English Woman's Journal - Prozess in Schweden: Mann soll 120 Männern Sex mit seiner Frau verkauft haben

Prozess in Schweden: Mann soll 120 Männern Sex mit seiner Frau verkauft haben


Prozess in Schweden: Mann soll 120 Männern Sex mit seiner Frau verkauft haben
Prozess in Schweden: Mann soll 120 Männern Sex mit seiner Frau verkauft haben / Foto: Fredrik SANDBERG - TT NEWS AGENCY/AFP/Archiv

In Schweden beginnt am Freitag ein Prozess gegen einen Mann, der seine Frau dazu genötigt haben soll, gegen Geld Sex mit etwa 120 Männern zu haben. Die Anklage wirft dem 62-Jährigen schwere Zuhälterei, Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Der Mann bestreitet die Anschuldigungen. Der Fall sorgte in Schweden für Entsetzen und wurde mit dem der Französin Gisèle Pelicot verglichen, deren Mann sie betäubt und fremden Männern zur Vergewaltigung angeboten hatte.

Textgröße ändern:

Der Beschuldigte war im Oktober im Norden Schwedens festgenommen worden, nachdem seine Frau ihn angezeigt hatte. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Mann um ein ehemaliges Mitglied der Rockerbande "Hell's Angels".

Laut Anklageschrift hatte er seine Frau über Jahre unter Druck gesetzt, "sexuelle Handlungen zu verrichten", und sich daran finanziell bereichert. Er bot den Sex mit seiner Frau demnach im Internet an und vereinbarte und überwachte dann die Treffen mit Kunden.

Der Beschuldigte setzte laut Anklage seine Frau mit Gewalt und Drohungen unter Druck und soll unter anderem ausgenutzt haben, dass sie drogenabhängig war. Laut Staatsanwältin Ida Annerstedt hatte die Frau, die in der Anklageschrift als "schutzbedürftig" beschrieben wurde, "in gewissem Ausmaß" zugestimmt, "Sex zu verkaufen", aber nicht mit bestimmten Personen oder unter bestimmten Umständen.

"Sie hatte bestimmte Grenzen. Es gab Situationen, in denen er diese Grenzen nicht respektierte und sie überrollte, nachdem sie nein gesagt hatte", sagte Annerstedt der Nachrichtenagentur AFP. In diesen Fällen sei der Mann wegen Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung angeklagt.

Die Anwältin des Beschuldigten sagte, ihr Mandant gebe zu, Teil des "Geschäfts" seiner Frau gewesen zu sein, bestreite aber, Druck oder Gewalt ausgeübt zu haben. "Er hat in technischen und administrativen Fragen ausgeholfen", sagte die Anwältin Martina Michaelsdotter der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der Anklage wurden in dem Fall 120 Männer identifiziert, die im Verdacht stehen, sexuelle Dienstleistungen gekauft zu haben. Schwedischen Medien zufolge wurden davon 26 angeklagt. Zunächst steht indes nur der Ehemann im Bezirk Angermanland vor Gericht. Die Straftaten sollen sich zwischen dem 11. August 2022 und dem 21. Oktober 2025 ereignet haben.

R.Wilson--EWJ

Empfohlen

Brot für die Welt warnt vor Folgen von Mittelkürzungen für Entwicklungshilfe

Die evangelische Hilfsorganisation Brot für die Welt hat die Bundesregierung wegen der Streichung von Mitteln für den Kampf gegen Hunger sowie für humanitäre Hilfe kritisiert. "Dem Anliegen, krisensichere Ernährungssysteme zu schaffen, stehen die aktuellen Kürzungen der Bundesregierung in den Haushalten 2025, 2026 und 2027 diametral entgegen", sagte die Präsidentin der Organisation, Dagmar Pruin, am Donnerstag in Berlin. Sie warnte vor gravierenden Folgen weltweit.

Bremen: Verhinderter Autodieb schläft hinter Steuer von aufgebrochenem Wagen ein

Ein verhinderter Autodieb ist in Bremen hinter dem Steuer eines von ihm aufgebrochenen Wagens eingeschlafen. Der Fahrzeugeigentümer fand den 45-Jährigen zur Mittagszeit auf dem Fahrersitz und rief die Polizei, wie die Beamten in der Hansestadt am Donnerstag mitteilten. Der Verdächtige stand demnach unter Drogen.

74-Jähriger in Sachsen-Anhalt von Zug erfasst und ums Leben gekommen

Ein 74-Jähriger ist in Sachsen-Anhalt von einem durchfahrenden Zug erfasst worden und ums Leben gekommen. Der Mann erlag seinen Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei Dessau-Roßlau am Donnerstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Mittwochabend auf der Bahnstrecke in Sandersdorf-Brehna.

Jugendliche unternehmen in Thüringen nächtliche Spritztour auf Autobahn

Zwei Jugendliche haben in Thüringen eine nächtliche Spritztour auf einer Autobahn unternommen. Sie waren mit falschen Kennzeichen unterwegs, wie die Autobahnpolizeiinspektion der Thüringer Polizei am Donnerstag mitteilte. Demnach wurde den Beamten in der Nacht zum Mittwoch auf der Autobahn 38 bei Breitenworbis ein auf dem Standstreifen stehendes und schlecht beleuchtetes Auto gemeldet.

Textgröße ändern: