English Woman's Journal - Kölner Zoo verteidigt umstrittene Einschläferung von Löwenjungen

Kölner Zoo verteidigt umstrittene Einschläferung von Löwenjungen


Kölner Zoo verteidigt umstrittene Einschläferung von Löwenjungen
Kölner Zoo verteidigt umstrittene Einschläferung von Löwenjungen / Foto: HENRY NICHOLLS - AFP/Archiv

Der Kölner Zoo hat eine umstrittene Einschläferung von zwei Löwenjungen verteidigt. Es sei nichts unversucht gelassen worden, Mutter Gina an die erst in der vergangenen Woche geborenen Jungtiere zu gewöhnen, teilte der Zoo am Dienstag mit. Auch nach mehreren Tagen habe sie diese aber nicht richtig angenommen und versorgt. Deswegen seien die beiden neu geborenen Asiatischen Löwen eingeschläfert worden.

Textgröße ändern:

Das männliche und das weibliche Tier waren Anfang vergangener Woche geboren worden. Um Ruhe für ihren neuen Wurf Ruhe zu haben, sei Gina von ihren älteren Jungtieren getrennt worden. Die Situation in der Wurfbox sei beobachtet worden. Zwischenzeitlich habe eines der Jungtiere bei Gina Milch trinken können, was zunächst Hoffnung gegeben habe. Jedoch habe sie sich nicht ausreichend um ihren Nachwuchs gekümmert.

Gina habe immer wieder zu ihren ältern Jungtieren gewollt, die ebenfalls noch nicht selbstständig seien. Aus ihrer Sicht habe sie rational gehandelt, erklärte der Zoo. Sie habe den fast ausgereiften Nachwuchs von 2024 aufziehen wollen. Die Überlebenschancen des sehr früh geborenen Wurfs von vergangener Woche seien von Anfang an ausgesprochen gering gewesen.

Schließlich habe der Zoo entschieden, die bereits stark entkräfteten Jungtiere einzuschläfern, um ihnen unnötiges Leid zu ersparen. Auf eine Handaufzucht sei verzichtet worden, um eine Fehlprägung auf Menschen zu verhindern. "Es ist für uns eine belastende Entscheidung gewesen", erklärte Zoodirektor Theo Pagel. Die Einschläferung wurde am Montag mitgeteilt.

Dass sich eine Löwenmutter nur um die Jungtiere kümmert, welche die größten Chancen haben, durchzukommen, sei evolutionär bedingt. Zwei der älteren Löwenjungen, die bereits 2024 geboren wurden, sollen den Kölner Zoo im Herbst verlassen.

Männliche Junglöwen verlassen die Mutter in der Natur mit etwa 24 Monaten, während junge Löwinnen oft im Rudel bleiben. Im ersten Jahr gibt es eine hohe Sterblichkeit. Im Schnitt kommt nur ein Wurf im Leben einer erwachsenen Löwin durch. Die Überlebenschancen von Würfen im Zoo sei insgesamt deutlich höher.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

US Schauspielerin Christina Applegate erhielt falsche MS-Diagnose

US-Schauspielerin Christina Applegate hat nach eigenen Angaben vor fünf Jahren fälschlicherweise die Diagnose bekommen, an Multipler Sklerose (MS) erkrankt zu sein. Es sei aber nicht so, dass sie sich nun besser fühle, weil sie von der Fehldiagnose wisse, sagte Applegate am Dienstag in der jüngsten Ausgabe ihres Podcasts "Messy". Sie leide weiter an starken Beeinträchtigungen und stehe jetzt wieder ganz am Anfang.

Prinz Harry will "Schlussstrich" unter Streit mit seiner Familie ziehen

Prinz Harry will nach seiner Rückkehr nach Großbritannien einen Schlussstrich unter den Streit mit dem Königshaus ziehen und sich unter anderem mit seinem Bruder William versöhnen. "Es wurden einige Schlachten geschlagen, und das war auch notwendig", sagte der Sohn von König Charles III. in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin "GQ". "Aber hoffentlich können wir alle einen Schlussstrich darunter ziehen."

Herbstferien in zahlreichen Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus am Wochenende

Wegen der Herbstferien in zahlreichen Bundesländern rechnet der ADAC mit erhöhtem Staurisiko am kommenden Wochenende. In sechs Bundesländern enden die Herbstferien, während sie in Baden-Württemberg beginnen, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. In fünf weiteren Bundesländern beginnt am Wochenende die zweite Ferienwoche.

Tierschützer retten dutzende Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien

Naturschützer haben in den vergangenen Wochen dutzende Orang-Utans aus den Waldbrandgebieten in Indonesien in Sicherheit gebracht. Ein Team habe seit dem 6. August mehr als 50 der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen vor Rauch und Flammen gerettet, teilten die Naturschutzbehörde der indonesischen Provinz West-Kalimantan und die Umweltschutzorganisation YIARI am Sonntag mit.

Textgröße ändern: