English Woman's Journal - Vatikan-Gericht ordnet Wiederaufnahme von Untreue-Verfahren gegen Kardinal an

Vatikan-Gericht ordnet Wiederaufnahme von Untreue-Verfahren gegen Kardinal an


Vatikan-Gericht ordnet Wiederaufnahme von Untreue-Verfahren gegen Kardinal an
Vatikan-Gericht ordnet Wiederaufnahme von Untreue-Verfahren gegen Kardinal an / Foto: ANDREAS SOLARO - AFP

Ein Berufungsgericht im Vatikan hat die Wiederaufnahme eines Verfahrens gegen einen wegen Veruntreuung verurteilten Kardinal angeordnet. Das Gericht begründete den Schritt vom Dienstag in einer der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Entscheidung im Fall von Kardinal Angelo Becciu mit Fehlern im ursprünglichen Verfahren gegen den einst einflussreichen Kardinal.

Textgröße ändern:

Becciu war in dem Fall, bei dem es vor allem um den Kauf einer Londoner Luxusimmobilie für 350 Millionen Euro durch den Vatikan geht, 2023 zu fünfeinhalb Jahren Haft und verurteilt und mit einer Geldstrafe von 8000 Euro belegt worden.

Das Berufungsgericht begründete die Wiederaufnahme des Verfahrens nun damit, dass die während einer Voruntersuchung gesammelten Dokumente der Verteidigung nicht vollständig zur Verfügung gestellt worden seien. Die Verteidigung bezeichnete die Entscheidung des Berufungsgerichtes als "historisch".

Das Urteil aus der ersten Instanz soll vorerst aufrecht erhalten bleiben. Becciu ist jedoch nicht hinter Gittern und es wird nicht erwartet, dass er eine Haftstrafe verbüßen muss, bis das Berufungsverfahren abgeschlossen ist. Es soll am 22. Juni beginnen.

Becciu galt einst als möglicher Kandidat für das Papstamt. Er war im September 2020 wegen des Finanzskandals seines Amtes enthoben worden und musste seine Kardinalsprivilegien aufgeben. Wegen seiner Verurteilung konnte er nicht am Konklave teilnehmen, das im vergangenen Jahr Papst Leo XIV. wählte.

P.Munro--EWJ

Empfohlen

Korruptionsprozess: Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner greift Justiz scharf an

Im gegen sie gerichteten Korruptionsprozess hat Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Kirchner der Justiz "Mafia-Methoden" vorgeworfen. "Mit diesem Justizsystem riskiere ich, im Gefängnis zu sterben", sagte die 73-Jährige am Dienstag bei ihrem ersten persönlichen Auftritt vor Gericht. Ihr und weiteren 85 Angeklagten wird vorgeworfen, Schmiergeldzahlungen von Unternehmen im Gegenzug für staatliche Aufträge angenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft stuft den Fall als größte Schmiergeldermittlung in der Geschichte des Landes ein.

Nachbarschaftsstreit mit Kölner Volksbühne geht in nächste Runde

Der jahrelange Nachbarschaftsstreit zwischen der Volksbühne in Köln, dem früheren Millowitsch-Theater, und einem Anwohner geht in die nächste Runde. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verwies ihn am Dienstag zur neuen Verhandlung zurück an das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster. Der Verein Freie Volksbühne klagte gegen die Baugenehmigung für die Nutzung von direkt angrenzenden Räumen einer ehemaligen Druckerei als Wohnung. (Az. 4 C 1.25)

Vater im Schlaf überrascht und getötet: Lange Haft für 50-jährigen Berliner

Wegen der Tötung seines Vaters ist ein Mann in Berlin zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den 50-Jährigen am Dienstag des Mordes schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren beantragt, die Verteidigung eine nicht lebenslange Freiheitsstrafe.

Laufenten sorgen für mehrere Polizeieinsätze in Kempten

Fünf Laufenten haben die Polizei im bayerischen Kempten über mehrere Tage auf Trab gehalten. Die Tiere waren immer wieder auf zwei mehrspurigen Straßen im Norden der Stadt unterwegs und lösten zahlreiche Anrufe besorgter Bürger aus, wie die örtliche Polizei am Dienstag mitteilte. Mehrfach mussten deshalb Streifenwagen ausrücken, um die Enten von der Straße zu begleiten.

Textgröße ändern: