English Woman's Journal - Außenminister Rubio: Iran bei der WM willkommen

Außenminister Rubio: Iran bei der WM willkommen


Außenminister Rubio: Iran bei der WM willkommen
Außenminister Rubio: Iran bei der WM willkommen / Foto: Frederic J. Brown - SID

Inmitten der Spekulationen um ein mögliches WM-Nachrücken des viermaligen Weltmeisters Italien hat US-Außenminister Marco Rubio Irans Fußball-Nationalmannschaft die Teilnahme an der Endrunde im Sommer zugesichert. Die Spieler seien in den USA willkommen, sagte Rubio am Donnerstag im Oval Office.

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Zugleich distanzierte Rubio die US-Regierung von einem Vorschlag, wonach Italien den WM-Platz Irans übernehmen könnte. Hintergrund sind Spekulationen über mögliche Einreisebeschränkungen für Mitglieder der iranischen Delegation. Rubio betonte, dass Washington dem iranischen Verband keine Absage erteilt habe. "Niemand in den USA hat ihnen gesagt, dass sie nicht kommen könnten", sagte der Außenminister.

Einschränkungen könnten sich allerdings für Begleitpersonen ergeben, die Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten, die von den USA und mehreren anderen Staaten als Terrororganisation eingestuft werden. "Es könnte so sein, dass wir sie nicht reinlassen werden, aber das gilt nicht für die Spieler selbst", erklärte Rubio.

Anlass der Debatte war ein Vorstoß des italienischstämmigen US-Sonderbeauftragten Paolo Zampolli. Dieser hatte der Financial Times gesagt, er habe US-Präsident Donald Trump und den Weltverband FIFA auf die Idee angesprochen, Italien könne Irans Platz bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada übernehmen.

Rubio wies dies zurück: "Ich weiß nicht, wo das herkommt." Auch Italien reagierte ablehnend. Sportminister Andrea Abodi sagte, eine Teilnahme durch die Hintertür sei "erstens nicht möglich und zweitens nicht angemessen - man qualifiziert sich auf dem Platzt". Italiens Olympiachef Luciano Buonfiglio betonte: "Ich würde mich beleidigt fühlen. Man muss sich seinen Platz bei der WM verdienen." Die iranische Botschaft in Rom sprach angesichts des möglichen Nationentauschs von "moralischem Bankrott" der USA.

Italien war in den Playoffs an Bosnien-Herzegowina gescheitert. Der Iran ist für die WM-Spiele in der Gruppe G mit zwei Partien in Los Angeles und einer Begegnung in Seattle angesetzt, das Teamquartier soll in Tucson im Bundesstaat Arizona sein.

L.Paterson--EWJ

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