English Woman's Journal - In neuem Sarg: Gebeine Ottos des Großen werden in Magdeburg feierlich beigesetzt

In neuem Sarg: Gebeine Ottos des Großen werden in Magdeburg feierlich beigesetzt


In neuem Sarg: Gebeine Ottos des Großen werden in Magdeburg feierlich beigesetzt
In neuem Sarg: Gebeine Ottos des Großen werden in Magdeburg feierlich beigesetzt / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Mehr als tausend Jahre nach seinem Tod werden die Gebeine des legendären Kaisers Otto I. in einem neuen Sarg im Magdeburger Dom beigesetzt. In einer feierlichen Zeremonie wird der Titansarg am kommenden Dienstag in den als Kaisergrab geltenden Steinsarkophag herabgesenkt, wie die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt am Donnerstag in Halle mitteilte.

Textgröße ändern:

Der aus Titan, Feinsilber, Feingold und Blattgold von der Schmuckkünstlerin Silke Trekel gefertigte Sarg war von einer Jury ausgesucht worden. Notwendig wurde der neue Sarg für die Gebeine Ottos des Großen, nachdem sich bei der Öffnung des Steinsarkophags im vergangenen Jahr gezeigt hatte, dass der darin liegende historische Holzsarg weitgehend zersetzt war. Das Herrschergrab war wegen umfangreicher Konservierungsarbeiten geöffnet worden.

Neben Knochen fanden sich darin Textilien wie ein rotes Einschlagtuch aus byzantinischer oder spanischer Seide. Die im Sarkophag bestatteten historischen Gebeine wurden etwa ein Jahr lang im Zuge der Konservierungsarbeiten untersucht. Laut dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie handelt es sich bei den sterblichen Überresten "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um die des legendären Kaisers.

Bei der feierlichen Wiederbeisetzung des Sargs soll Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) die Festansprache halten. Nach einem Gottesdienst gibt es Grußworte unter anderem von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU).

Otto I., auch Otto der Große genannt, gilt neben Karl dem Großen als zentrale Figur der mittelalterlichen deutsch-europäischen Geschichte. Er lebte laut historischen Quellen von 912 bis 973. Magdeburg war seine Machtzentrale und galt als seine Lieblingsstadt. Er ließ dort den Vorgängerbau des heutigen Doms errichten. Dort wurde er nach seinem Tod auch beigesetzt.

Zunächst war Otto I. König des Ostfränkischen Reichs, bevor er 962 vom damaligen Papst zum Kaiser eines neu formierten Heiligen Römischen Reichs gekrönt wurde. Es umfasste weite Gebiete unter anderem im heutigen Deutschland, Italien und Frankreich. Es bestand offiziell bis 1806, bevor es aufgelöst wurde.

F.McKenzie--EWJ

Empfohlen

Washington: Bauarbeiten für Trumps Triumphbogen beginnen

In der US-Hauptstadt Washington beginnt der Bau des riesigen Triumphbogens von Präsident Donald Trump. Innenminister Doug Burgum teilte am Donnerstag im Onlinedienst X mit, in den kommenden zwei Wochen würden die Aushubarbeiten für das Fundament in Angriff genommen. Nach Vollendung werde der Triumphbogen zu den "großartigen Werken der amerikanischen Architektur" gehören, erklärte Burgum.

Britischer Regierungschef Burnham empfängt französischen Präsidenten Macron

Der britische Premierminister Andy Burnham und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben bei ihrem ersten offiziellen Treffen über engere Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU sowie die irreguläre Migration über den Ärmelkanal beraten. Burnham habe den britischen Wunsch nach einer weiteren Annäherung an Europa erläutert, teilte die Regierung in London am Donnerstag mit. Macron bekräftigte seinen Willen, die Beziehungen weiter zu vertiefen.

Filmstar John Malkovich denkt mit 72 noch nicht ans Aufhören

Hollywoodstar John Malkovich denkt noch lange nicht ans Aufhören. "Ich mache im Grunde das, was ich mein ganzes Leben geliebt habe, und habe vor damit weiterzumachen", sagte der 72-jährige US-Schauspieler am Donnerstag bei einer Pressekonferenz beim Filmfestival von Venedig. "Ich habe nicht vor, in den Ruhestand zu gehen." Er gehe davon aus, dass ihn andere "in den Ruhestand schicken, wenn es soweit ist. Das scheint der natürliche Lauf der Dinge zu sein", sagte Malkovich.

BGH urteilt noch einmal in Dauerstreit von Kraftwerk und Produzent Pelham

Nach 27 Jahren steht im Dauerrechtsstreit zwischen der Band Kraftwerk und dem Produzenten Moses Pelham eine weitere Entscheidung an. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe will am Donnerstag (08.45 Uhr) sein Urteil dazu verkünden, ob Pelham mit sogenanntem Sampling Rechte verletzte. Es geht um einen kurzen Rhythmusschnipsel aus Kraftwerks Lied "Metall auf Metall". (Az. I ZR 74/22)

Textgröße ändern: