English Woman's Journal - Gwinn verletzt: DFB-Frauen schlagen auch Österreich

Gwinn verletzt: DFB-Frauen schlagen auch Österreich


Gwinn verletzt: DFB-Frauen schlagen auch Österreich
Gwinn verletzt: DFB-Frauen schlagen auch Österreich / Foto: Frank Hoermann / SVEN SIMON - picture-alliance/SVEN SIMON/SID

Auch ein Schreckmoment um Giulia Gwinn hat die deutschen Fußballerinnen auf dem Weg zum WM-Ticket nicht aus dem Tritt gebracht. Die spielfreudige Auswahl von Bundestrainer Christian Wück gewann das Nachbarschaftsduell mit Österreich in Nürnberg letztlich souverän 5:1 (1:0), musste beim dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel aber die frühe Auswechslung der an der Schulter verletzten Kapitänin wegstecken.

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Nicole Anyomi (17.), Vivien Endemann (52.), Sarah Puntigam per Eigentor (68.) sowie die starke Jule Brand (76.) und die eingewechselte Lea Schüller (83.) erzielten vor 24.237 Fans die deutschen Treffer, Chiara D'Angelo (77.) hatte verkürzt. Deutschland festigte auf dem Weg zur Titeljagd 2027 in Brasilien seine Tabellenführung in der Gruppe A4, schon am Samstag (18.00 Uhr/sportschau.de) kommt es in Ried zum Wiedersehen mit der lange harmlosen ÖFB-Auswahl.

Wück setzte im Max-Morlock-Stadion überwiegend auf die Startelf, die auch beim 4:0 in Norwegen Anfang März begonnen hatte. Die einzige Änderung: Linda Dallmann ersetzte Carlotta Wamser im Mittelfeld, die Münchnerin rückte in die Mitte, und Brand startete dafür auf dem rechten Flügel.

"Es ist auch die Aufgabe, dass die Spielerinnen zu Hause dominant auftreten", sagte Wück vor dem Anpfiff im ZDF und forderte: "Wir wollen von Anfang an da sein und wenn möglich auch wieder zu null spielen."

Nach der offiziellen Verabschiedung von Rio-Olympiasiegerin Sara Däbritz, die im Oktober nach 111 Länderspielen aus der Nationalelf zurückgetreten war, suchte das deutsche Team nach Lücken in Österreichs Fünferkette. Und fand sie auch - Anyomi (10.) und Sjoeke Nüsken (11.) vergaben die ersten Chancen.

Weil es aus dem Spiel heraus nicht gelang, half ein Standard. Nach einer Ecke von Brand parierte Torhüterin Mariella El Sherif den Kopfball von Rebecca Knaak und den Nachschuss von Janina Minge, ehe Anyomi den Ball über die Linie grätschte. Im 33. Länderspiel war es erst das vierte Tor der Stürmerin von Eintracht Frankfurt.

Dann folgte der bittere Moment, als Gwinn nach einem Zweikampf mit Melanie Brunnthaler vom Hamburger SV mit Schmerzen an der linken Schulter auf dem Rasen liegen blieb. Die Rechtsverteidigerin vom FC Bayern spielte nach Eis-Behandlung noch kurz weiter, ehe sie von EM-Entdeckung Wamser (33.) ersetzt wurde. Eine Diagnose stand bei Gwinn, die in ihrer Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse bewältigen musste, zunächst aus.

Deutschland blieb auch nach dem ungeplanten Wechsel spielbestimmend, Kett (37.), abermals Anyomi (41.) und Brand (42.) vergaben Chancen aufs 2:0. Das gelang aber zügig nach dem Seitenwechsel, da die DFB-Auswahl weiter zielstrebig nach vorne spielte: Nach sehenswerter Vorarbeit von Brand musste Endemann nur noch ihren Fuß hinhalten. Auch am dritten Tor war Brand per Ecke beteiligt, ehe die Offensivkraft von OL Lyonnes selbst traf.

Nachdem der Bremerin D'Angelo der Ehrentreffer für Österreich gelungen war, sorgte Schüller kurz nach ihrer Einwechslung mit einem trockenen Abschluss für die schnelle Antwort.

L.McKay--EWJ

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