English Woman's Journal - Hilfsorganisation von US-Popdiva Madonna in Malawi gewinnt Kündigungsstreit

Hilfsorganisation von US-Popdiva Madonna in Malawi gewinnt Kündigungsstreit


Hilfsorganisation von US-Popdiva Madonna in Malawi gewinnt Kündigungsstreit
Hilfsorganisation von US-Popdiva Madonna in Malawi gewinnt Kündigungsstreit / Foto: AMOS GUMULIRA - AFP/Archiv

In Malawi hat eine Hilfsorganisation der US-Popdiva Madonna einen jahrelangen Rechtsstreit um eine Kündigung gewonnen. Das Oberste Gericht des südostafrikanischen Landes, aus dem vier Adoptivkinder Madonnas stammen, wies am Dienstag eine Klage der Schwester von Malawis Ex-Präsidentin Joyce Banda gegen ihre Kündigung ab. Anjimire Oponyo war 2011 wegen Missmanagements als Vorstandschefin von Madonnas Stiftung Raising Malawi entlassen worden.

Textgröße ändern:

Madonna wollte damals für 15 Millionen Dollar (fast 13 Millionen Euro) eine Mädchenschule in Malawis Hauptstadt Lilongwe bauen. Interne Prüfungen und Medienberichte deckten dann aber auf, dass örtliche Beschäftigte ihrer Stiftung Gelder für Luxusautos und Golfclub-Mitgliedschaften abgezweigt hatten. Oponyo wies die Vorwürfe zurück und reichte eine Schadenersatzklage gegen ihre Kündigung ein.

Der Richter Allan Hans Muhome wies die Klage nun aber ab. Oponyo habe Fristen "verschlafen" und gegen andere formale Voraussetzungen verstoßen, erklärte er zur Begründung.

Madonna hatte das Schulprojekt wegen der Vorwürfe damals abgeblasen. Die Regierung von Banda, die von 2012 bis 2014 Präsidentin war, warf der US-Sängerin daraufhin vor, ihre Rolle als Wohltäterin zu übertreiben und bei ihren Besuchen in Malawi einen VIP-Status einzufordern. Madonna führte die scharfe Kritik damals auf die Entlassung Oponyos zurück und warf Banda vor, "Lügen" über sie zu verbreiten.

Madonna unterstützt seitdem vor allem staatliche Schulen in Malawi und hat mit dem Mercy-James-Institut für Kinderchirurgie das erste spezialisierte Kinderkrankenhaus in dem Land finanziert.

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

Weimer in Buchpreisaffäre unter Druck: Klagen eingereicht - Linke will Rücktritt

Es geht um den Vorwurf der Lüge, die Rolle des Verfassungsschutzes und eine Kulturszene in Aufruhr: Im Streit um den Ausschluss dreier Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis gerät Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) immer mehr unter Druck. Die Anwälte der betroffenen Buchhandlungen reichten Klagen ein und bezichtigten Weimer der Lüge bei der Begründung des Ausschlusses. Die Bundesregierung stellte sich am Mittwoch hinter den Kulturstaatsminister.

Gericht: AfD muss Informationen über Werbespots in sozialen Medien erteilen

Die AfD muss der Berliner Datenschutzbeauftragten Auskunft über Werbeauftritte in sozialen Medien im Bundestagswahlkampf 2021 erteilen. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin nach mündlicher Verhandlung am Mittwoch, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

SPD kritisiert Einstellung von Freiwilligendienst "kulturweit"

Aus der SPD kommt deutliche Kritik an der Einstellung des Freiwilligendienstes "kulturweit" durch das Auswärtige Amt. "Dass ausgerechnet der internationale Freiwilligendienst 'kulturweit' gestrichen werden soll, ist die falsche Entscheidung zur falschen Zeit", erklärte Fraktionsvize Wiebke Esdar am Mittwoch in Berlin. Das von Johann Wadephul (CDU) geleitete Außenministerium begründet den Schritt mit notwendigen Einsparungen.

Anwälte: Weimer hat ausgeschlossene Buchhandlungen belogen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat die von ihm aus dem Vergabeverfahren für den Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossenen Buchhandlungen nach Angaben von deren Anwälten belogen. In einer E-Mail des Bundesbeauftragten für Kultur sei den Geschäften mitgeteilt worden, sie seien aufgrund des "sehr hohen Niveaus der Bewerbungen" nicht für eine Auszeichnung ausgewählt worden, teilten die Anwälte am Mittwoch in Berlin mit. Tatsächlich waren zumindest zwei davon jedoch von der Jury ausgewählt, durch Weimer jedoch von der Liste gestrichen worden.

Textgröße ändern: