English Woman's Journal - Angreifer erschießt sechs Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden

Angreifer erschießt sechs Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden


Angreifer erschießt sechs Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden
Angreifer erschießt sechs Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden / Foto: Sergei SUPINSKY - AFP

Ein Angreifer hat in einem Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt Kiew sechs Menschen getötet. Weitere 14 Menschen wurden nach der Gewalttat am Samstag mit Verletzungen und Traumata ins Krankenhaus eingeliefert, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Der Täter hatte nach Angaben der Ermittler auf der Straße das Feuer eröffnet und dann in einem Supermarkt mehrere Geiseln genommen. Er wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei getötet.

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Die Hintergründe des Verbrechens waren zunächst unklar. Die ukrainische Generalstaatsverdacht erklärte jedoch, dass sie möglichen terroristischen Motiven des Täters nachgehe. Der Mann war nach Angaben der Ermittler 48 Jahre alt und in Moskau geboren.

Die Sprecherin des ukrainischen Innenministeriums, Mariana Reva, teilte über den Täter mit, dass es "bislang keine Bestätigung dafür gibt, dass er die russische Staatsbürgerschaft hatte". Die Ukraine steckt seit mittlerweile mehr als vier Jahren in ihrem Abwehrkrieg gegen die russischen Angriffstruppen.

Selenskyj erklärte, "alle Umstände" der Gewalttat würden nun ermittelt. Er forderte eine "schleunige Untersuchung". Den Hinterbliebenen der Opfer sprach der Präsident sein Beileid aus.

Nach Angaben Selenskyjs hatte der Täter zunächst auf der Straße vier Menschen erschossen, bevor er in den Supermarkt eindrang und dort die Geiseln nahm.

Bei ihrem Zugriff konnten die Spezialkräfte vier der Geiseln befreien, wie der Präsident in Onlinenetzwerken mitteilte. Eine der Geiseln sei jedoch von dem Täter erschossen worden. Eine weitere Frau sei im Krankenhaus ihren Geiseln erlegen. In einer vorherigen Zwischenbilanz hatte Selenskyj noch von fünf Toten und zehn ins Krankenhaus eingelieferten Menschen berichtet.

Der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko teilte mit, der Täter habe auch auf die Polizisten gefeuert, die ihn zunächst lebend zu ergreifen versucht hätten. Die Sicherheitskräfte hätten etwa 40 Minuten lang versucht, den Mann dazu zu bewegen, aufzugeben und seine Geiseln freizulassen.

Die Polizisten hätten den Täter auch dazu bringen wollen, die Versorgung eines mutmaßlich blutenden Menschen in dem Geschäft zuzulassen - "aber er hat nicht geantwortet". Deshalb sei schließlich der Befehl erteilt worden, "ihn zu eliminieren", teilte Klymenko mit.

Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko erklärte, der Täter habe nach ersten Erkenntnissen eine Schnellfeuerwaffe benutzt. Auch sei ein Feuer in der Wohnung ausgebrochen, in welcher der Täter gemeldet gewesen sei. Die Wohnung liegt den Angaben zufolge in der Nähe des Supermarkts.

Ein der Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft angehängtes Foto zeigt einen in einem Geschäft liegenden Körper, der von Blut bedeckt ist. Nahe den Füßen liegt eine Schusswaffe. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah Blutflecken auf der Fensterscheibe des Supermarkts, der von der Polizei abgeriegelt war.

Eine Angestellte des Supermarkts mit dem Vornamen Tetjana sagte AFP, sie habe Geräusche aus dem Inneren des Ladens gehört, die sich wie das Knallen von Champagnerkorken oder platzende Luftballons angehört hätten. "Dann haben die Kunden angefangen zu schreien: 'Rennt'!". Sie hätten sich dann hinter den Kühlschränken versteckt, berichtete Tetjana mit zitternder Stimme.

M.Campbel--EWJ

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