English Woman's Journal - Hoffenheim zu abgezockt: HSV verpasst Vorentscheidung

Hoffenheim zu abgezockt: HSV verpasst Vorentscheidung


Hoffenheim zu abgezockt: HSV verpasst Vorentscheidung
Hoffenheim zu abgezockt: HSV verpasst Vorentscheidung / Foto: Christian Charisius - picture-alliance/dpa/SID

Das Bangen geht weiter: Der Hamburger SV hat die Steilvorlage der Konkurrenz nicht genutzt und eine Vorentscheidung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Gegen den Champions-League-Anwärter TSG Hoffenheim verlor der ersatzgeschwächte HSV im heimischen Volksparkstadion mit 1:2 (1:2). In einem intensiven Samstagabend-Spiel waren die Gäste zu abgezockt.

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Die TSG darf dank des zweiten Erfolges nacheinander weiter von der Königsklasse träumen, zumindest über Nacht sprangen die Hoffenheimer auf Rang vier der Tabelle. Fisnik Asllani (18.) mit seinem zehnten Saisontreffer und Tim Lemperle (45.) schossen den 17. Saisonsieg für das Überraschungsteam heraus. Das Foulelfmeter-Tor von Robert Glatzel (34.) war zu wenig für den HSV.

Die Hamburger, nun bereits seit sechs Spielen sieglos, kamen nur wegen der schwächelnden Konkurrenz recht glimpflich davon. Weil auch der VfL Wolfsburg und der FC St. Pauli zuvor nicht gewannen, trennen den HSV drei Spieltage vor Schluss noch immer fünf Punkte vom Relegationsplatz.

"Wir können und müssen es besser machen", hatte Merlin Polzin mit Blick auf die 1:4-Packung im Hinspiel in Hoffenheim gesagt. Für den HSV-Trainer, der unter anderem auf Topverteidiger Luka Vuskovic, Miro Muheim und Jean-Luc Dompé verzichten musste, galt es dann aber trotz einer ausgeglichenen Anfangsphase, den nächsten Rückschlag verkraften. Nach einer starken Flanke von Vladimir Coufal hatte Asllani in der Mitte zu viel Platz und traf unbedrängt.

Hoffenheim setzte mit dem 2:1-Sieg über Borussia Dortmund und dem frühen Führungstreffer im Rücken auf das gewohnt hohe Pressing. Dem HSV gelang es aber immer wieder, sich daraus zu lösen und gefährliche Räume zu bespielen. Den Ausgleich ermöglichte dann ein individueller Fehler: Ozan Kabak misslang ein Rückpass, Glatzel spritzte dazwischen und konnte von Nationaltorhüter Oliver Baumann nur durch ein Foul gestoppt werden. Der Stürmer trat zum fälligen Strafstoß selbst an und schob ihn in die Mitte.

Der Volkspark verfiel in Ekstase, doch die hielt nur kurz an. Bei einer scheinbar harmlosen Situation bekamen die defensiv wackligen Hamburger den Ball nicht geklärt, Lemperle war plötzlich frei und erzielte aus kurzer Distanz sein achtes Saisontor.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste dominant. Der auffällige Coufal sorgte mit seinen Top-Flanken immer wieder für Gefahr - doch Daniel Heuer Fernandes hielt den HSV bis in die Schlussphase hinein im Spiel. Nach einer Ecke verpasste Bakery Jatta freistehend per Kopf den Ausgleich (74.).

B.Jamieson--EWJ

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