English Woman's Journal - US-Behörden suchen nach Schusswaffenangriff in Minnesota nach Motiv des Täters

US-Behörden suchen nach Schusswaffenangriff in Minnesota nach Motiv des Täters


US-Behörden suchen nach Schusswaffenangriff in Minnesota nach Motiv des Täters
US-Behörden suchen nach Schusswaffenangriff in Minnesota nach Motiv des Täters / Foto: Tom Baker - AFP

Nach einem Schusswaffenangriff auf einen Kindergottesdienst in der Großstadt Minneapolis in den USA mit mindestens zwei Todesopfern forschen die Ermittler nach einem möglichen Motiv des Täters. Der Angriff werde als "inländischer Terrorakt" und "Hassverbrechen gegen Katholiken" untersucht, erklärte der Chef der Bundespolizei (FBI), Kash Patel, am Mittwoch (Ortszeit) im Onlinedienst X. "Wir haben derzeit noch kein Motiv", sagte der Polizeichef der Stadt, Brian O'Hara und kündigte Wohnungsdurchsuchungen an.

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Polizeichef O'Hara zufolge feuerte der Täter während einer Messe in einer katholischen Kirche mit einem Gewehr, einer Schrotflinte und einer Pistole durch die Kirchenfenster auf die Besucher des Gottesdiensts zum Beginn des Schuljahres. An der Messe zum Schulanfang hätten dutzende Schüler teilgenommen.

Der Angreifer tötete nach Angaben O'Haras mindestens zwei Schüler im Alter von acht und zehn Jahren. 17 weitere Menschen wurden verletzt, darunter 14 Kinder. Zwei Erwachsene und neun Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren würden im Hennepin County Medical Center behandelt, sagten Ärzte vor Journalisten. Mindestens vier der Verletzten mussten demnach notoperiert werden.

Nach dem Angriff beging der Täter demnach auf einem nahegelegenen Parkplatz Suizid. Die Waffen habe er kurz zuvor legal erworben.

Die Kirche, die der Mann angriff, befindet sich in unmittelbarer Nähe einer katholischen Grund- und Mittelschule in Minneapolis, der bevölkerungsreichsten Stadt im US-Bundesstaat Minnesota.

Bei dem Täter handele es sich um einen Mann im Alter von Anfang 20, sagte O'Hara. Er habe keine umfangreichen Vorstrafen, vermutlich habe er allein gehandelt. Die Ermittler untersuchten derzeit vom Täter "hinterlassene Informationen", um ein mögliches Motiv zu ermitteln, sagte O'Hara. Medienberichten zufolge war er ehemaliger Schüler der Grund- und Mittelschule.

FBI-Chef Patel erklärte, der Schütze sei als Robin Westman identifiziert worden. Als Robert Westman geboren, änderte er demnach 2020 seinen Namen und identifizierte sich fortan als Frau.

Heimatschutzministerin Kristi Noem erklärte, der Schütze habe "behauptet, transgender zu sein" und bezeichnete den Angriff als "unglaublich". Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, warnte davor, den Angriff als Anlass für Anfeindungen gegen Transgender-Personen zu nehmen.

Zum Tathergang sagte ein Zehnjähriger dem US-Sender CBS, er habe die Schüsse dank eines Freundes überlebt, der ihn mit seinem Körper geschützt habe. "Ich bin unter die Kirchenbank gerannt und habe meinen Kopf geschützt", sagte er. "Mein Freund Victor hat mich gerettet, indem er sich auf mich gelegt hat, aber er wurde dabei getroffen."

In einer gemeinsamen Erklärung des Schulleiters und des Pfarrers hieß es, "heldenhafte Mitarbeiter" hätten die Schüler nach Beginn der Schüsse "binnen Sekunden unter die Kirchenbänke gebracht".

Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, erklärte im Onlinedienst X, er bete "für unsere Kinder und Lehrer, deren erste Schulwoche durch diesen furchtbaren Akt der Gewalt ruiniert wurde".

US-Präsident Donald Trump teilte mit, er sei über das "tragische" Ereignis informiert worden. Das FBI habe schnell reagiert und sei vor Ort, erklärte er in seinem Onlinedienst Truth Social. "Das Weiße Haus wird diese schreckliche Situation weiterhin beobachten", betonte Trump und rief dazu auf, für alle Betroffenen zu beten. Der US-Präsident ordnete außerdem die Beflaggung des Weißen Hauses auf Halbmast an.

In dieser Woche waren in den USA viele Schüler aus den Sommerferien in den Unterricht zurückgekehrt. In den vergangenen Jahren haben Angreifer immer wieder Schulen mit Schusswaffen attackiert und dabei zahlreiche Menschen getötet. In den USA sind mehr Schusswaffen im Umlauf als es Einwohner gibt. Das Land verzeichnet die höchste Todesrate durch Schusswaffen unter allen Industrieländern.

Am Mittwochabend nahmen mehr als 600 Menschen an einer Mahnwache zum Gedenken an die Opfer in einer nahe gelegenen Schule teil, wie die Zeitung "Minnesota Star Tribune" berichtete.

Eine Teilnehmerin, Louise Fowler, kannte dem Zeitungsbericht zufolge die Mutter des Verdächtigen. "Die Familie hat sich sehr um dieses Kind bemüht, das viele Probleme hatte", sagte sie über den mutmaßlichen Täter Robin Westman.

Ch.Anderson--EWJ

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