English Woman's Journal - Lebensmittel ohne Gentechnik immer beliebter

Lebensmittel ohne Gentechnik immer beliebter


Lebensmittel ohne Gentechnik immer beliebter
Lebensmittel ohne Gentechnik immer beliebter / Foto: JOEL SAGET - AFP

Lebensmittel mit dem Siegel "Ohne Gentechnik" werden immer beliebter: Im vergangenen Jahr wurden Produkte mit diesem Siegel für 16 Milliarden Euro umgesetzt, das waren rund 21 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) am Dienstag mitteilte. Den größten Umsatz machten demnach Anbieter von Milchprodukten, Geflügel und Eiern.

Textgröße ändern:

Mit 69 Prozent der größte Umsatzanteil entfiel auf gentechnikfreie Milchprodukte mit elf Milliarden Euro, gefolgt von Geflügelfleisch mit 3,1 Milliarden Euro und Eiern mit 1,4 Milliarden Euro, wie der Verband mitteilte. Eier, die frei von Gentechnik sind, verzeichneten dem Verband zufolge ein besonders großes Wachstum: Der Umsatz stieg hier gar um 24 Prozent. Nach Brancheneinschätzungen werden rund zwei Drittel aller Eier in Deutschland von Hennen gelegt, die Futter ohne Gentechnik erhalten.

Zur Umsatzsteigerung dürfte den Angaben zufolge auch die generelle Teuerung beigetragen haben. Welchen Anteil Inflationseffekte an dem verzeichneten Wachstum haben, lasse sich aber nicht genau beziffern, erklärte der Verband.

Das Siegel "Ohne Gentechnik" war vor 14 Jahren vom Bundeslandwirtschaftsministerium ins Leben gerufen worden. Bauern und Hersteller verpflichten sich dazu, für einen bestimmten Zeitraum vor der Schlachtung oder Milchproduktion bei der Fütterung auf gentechnisch veränderte Futtermittel zu verzichten. Der Branchenverband VLOG vergibt die Lizenzen für das Siegel und wacht über die Einhaltung der Vorgaben.

Für das laufende Jahr rechnen die Lizenznehmer des "Ohne Gentechnik"-Siegels dem VLOG zufolge mit einer weiteren Umsatzsteigerung von 0,6 Prozent. Anders als in vergangenen Jahren sei die Vorhersage wegen der anhaltenden Inflation und anderen Marktunsicherheiten jedoch mit etwas mehr Unsicherheit behaftet.

St.Ch.Russell--EWJ

Empfohlen

Petersberger Klimadialog: Energiekrise ist Signal für Abkehr von fossiler Energie

Die globale Energiekrise prägt die Beratungen des internationalen Petersberger Klimadialogs in Berlin. UN-Generalsekretär António Guterres und weitere der Teilnehmenden aus mehr als 30 Staaten riefen am Dienstag dazu auf, die Lage als Signal für die Abkehr von fossilen Energieträgern und einen Umstieg auf Erneuerbare zu verstehen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) forderte, beim Klimaschutz "einen Schritt zuzulegen".

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Klima-Allianz: Energiewende in aktueller Krise entschlossen vorantreiben

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat die Klima-Allianz Deutschland dazu aufgerufen, die Energiewende national und international entschlossener voranzutreiben. "Da die Klimakrise und die geopolitische Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind, schützt eine beschleunigte Energiewende Deutschland nicht nur vor steigenden Kosten, sondern stärkt auch die nationale Widerstandsfähigkeit", erklärte die Organisation am Montag.

Fachleute im Bundesumweltministerium: Mini-Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich

Fachleute im Bundesumweltministerium (BMUKN) halten sogenannte Mini-Atomkraftwerke für unwirtschaftlich. In einem internen Papier widersprechen sie laut einem Bericht des Senders SWR vom Montag gegensätzlichen Einschätzungen unter anderem von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dem SWR demnach die Existenz dieser fachlichen Bewertung.

Textgröße ändern: