English Woman's Journal - Berliner Polizei registriert weniger Fälle von Clankriminalität

Berliner Polizei registriert weniger Fälle von Clankriminalität


Berliner Polizei registriert weniger Fälle von Clankriminalität
Berliner Polizei registriert weniger Fälle von Clankriminalität / Foto: Michaela STACHE - AFP/Archiv

Die Berliner Polizei hat im vergangenen Jahr 851 Fälle von Clankriminalität erfasst. Das waren 212 Fälle weniger als 2023, wie die Senatsinnenverwaltung am Mittwoch mitteilte. Gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, die von den Behörden der Clankriminalität zugerechnet wurden, von 522 im Jahr 2023 auf 616 im Jahr 2024.

Textgröße ändern:

Bei den meisten Straftaten handelte es sich im vergangenen Jahr mit 29 Prozent um Rohheitsdelikte, gefolgt von Verkehrsstraftaten (15 Prozent) sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte (13 Prozent). 2023 wurden 19 Prozent Rohheitsdelikte, 15 Prozent Verkehrsstraftaten und 12 Prozent Diebstahls- oder Unterschlagungsdelikte registriert.

Bei dem Beschuldigten, der 2024 am häufigsten in Erscheinung trat, handelt es sich laut Polizei um einen 29-Jährigen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Ihm werden 22 Straftaten vorgeworfen, darunter mehrere Körperverletzungen, verbotene Kraftfahrzeugrennen, Sachbeschädigungen oder Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz.

Die Berliner Polizei definiert einen Clan als eine "informelle soziale Organisation, die durch ein gemeinsames Abstammungsverständnis ihrer Angehörigen bestimmt ist." Er ist geprägt durch eine hierarchische Struktur, ein ausgeprägtes Zugehörigkeitsgefühl und ein gemeinsames Normen- und Werteverständnis. Clankriminalität zeichnet sich laut Polizei häufig durch Provozieren von Eskalationen auch bei nichtigen Anlässen, die "Ausnutzung gruppenimmanenter Mobilisierungs- und Bedrohungspotenziale" oder ein erkennbares Maß an Gewaltbereitschaft aus.

L.McKay--EWJ

Empfohlen

Georgiens orthodoxer Patriarch Ilia II. im Alter von 93 Jahren gestorben

Nach fast 50 Jahren an der Spitze der Georgischen Orthodoxen Kirche ist Patriarch Ilia II. im Alter von 93 Jahren gestorben. Das sagte Metropolit Shio Mujiri, der die Kirche bis zur Wahl eines neuen Patriarchen übergangsweise leitet, am Dienstag zu Reportern. Ilia II. wurde nach Klinikangaben am Dienstagmorgen mit "massiven Magenblutungen" ins Krankenhaus gebracht. Er stand der Orthodoxen Kirche Georgiens seit 1977 vor, damit war er eines der am längsten amtierenden religiösen Oberhäupter der Welt.

Vatikan-Gericht ordnet Wiederaufnahme von Untreue-Verfahren gegen Kardinal an

Ein Berufungsgericht im Vatikan hat die Wiederaufnahme eines Verfahrens gegen einen wegen Veruntreuung verurteilten Kardinal angeordnet. Das Gericht begründete den Schritt vom Dienstag in einer der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Entscheidung im Fall von Kardinal Angelo Becciu mit Fehlern im ursprünglichen Verfahren gegen den einst einflussreichen Kardinal.

Korruptionsprozess: Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner greift Justiz scharf an

Im gegen sie gerichteten Korruptionsprozess hat Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Kirchner der Justiz "Mafia-Methoden" vorgeworfen. "Mit diesem Justizsystem riskiere ich, im Gefängnis zu sterben", sagte die 73-Jährige am Dienstag bei ihrem ersten persönlichen Auftritt vor Gericht. Ihr und weiteren 85 Angeklagten wird vorgeworfen, Schmiergeldzahlungen von Unternehmen im Gegenzug für staatliche Aufträge angenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft stuft den Fall als größte Schmiergeldermittlung in der Geschichte des Landes ein.

Nachbarschaftsstreit mit Kölner Volksbühne geht in nächste Runde

Der jahrelange Nachbarschaftsstreit zwischen der Volksbühne in Köln, dem früheren Millowitsch-Theater, und einem Anwohner geht in die nächste Runde. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verwies ihn am Dienstag zur neuen Verhandlung zurück an das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster. Der Verein Freie Volksbühne klagte gegen die Baugenehmigung für die Nutzung von direkt angrenzenden Räumen einer ehemaligen Druckerei als Wohnung. (Az. 4 C 1.25)

Textgröße ändern: