English Woman's Journal - Hurrikan "Erin": Gefahr von "lebensbedrohlichen Überflutungen" an US-Ostküste

Hurrikan "Erin": Gefahr von "lebensbedrohlichen Überflutungen" an US-Ostküste


Hurrikan "Erin": Gefahr von "lebensbedrohlichen Überflutungen" an US-Ostküste
Hurrikan "Erin": Gefahr von "lebensbedrohlichen Überflutungen" an US-Ostküste / Foto: Ricardo ARDUENGO - AFP

Hurrikan "Erin" hat sich über der Karibik zwar abgeschwächt - die Ostküste der USA ist aber weiter in Alarmbereitschaft. "Die Wetterbedingungen werden sich an der Küste North Carolinas bis heute Abend voraussichtlich verschlechtern", warnte am Mittwoch das Nationale Hurrikanzentrum (NHC). "Es besteht die Gefahr lebensbedrohlicher Überflutungen." Angesichts der Gefahr rief Gouverneur Josh Stein den Notstand aus.

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"Hurrikan 'Erin' bringt die Gefahr von Überschwemmungen an der Küste, Erosionen an Stränden und gefährlicher Brandung mit sich", warnte Stein am Dienstagabend bei der Ausrufung des Notstandes. "Die an der Küste lebenden Einwohner North Carolinas sollten sich jetzt vorbereiten und sicherstellen, dass ihr Notfallset bereit ist."

"Erin" befand sich laut NHC am Mittwochmorgen (Ortszeit) rund 730 Kilometer südöstlich von Cape Hatteras in North Carolina. Er ziehe mit Windspitzen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde Richtung Nordwesten.

"Erin" zieht seit Tagen durch die Karibik. Er war vom NHC zwischenzeitlich als Hurrikan der Stufe fünf - also der höchstmöglichen Gefahrenstufe - eingestuft worden, inzwischen wurde er auf Stufe zwei zurückgestuft. Trotzdem sei die Gefahr keineswegs gebannt, warnten die Behörden. Im US-Außengebiet Puerto Rico hatte es zuvor bereits Überschwemmungen gegeben, zahlreiche Häuser und Straßen standen unter Wasser, der Strom fiel zeitweise aus.

"Erin" ist der erste Hurrikan der diesjährigen Hurrikan-Saison im nördlichen Atlantik. Diese dauert üblicherweise von Juni bis in den späten November, in diesem Jahr wird mit stärkeren Phänomenen als üblich gerechnet. Im vergangenen Jahr hatten in der Karibikregion mehrere heftige Stürme gewütet, darunter Hurrikan "Helene", durch den im Südosten der USA mehr als 200 Menschen ums Leben kamen.

Der menschengemachte Klimawandel, der unter anderem zu steigenden Wassertemperaturen in den Weltmeeren führt, macht Stürme nach Einschätzung von Wissenschaftlern wahrscheinlicher und begünstigt unter anderem eine schnellere Verstärkung von Sturmtiefs.

O.Wood--EWJ

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