English Woman's Journal - Regen behindert Suche nach 200 Vermissten nach Sturzfluten in Pakistan

Regen behindert Suche nach 200 Vermissten nach Sturzfluten in Pakistan


Regen behindert Suche nach 200 Vermissten nach Sturzfluten in Pakistan
Regen behindert Suche nach 200 Vermissten nach Sturzfluten in Pakistan / Foto: Abdul MAJEED - AFP

Die ohnehin hohe Zahl der Todesopfer durch Sturzfluten in Pakistan droht deutlich zu steigen. Zusätzlich zu den fast 350 Todesopfern würden noch immer rund 200 Menschen vermisst, teilten am Montag die Behörden in der nördlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa mit. Die Suche nach ihnen musste wegen neuer heftiger Regenfälle aber vorerst unterbrochen werden.

Textgröße ändern:

Durch den neuen Starkregen seien weitere 20 Menschen ums Leben gekommen, sagte ein Vertreter der Provinz Khyber Pakhtunkhwa der Nachrichtenagentur AFP. Mehrere Dörfer seien durch die riesigen Wassermengen innerhalb kurzer Zeit vollständig zerstört worden.

Die Behörden warnten zugleich, dass mindestens "bis Donnerstag" mit heftigem Regen, Sturzfluten und Überschwemmungen zu rechnen sei. In einem Wettlauf gegen die Zeit suchten Freiwillige zusammen mit hunderten Rettungskräften nach möglichen Überlebenden, als am Montagmorgen neue Regenfälle über die Provinz hereinbrachen und die Arbeiten vorerst zum Erliegen brachten.

"Dutzende Leichen liegen noch immer unter Schlamm und Steinen begraben und können nur mit schwerem Gerät geborgen werden", berichtete der Helfer Nisar Ahmad aus dem am schwersten betroffenen Bezirk Bunar, wo "zwölf Dörfer komplett zerstört" worden seien. "Die provisorischen Wege, die für den Zugang zu dem Gebiet angelegt wurden, wurden durch die neuen Regenfälle erneut zerstört."

Seit Donnerstag waren über Pakistan sintflutartige Regenfälle niedergegangen, die Überschwemmungen, steigende Wasserstände und Erdrutsche verursachten. Besonders schlimm betroffen war der Norden des Landes, wo offiziellen Angaben zufolge mindestens 344 Menschen getötet wurden. Durch den am Montagmorgen wieder einsetzenden Regen drohen in den kommenden Tagen neue Katastrophen.

N.Steward--EWJ

Empfohlen

Georgiens orthodoxer Patriarch Ilia II. im Alter von 93 Jahren gestorben

Nach fast 50 Jahren an der Spitze der Georgischen Orthodoxen Kirche ist Patriarch Ilia II. im Alter von 93 Jahren gestorben. Das sagte Metropolit Shio Mujiri, der die Kirche bis zur Wahl eines neuen Patriarchen übergangsweise leitet, am Dienstag zu Reportern. Ilia II. wurde nach Klinikangaben am Dienstagmorgen mit "massiven Magenblutungen" ins Krankenhaus gebracht. Er stand der Orthodoxen Kirche Georgiens seit 1977 vor, damit war er eines der am längsten amtierenden religiösen Oberhäupter der Welt.

Vatikan-Gericht ordnet Wiederaufnahme von Untreue-Verfahren gegen Kardinal an

Ein Berufungsgericht im Vatikan hat die Wiederaufnahme eines Verfahrens gegen einen wegen Veruntreuung verurteilten Kardinal angeordnet. Das Gericht begründete den Schritt vom Dienstag in einer der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Entscheidung im Fall von Kardinal Angelo Becciu mit Fehlern im ursprünglichen Verfahren gegen den einst einflussreichen Kardinal.

Korruptionsprozess: Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner greift Justiz scharf an

Im gegen sie gerichteten Korruptionsprozess hat Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Kirchner der Justiz "Mafia-Methoden" vorgeworfen. "Mit diesem Justizsystem riskiere ich, im Gefängnis zu sterben", sagte die 73-Jährige am Dienstag bei ihrem ersten persönlichen Auftritt vor Gericht. Ihr und weiteren 85 Angeklagten wird vorgeworfen, Schmiergeldzahlungen von Unternehmen im Gegenzug für staatliche Aufträge angenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft stuft den Fall als größte Schmiergeldermittlung in der Geschichte des Landes ein.

Nachbarschaftsstreit mit Kölner Volksbühne geht in nächste Runde

Der jahrelange Nachbarschaftsstreit zwischen der Volksbühne in Köln, dem früheren Millowitsch-Theater, und einem Anwohner geht in die nächste Runde. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verwies ihn am Dienstag zur neuen Verhandlung zurück an das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster. Der Verein Freie Volksbühne klagte gegen die Baugenehmigung für die Nutzung von direkt angrenzenden Räumen einer ehemaligen Druckerei als Wohnung. (Az. 4 C 1.25)

Textgröße ändern: