English Woman's Journal - "Zu wenig": Heraskewytsch kritisiert deutsche Rolle

"Zu wenig": Heraskewytsch kritisiert deutsche Rolle


"Zu wenig": Heraskewytsch kritisiert deutsche Rolle
"Zu wenig": Heraskewytsch kritisiert deutsche Rolle / Foto: ANDREA BERNARDI - SID

Der ukrainische Skeletoni Wladyslaw Heraskewytsch hat auch deutsche Entscheidungsträger nach der Wiederzulassung Russlands durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) heftig kritisiert. Zwar wisse der 27-Jährige, der bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina wegen eines Helms mit den Abbildungen von 22 getöteten ukrainischen Athleten ausgeschlossen worden war, "dass sich auch einige deutsche Funktionäre gegen die Entscheidung des IOC gestellt haben".

Textgröße ändern:

Aber insgesamt sei das "zu wenig", sagte Heraskewytsch im Gespräch mit der FAZ: "Deswegen bin ich von Deutschland ein wenig enttäuscht." Der Grund ist für den Skeletoni dabei offensichtlich - ausschlaggebend sei die anvisierte deutsche Bewerbung für eine Austragung der Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Doch es sei "nicht richtig, Prinzipien zu verraten, nur um Olympische Spiele nach Deutschland zu holen", meinte Heraskewytsch.

Erst vor wenigen Tagen war die Ukraine als Konsequenz der jüngsten Entwicklungen vor den internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen, laut Heraskewytsch werde man an der Entscheidung des IOC wohl aber "nichts mehr ändern können". Umso mehr forderte er weitere Wege des Widerstands. "Wir sollten mit verschiedenen Ländern, mit verschiedenen Nationalen Olympischen Komitees, mit verschiedenen Sportministerien zusammenarbeiten", erklärte er: "Russischen Athleten sollten keine Visa erteilt werden."

Seine persönliche Entscheidung zur Gegenwehr, die schlussendlich zu seiner Disqualifikation in Italien geführt hatte, bereut er bis heute nicht. Er sei "seinen Prinzipien treu geblieben", was "viel wichtiger ist als jede Medaille", so Heraskewytsch.

K.McMillan--EWJ

Empfohlen

Nach massiver Kritik: FIFA gibt Investorenpläne auf

Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach massiver Kritik seine Investorenpläne aufgegeben. Das teilte Präsident Gianni Infantino in der Nacht zu Samstag in einem Statement mit. Zuvor hatten bereits die Kontinentalverbände UEFA, CONCACAF und AFC Widerstand gegen Infantinos Vorhaben, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, angekündigt.

Biathlon zu Zeiten des Klimawandels: "Immer grenzwertiger"

Biathletin Selina Grotian sieht in Zeiten des Klimawandels Probleme auf ihren Sport zukommen. "Es wird sich in den nächsten Jahren einiges ändern. Man hat es jetzt schon gesehen – es gibt viele Roller-Events. Es wird einfach sehr schwierig werden, immer mehr in Deutschland durchzuführen", sagte die 22-Jährige im Sport1-Interview: "Wir hatten jetzt immer Glück mit dem Schnee in Oberhof und Ruhpolding, aber man merkt schon: Es wird immer grenzwertiger, immer schwieriger, dass die guten Bedingungen bleiben und auch bis zum Schluss gut bleiben."

Rückzieher nach heftiger internationaler Kritik: Fifa stoppt umstrittene Investoren-Pläne

Rückzieher nach heftiger internationaler Kritik: Der Fußball-Weltverband Fifa hat seine umstrittenen Pläne zum Verkauf von WM-Anteilen an Investoren gestoppt. "Unser Ziel war es schon immer - und wird es auch immer bleiben -, den Sport zu vereinen und zu verbessern", erklärte Fifa-Präsident Gianni Infantino am Freitag. "Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt."

Infantinos WM-Plan: Südamerika verlangt "Klarstellungen"

Auch die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL hat sich zum Investorenplan des Weltverbandes FIFA geäußert - allerdings deutlich zurückhaltender. In einer Pressemitteilung am Freitag forderte der Kontinentalverband "zusätzliche Informationen" und "Klarstellungen".

Textgröße ändern: