English Woman's Journal - Fünf Jahre Haft in weiterem Prozess um Anlagebetrug mit Internetplattform FX Leader

Fünf Jahre Haft in weiterem Prozess um Anlagebetrug mit Internetplattform FX Leader


Fünf Jahre Haft in weiterem Prozess um Anlagebetrug mit Internetplattform FX Leader
Fünf Jahre Haft in weiterem Prozess um Anlagebetrug mit Internetplattform FX Leader / Foto: Justin TALLIS - AFP/Archiv

In einem Prozess um großangelegten Anlagebetrug mit Internetplattformen ist ein Mann in Göttingen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht der niedersächsischen Stadt sprach ihn des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in 278 Fällen schuldig, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Laut Anklage gehörte er zu einer Bande hinter der Betrugsplattform FX Leader, die von 2017 bis 2021 aktiv war. Nach früheren Ermittlerangaben sollten die Täter mit dieser und anderen Plattformen zehntausende Menschen um 90 Millionen Euro betrogen haben.

Textgröße ändern:

Laut Anklage waren unter den Opfern der Plattform FX Leader rund 5500 Menschen aus Deutschland, die insgesamt rund 23 Millionen Dollar (etwa 19,79 Millionen Euro) einzahlten. Der Verurteilte war demnach in einem von den Tätergruppierung betriebenen Callcenter im Ausland tätig. Der israelisch-ungarische Staatsbürger wurde im Sommer 2025 in Ungarn festgenommen und anschließend ausgeliefert. Das Urteil wurde am Mittwoch vergangener Woche verkündet.

In Niedersachsen wird seit 2021 gegen das internationale Netzwerk hinter den betrügerischen Plattformen ermittelt. Im Frühjahr 2023 wurden fünf führende Verdächtige im Ausland gefasst. Es gab Razzien in Bulgarien, Rumänien, Georgien und Israel. Im Mai und Juni vergangenen Jahres nahmen die Ermittler dann zwei weitere Beschuldigte fest, darunter den nun in Göttingen verurteilten 39-Jährigen. Vor dem Landgericht in der Stadt liefen bereits zuvor Prozesse zu dem Fall.

Nach früheren Ermittlerangaben arbeitete die Bande hochprofessionell und betrieb Callcenter zur Betreuung der Opfer. Diese wurden durch Internetwerbung auf die vermeintlichen Handelsplattformen geleitet und zu angeblichen Investitionen in Kryptowährungen oder gehebelte Finanzprodukte überredet. Tatsächlich wurden ihnen Kursgewinne nur vorgetäuscht, das gesamte investierte Geld floss an Hintermänner.

Das Landgericht verurteilte den Beschuldigten parallel zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von etwa 764.000 Euro an eine Geschädigte, die eine sogenannte Adhäsionsklage eingereicht hatte. Zudem ordnete es die Einziehung von rund 226.000 Euro bei dem Beschuldigten an. Das entspricht laut Gericht der Summe, die er mit seinen Taten verdiente.

E.Cunningham--EWJ

Empfohlen

Erbenstreit der Kinder von Alain Delon: Tochter erringt juristischen Sieg

Im Streit der drei Kinder des 2024 verstorbenen Schauspielers Alain Delon hat die 35 Jahre alte Tochter Anouchka einen Sieg errungen: Ein Gericht verurteilte ihre beiden Brüder Anthony und Alain-Fabien am Mittwoch zu einer Geldstrafe auf Bewährung in Höhe von 1000 Euro, weil diese ein Gespräch zwischen Vater und Tochter heimlich mitgeschnitten und veröffentlicht hatten.

Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück

Der Regisseur Wim Wenders hat den wegen einer Nacktszene mit der damals erst 13-jährigen Schauspielerin Nastassja Kinski umstrittenen Film "Falsche Bewegung" aus dem Jahr 1975 vorerst zurückgezogen. Wie die Wim-Wenders-Stiftung als Inhaberin des Films am Mittwoch in Düsseldorf erklärte, werden Streaming-, Fernseh- und Vertriebspartner angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. Wenders bat Kinski außerdem "ohne Wenn und Aber" um Entschuldigung.

CBS entlässt langjährigen Korrespondenten von Nachrichtensendung "60 Minutes"

CBS News hat einen langjährigen Korrespondenten des Nachrichtenmagazins "60 Minutes" nach einer Auseinandersetzungen über die Zukunft der Sendung entlassen. Der neu ernannte leitende Produzent Nick Bilton erklärte am Dienstagabend (Ortszeit), Korrespondent Scott Pelley habe Biltons erstes Treffen mit Mitarbeitern missbraucht, um ihn, seine Qualifikationen und seine Absichten "mit bemerkenswerter Unhöflichkeit und Verachtung" herabzuwürdigen.

Frankreichs Verbraucherschutz verhängt 22-Millionen-Euro-Strafen für Shein

Die französische Verbraucherschutzbehörde hat dem asiatischen Onlinehändler Shein zwei Geldstrafen in Höhe von 22 Millionen Euro auferlegt. Grund dafür seien fehlende Angaben zur Herkunft von Produkten sowie zu ihrer Umweltverträglichkeit, teilte die Behörde am Mittwoch in Frankreich mit. Außerdem halte Shein die vorgeschriebenen Regeln zu Widerrufs- und Lieferfristen nicht ein.

Textgröße ändern: