English Woman's Journal - Trump wirft Südkorea vor Treffen mit Präsident "politische Säuberung" vor

Trump wirft Südkorea vor Treffen mit Präsident "politische Säuberung" vor


Trump wirft Südkorea vor Treffen mit Präsident "politische Säuberung" vor
Trump wirft Südkorea vor Treffen mit Präsident "politische Säuberung" vor / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Kurz vor einem Treffen mit dem südkoreanischen Staatschef Lee Jae Myung hat US-Präsident Donald Trump dem asiatischen Land eine "politische Säuberung" vorgeworfen. "Was passiert gerade in Südkorea?" schrieb Trump am Montag auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Es sieht aus wie eine politische Säuberung oder eine Revolution. Unter diesen Umständen können wir keine Geschäfte dort machen."

Textgröße ändern:

Trump machte keinerlei Angaben darüber, worauf er sich mit seinen Anschuldigungen bezog. Er kündigte aber an, das Thema mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee am Montag bei ihrem Treffen im Weißen Haus anzusprechen.

Womöglich ging es Trump um einen am Sonntag ausgestellten Haftbefehl gegen den früheren südkoreanischen Regierungschef Han Duck Soo. Han wird vorgeworfen, Ex-Präsident Yoon Suk Yeol bei der Ausrufung des Kriegsrechts im vergangenen Dezember geholfen zu haben.

Yoon hatte Südkorea mit der Ausrufung des Kriegsrechts in eine tiefe politische Krise gestürzt. Das Parlament in Seoul stimmte daraufhin für die Absetzung Yoons, was das südkoreanische Verfassungsgericht Anfang April bestätigte. Yoon - ein rechtsgerichteter Politiker mit engen Verbindungen in die USA - hatte die drastische Maßnahme mit einem Haushaltsstreit begründet.

Dass Trump nun von einer "politischen Säuberung" oder "Revolution" in Südkorea sprach, könnte unangenehm für den im Juni gewählten Staatschef und Mitte-Links-Politiker Lee werden. Trump hat seinen Gästen im Oval Office immer wieder böse Überraschungen bereitet.

So kanzelte der Rechtspopulist im Februar den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor laufenden Kameras ab. Im Mai konfrontierte er dann den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa mit Vorwürfen eines Völkermords an weißen Farmern in dem Land. Ramaphosa wies dies entschieden zurück.

St.Reid--EWJ

Empfohlen

Erdrutsch reißt Krater in Fernstraße in Norwegen: Behörden befürchten ein Todesopfer

Bei einem Erdrutsch in Norwegen sind eine Straße und eine Eisenbahnstrecke schwer beschädigt worden. Beide Fahrspuren der Fernstraße E6 und die parallel zur Straße verlaufenden Gleise versanken am Samstag in einem riesigen Erdloch, wie auf Fotos zu sehen war, die in norwegischen Medien veröffentlicht wurden. Ein dänischer Arbeiter, der seit dem Unglück vermisst wird, ist nach Polizeiangaben vermutlich tot.

Rückschlag für Trump: Gericht erklärt Großteil seiner Zölle für unrechtmäßig

Es ist ein weiterer juristischer Dämpfer für den US-Präsidenten: Ein Berufungsgericht hat einen Großteil der von Donald Trump verhängten Einfuhrzölle für rechtswidrig erklärt. Der Präsident sei nicht dazu befugt, derart weitreichende Zölle zu verhängen, sondern lediglich der Kongress in Washington, erklärte das Bundesberufungsgericht zur Begründung der am Freitag (Ortszeit) getroffenen Entscheidung. Die Richter beließen die Zölle jedoch vorerst bis Mitte Oktober in Kraft. Die Trump-Regierung will den Fall vor den Obersten Gerichtshof bringen.

Auto rast nach Streit in Bar in Gruppe in Frankreich: ein Toter und fünf Verletzte

Im Norden Frankreichs ist ein Autofahrer nach einer Auseinandersetzung in einer Bar in eine Gruppe Menschen gerast. Mindestens ein Mann sei bei dem Vorfall in Evreux getötet worden, sagte der Staatsanwalt der Stadt, Rémi Coutin, der Nachrichtenagentur AFP am Samstag. Fünf weitere Menschen wurden demnach verletzt, zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Drei Verdächtige wurden demnach festgenommen.

Nach Entlassung durch Trump: Gericht prüft Klage von US-Notenbank-Gouverneurin Cook

Ein Gericht in Washington hat sich am Freitag mit der Klage der US-Notenbank-Gouverneurin Lisa Cook gegen ihre von US-Präsident Donald Trump angeordnete Entlassung befasst. In der ersten Anhörung in dem Fall prüfte Richterin Jia Cobb Cooks Antrag auf eine einstweilige Verfügung, mit der sie erreichen will, dass Trumps Anordnung für rechtswidrig erklärt wird. Dies würde es ihr ermöglichen, ihren Posten als Gouverneurin der US-Notenbank Fed weiter auszuüben, während sie juristisch gegen ihre Entlassung vorgeht.

Textgröße ändern: