Wechsel perfekt: Adeyemi ist jetzt ein "Culer"
Um zu verkünden, was längst kein Geheimnis mehr war, genügte dem FC Barcelona ein 15-sekündiger Videoclip: Karim Adeyemi läuft dabei über die Ramblas in der katalanischen Metropole, mit einem Fingerschnippen bringt er das Leben um sich herum zum Stillstand, nimmt einem Passanten einen Barca-Schal ab, schnippt wieder und läuft weiter, dann taucht der Schriftzug "Adeyemi Ès Culer" auf - Adeyemi, dessen Vertrag bei Borussia Dortmund noch ein Jahr gelaufen wäre, ist jetzt ein Spieler des FC Barcelona.
Adeyemi erhält beim spanischen Meister einen Fünfjahresvertrag bis 2031. Zuvor hatten sich die Katalanen Medienberichten zufolge mit Borussia Dortmund auf eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro geeinigt. Weitere neun Millionen Euro könnte Dortmund durch Bonuszahlungen einstreichen, hinzu kommt angeblich eine Beteiligung bei einem Weiterverkauf in Höhe von 35 Prozent. Bei Barca trifft Adeyemi erneut auf Hansi Flick, der ihm am 5. September 2021 zum ersten von bisher elf Einsätzen in der deutschen Nationalmannschaft verhalf.
Neben Torhüter Marc-André ter Stegen, der an Ajax Amsterdam ausgeliehen werden soll, ist Adeyemi der zweite Deutsche, der aktuell bei Barcelona unter Vertrag steht - und der mittlerweile elfte Deutsche, der das Trikot der Blaugrana trägt. Der erste war ein gewisser Otto Maier (1899 bis 1902), später folgten Bernd Schuster, Robert Enke, ter Stegen, Kevin-Prince Boateng und zuletzt auch Ilkay Gündogan. Der letzte Spieler, der direkt vom BVB nach Barcelona wechselte, war Ousmane Dembélé (mittlerweile Paris Saint-Germain).
Präsident Joan Laporta hatte die Verpflichtung des 24 Jahre alten Flügelspielers, der als möglicher Backup für Jungstar und Weltmeister Lamine Yamal gilt, bereits zuvor angekündigt. "Wir freuen uns sehr über Adeyemi. Wir haben ihn schon länger im Blick", sagte er. Adeyemi, der nach Angaben des BVB "mit einem Wechselwunsch an die Verantwortlichen herangetreten war", sei "gefährlich und schnell", Sportdirektor Deco habe "die Verpflichtung hervorragend abgewickelt. Die Nachricht kam genau zum richtigen Zeitpunkt."
Der BVB bestätigte den Wechsel am Donnerstag ebenfalls und dankte für "vier Jahre" in Schwarz-Gelb. Wie der Bundesligist die potenziellen Erlöse einsetzen will, ist noch nicht bekannt.
P.Mitchell--EWJ