English Woman's Journal - Bericht: Bundesregierung bereitet wieder Aufnahme von Menschen aus Afghanistan vor

Bericht: Bundesregierung bereitet wieder Aufnahme von Menschen aus Afghanistan vor


Bericht: Bundesregierung bereitet wieder Aufnahme von Menschen aus Afghanistan vor
Bericht: Bundesregierung bereitet wieder Aufnahme von Menschen aus Afghanistan vor / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Die Bundesregierung will laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung in der kommenden Woche das derzeit ausgesetzte Aufnahmeprogramm für besonders gefährdete Menschen aus Afghanistan wieder aufnehmen. Dazu solle es am Montag einen Flug aus dem pakistanischen Islamabad nach Hannover mit Zwischenstopp in Istanbul geben, hieß es in einer Mitteilung des Blattes am Donnerstag. "Bild" berief sich auf nicht näher bezeichnete eigene Informationen.

Textgröße ändern:

Nach Deutschland geflogen werden sollen demnach rund 50 Afghaninnen und Afghanen, darunter Männer, Frauen und Kinder. Ein knappes Dutzend davon seien sogenannte "Hauptantragsteller", die übrigen deren enge Familienangehörige. Die Betroffenen seien bereits über ihre geplante Ausreise aus Pakistan informiert worden. Eine offizielle Bestätigung für den "Bild"-Bericht lag zunächst nicht vor.

Knapp 2300 Afghaninnen und Afghanen mit Aufnahmezusagen für Deutschland sitzen seit Monaten in Pakistan fest, da der Prozess für Sicherheitsüberprüfung und Visaerteilung durch deutsche Behörden nicht vorankommt. Nach dem Regierungswechsel in Deutschland war dieser von der schwarz-roten Regierung zunächst komplett ausgesetzt worden. In den vergangenen Wochen hatte Pakistan daraufhin 211 Menschen mit deutscher Aufnahmezusage nach Afghanistan ausgewiesen, was erhebliche Sorgen um deren Schicksal auslöste.

Aufnahmezusagen erhielten Menschen, die während des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan als sogenannte "Ortskräfte" für die Bundeswehr oder andere deutsche Institutionen und Organisationen gearbeitet hatten. Hinzu kommen weitere Menschen, die aufgrund ihres persönlichen Engagements gegen das radikalislamische Taliban-Regime dort als besonders gefährdet gelten.

Gegen die Menschen, die laut "Bild" nun aufgenommen werden sollen, gebe es "derzeit keine Sicherheitsbedenken", berichtete das Blatt unter Berufung auf Angaben aus Sicherheitskreisen. Sie hätten neben der Identitäts- und Dokumentenüberprüfung durch die Bundespolizei zusätzlich ein komplettes sogenanntes "Sicherheitsinterview" durch deutsche Sicherheitsbehörden an der Botschaft in Islamabad durchlaufen.

Die radikalislamischen Taliban hatten im August 2021 die Macht in dem Land übernommen. Seither gibt es dort schwere Menschenrechtsverletzungen, von denen insbesondere Frauen betroffen sind. Gleichwohl hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, Aufnahmeprogramme "soweit wie möglich" zu beenden.

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Nordrhein-Westfalen: Zollhunde erschnüffeln Drogen in Wert von halber Million Euro

Zollhunde haben auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen mehr als 50 Kilogramm Marihuana im Wert von einer halben Million Euro entdeckt. Zollbeamte beschlagnahmten die Drogen bei der Kontrolle eines Lastwagens auf der Autobahn 57 bei Düsseldorf, wie das Zollfahndungsamt Essen am Freitag mitteilte. In dem Lastwagen erschnüffelten die Zollhunde demnach Beutel mit Marihuana, die zwischen Paletten mit Olivenöl aus Spanien lagerten.

Leichenfund in Fall um Vermisste aus bayerischem Lauben: Partner festgenommen

Im Fall um eine seit mehreren Wochen vermisste 36-Jährige aus dem bayerischen Lauben ist der Partner der Frau wegen Mordverdachts festgenommen worden. Die Ermittler durchsuchten am Donnerstag das Wohnanwesen des Manns, einen Landwirtschaftsbetrieb sowie ein Freizeitgrundstück, wie die Polizei in Kempten mitteilte. Dabei wurde eine Leiche gefunden. Nach dem Fund nahmen die Beamten den 38-jährigen Partner fest.

Geständnis von Mitangeklagtem in Prozess um Entführung von Block-Kindern

Im Prozess um die mutmaßliche Entführung von zwei Kindern der Steakhauskettenerbin Christina Block hat einer der Hauptangeklagten eine direkte Tatbeteiligung eingeräumt und sich bei den Betroffenen entschuldigt. Er habe "einen Fehler begangen" und übernehme dafür allein "die Verantwortung", sagte der 36-jährige Tal S. am Donnerstag vor dem Landgericht Hamburg. Zugleich rief er Block und ihren früheren Ehemann auf, ihren "Krieg" um die Kinder zu beenden und "Frieden" zu schließen.

Mutmaßliche IS-Rückkehrerin in München angeklagt

Eine deutsche Syrien-Rückkehrerin soll sich wegen IS-Mitgliedschaft und der Verletzung der Fürsorgepflicht für ihre Kinder vor Gericht verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft München erhob nach Angaben vom Donnerstag Anklage gegen die 37-Jährige, die derzeit in Bayern in Untersuchungshaft sitzt. Sie soll sich 2014 der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.

Textgröße ändern: