nach dem Paar und ihrer ungewöhnlichen Beute gebeten. Sie wirft dem 26-jährigen Mann vor, das Schnabeltier aus einem Fluss im Norden von Queensland gefischt zu haben. Er und seine Partnerin nahmen das Tier in einem Zug mit und wurden später dann dabei beobachtet, wie sie es Kunden eines Einkaufszentrums zeigten.

Aufnahmen von einer Überwachungskamera zeigten einen Mann in Flip-Flops, der auf dem Bahnsteig eines Bahnhofs im Norden von Brisbane spazieren geht und dabei das Schnabeltier von der Größe eines Kätzchens unter dem Arm trägt. Er und seine Begleiterin wickelten das Schnabeltier in ein Handtuch, "streichelten es und zeigten es den anderen Fahrgästen", erklärte die Polizei.

Später seien die beiden dann in einem Einkaufszentrum gesehen worden. Das Schnabeltier soll laut Polizei inzwischen zwar in dem nahegelegenen Flüsschen Caboolture ausgesetzt worden sein, doch hätten die Behörden es noch nicht gesichtet. Die Sorge um seinen Zustand sei groß.

Die nachtaktiven, scheuen Schnabeltiere sind eines der wenigen eierlegenden Säugetiere und kommen heute nur noch im Osten Australiens vor. In Queensland ist es strikt verboten, die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum zu verschleppen, es drohen hohe Geldstrafen. Am Samstag muss sich der 26-Jährige wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen die Tierschutzbestimmungen vor Gericht verantworten.

Schnabeltiere haben einen breiten Schwanz, der an Biber erinnert, sowie Schnäbel wie Enten. Als britische Wissenschaftler sie Ende des 18. Jahrhunderts das erste Mal sahen, dachten sie deshalb zunächst an einen Scherz.

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

Mehr Eisbrecher und Unterseekabel: EU stellt neue Arktisstrategie vor

Die EU hat eine neue Arktisstrategie vorgestellt, um ihre Präsenz in der geopolitisch wichtigen Region zu stärken. Souveränität, territoriale Integrität und die der Stabilität in der Region zugrundeliegenden Regeln könnten "nicht länger als selbstverständlich gelten", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Vorstellung der Strategie am Dienstag in Straßburg. Daher "müssen wir handeln und unsere strategische Haltung ändern", fügte sie hinzu.

Biologin warnt vor technischen Eingriffen in komplexe Ökosysteme

Die Biologin und Gärtnerin Anne-Christine Schmidt bewertet gentechnische Ansätze im Naturschutz kritisch. Sie fordert, ökologische Zusammenhänge und mögliche Folgewirkungen stärker zu berücksichtigen.

RNZ-Leser halten die Farben des Herbstes im Neckar-Odenwald-Kreis fest

Eine Leserfoto-Auswahl zeigt herbstliche Motive aus der Region Mosbach und die besondere Farbenvielfalt des Oktobers.

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Textgröße ändern: