English Woman's Journal - "Ein deutscher Weltstar": Trauer nach Tod von Regisseur Wolfgang Petersen

"Ein deutscher Weltstar": Trauer nach Tod von Regisseur Wolfgang Petersen


"Ein deutscher Weltstar": Trauer nach Tod von Regisseur Wolfgang Petersen
"Ein deutscher Weltstar": Trauer nach Tod von Regisseur Wolfgang Petersen / Foto: Pascal GUYOT - AFP/Archiv

Der Tod des zu Weltruhm gelangten deutschen Regisseurs Wolfgang Petersen ist von Filmkollegen und deutschen Politikern mit Trauer aufgenommen worden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) würdigte den Verstorbenen am Dienstagabend auf Twitter als "besonderen Erzähler". Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beschrieb ihn als "großen Künstler für die großen Geschichten". Auch deutsche Schauspieler drückten ihre Trauer über den Tod des Regisseurs des Filmklassikers "Das Boot" aus. Petersen war im Alter von 81 Jahren an Krebs gestorben.

Textgröße ändern:

"Die unendliche Geschichte von Wolfgang Petersen ist zuende gegangen", erklärte Bundeskanzler Scholz in Anspielung auf Petersens Verfilmung des gleichnamigen Romans von Michael Ende im Jahr 1984. "Das Boot und viele andere seiner Filme leben weiter - und zwar weit über Deutschland hinaus. Das besondere Verdienst eines besonderen Erzählers."

Steinmeier würdigte Petersen als "deutschen Weltstar", der Geschichten "mit großem Etat auf große Leinwände" brachte. "Kino dieser Dimension ist nicht einfach nur Kunst - es ist auch Logistik, es braucht High-Tech-Affinität, Menschenführung", schrieb der Bundespräsident in einem Kondolenzschreiben an Petersens Witwe Maria Antoinette.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) erklärte am Mittwoch, mit Petersen verliere die Welt einen "großartigen Regisseur", der "Maßstäbe für gleichermaßen packendes wie ambitioniertes Erzählen gesetzt hat". "Das Boot" gelte nach wie vor als "Meilenstein" der deutschen Filmgeschichte. "Sein Publikum wird ihn sehr vermissen."

Der Schauspieler Matthias Schweighöfer, der 2016 neben Til Schweiger, Jan Josef Liefers und Michael Herbig in Petersens letztem Film, der deutschen Gaunerkomödie "Vier gegen die Bank", mitgespielt hatte, schrieb auf Instagram: "Danke für deine Menschlichkeit. Danke für deinen Pathos. Wir werden dich vermissen."

Herbig schrieb auf Instagram zu einem Foto von sich mit Petersen lediglich das Wort: "Unvergesslich." Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow würdigte Petersen als einen "visionären Erzähler und ganz Großen des deutschen Films".

US-Schauspielerin Glenn Close, die 1997 an der Seite von Harrison Ford in Petersens "Air Force One" mitgespielt hatte, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, ihre Dreharbeiten mit Petersen für den Film seien für sie eine "besondere Erinnerung". "Obwohl das Drehbuch aufregend und unglaublich intensiv war, erinnere ich mich an viel Lachen", erklärte die Schauspielerin.

Petersen, der auch als Drehbuchautor und Produzent arbeitete, starb im Alter von 81 Jahren an den Folgen von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wie seine Künstleragentur mitteilte, starb er bereits am Freitag in seinem Haus in Brentwood, einem Stadtteil von Los Angeles. Seine Frau Maria Antoinette, mit der er 50 Jahre verheiratet war, sei bei ihm gewesen.

Der 1941 in Emden geborene Petersen hatte 1981 "Das Boot" über eine U-Boot-Besatzung während des Zweiten Weltkriegs gedreht und sich damit international einen Namen gemacht. Petersen wurde für zwei Oscars nominiert, für die beste Regie und das beste adaptierte Drehbuch. 1984 folgte die Fantasy-Verfilmung "Die unendliche Geschichte".

Petersen wechselte nach Hollywood und machte dort vor allem mit Action-Filmen von sich reden. Er drehte "In The Line of Fire - Die zweite Chance" (1993) mit Clint Eastwood und John Malkovich, "Outbreak - Lautlose Killer" (1995) mit Dustin Hoffman und "Air Force One" (1997).

Weitere Filme waren "Der Sturm" (2000) mit George Clooney und "Troja" (2004) mit Brad Pitt sowie "Poseidon" (2006) mit Richard Dreyfuss und Kurt Russell.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

"Warum tötet ihn keiner": Geldstrafe wegen Verunglimpfung von Bundespräsident

Wegen Verunglimpfung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist ein Mann in Rheinland-Pfalz zu einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den Angeklagten wegen Verunglimpfung des Bundespräsidenten und Billigung von Straftaten schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Laut Anklage ging es in dem Verfahren um einen Reaktion des Mannes in einem sozialen Netzwerk.

"Untröstlich": Cindy Crawford äußert sich erstmals seit Tod ihres Sohnes

Das frühere Supermodel Cindy Crawford hat sich erstmals öffentlich zum Tod ihres Sohnes Presley Gerber im Alter von nur 27 Jahren geäußert. "Wir sind untröstlich, unseren geliebten Sohn und Bruder verloren zu haben", schrieb Crawford am Sonntag im Namen ihrer Familie im Onlinedienst Instagram. Nach dem Tod von Presley Gerber im September in einer Entzugsklinik in Kalifornien hatte die Familie darum gebeten, in "dieser schweren Zeit" ihre Privatsphäre zu respektieren.

16. Auftritt in fünf Wochen: Céline Dion beendet Konzertreihe nahe Paris

Mit ihrem 16. Auftritt in fünf Wochen hat die kanadische Sängerin Céline Dion ihre Konzertreihe in Frankreich beendet. Die Gesangsdiva trat am Samstagabend vor mehr als 30.000 begeisterten Fans in der ausverkauften Plenitude Arena in Nanterre bei Paris auf.

Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin

Die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, bezeichnet sich trotz Zweifeln an ihrem Lebenslauf weiterhin als Anwältin - obwohl Interviewäußerungen der 41-Jährigen darauf schließen lassen, dass sie in den USA keine Anwaltszulassung hat. Dem Portal "Real Americas"s Voice" sagte sie am Donnerstag, sie habe sich für die Anwaltsprüfung angemeldet, sei dann aber wegen des bevorstehenden Umzugs mit ihrem Mann nach China "abgelenkt und überfordert" gewesen.

Textgröße ändern: