English Woman's Journal - Britischer Regierungschef Burnham empfängt französischen Präsidenten Macron

Britischer Regierungschef Burnham empfängt französischen Präsidenten Macron


Britischer Regierungschef Burnham empfängt französischen Präsidenten Macron
Britischer Regierungschef Burnham empfängt französischen Präsidenten Macron / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Der britische Premierminister Andy Burnham und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben bei ihrem ersten offiziellen Treffen über engere Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU sowie die irreguläre Migration über den Ärmelkanal beraten. Burnham habe den britischen Wunsch nach einer weiteren Annäherung an Europa erläutert, teilte die Regierung in London am Donnerstag mit. Macron bekräftigte seinen Willen, die Beziehungen weiter zu vertiefen.

Textgröße ändern:

Burnham, der seit Juli im Amt ist, will an die Bemühungen seines Vorgängers Keir Starmer um eine engere Zusammenarbeit mit der Europäischen Union nach dem Brexit anknüpfen. Einen Wiedereintritt in den EU-Binnenmarkt oder die Zollunion sowie eine Rückkehr zur Personenfreizügigkeit lehnt er bislang ab.

Als mögliches Hindernis nannte Burnham die EU-Pläne zur Stärkung europäischer Industrien. Die "Made in Europe"-Strategie könne "erhebliche Herausforderungen für die britische Industrie" mit sich bringen, erklärte ein Regierungssprecher. Insbesondere die angeschlagene britische Stahlindustrie befürchtet Nachteile.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die irreguläre Migration über den Ärmelkanal. Großbritannien und Frankreich wollen verstärkt gegen den Einsatz größerer und leistungsfähigerer Schlauchboote vorgehen. In den kommenden Wochen sollen dafür 45 zusätzliche französische Einsatzkräfte an den Küsten eingesetzt werden. Burnham sagte, beide Länder machten Fortschritte dabei, die Zahl der Überfahrten zu verringern.

Burnham und Macron berieten außerdem über die Unterstützung der Ukraine. Nach Angaben aus der Downing Street ging es dabei unter anderem um weitere Schritte zur Einrichtung von Montagelinien in der Ukraine für französische SCALP-Marschflugkörper mit britischer Technologie. Auch Bemühungen um eine Wiederöffnung der Straße von Hormus waren Thema.

Macron hatte am Mittwoch gemeinsam mit Burnham und König Charles III. eine Ausstellung des berühmten Wandteppichs von Bayeux im British Museum besucht. Die fast tausend Jahre alte Leihgabe aus Frankreich gilt auch als Symbol für die Annäherung beider Länder nach den Spannungen der Brexit-Jahre.

E.Cunningham--EWJ

Empfohlen

Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin

Die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, bezeichnet sich trotz Zweifeln an ihrem Lebenslauf weiterhin als Anwältin - obwohl Interviewäußerungen der 41-Jährigen darauf schließen lassen, dass sie in den USA keine Anwaltszulassung hat. Dem Portal "Real Americas"s Voice" sagte sie am Donnerstag, sie habe sich für die Anwaltsprüfung angemeldet, sei dann aber wegen des bevorstehenden Umzugs mit ihrem Mann nach China "abgelenkt und überfordert" gewesen.

Zweifel an Lebenslauf: Neue Trump-Sprecherin Zacharia unter Druck

Kurz nach ihrem ersten Auftritt im Weißen Haus ist die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, unter Druck geraten. Die "Washington Post" und andere US-Medien berichteten am Mittwoch, Zacharia habe Falschangaben in ihrem Lebenslauf gemacht. Die 41-Jährige nenne sich "Anwältin", obwohl sie offenbar in den USA keine Zulassung habe.

Wegen Unterstützung für Palestine Action: Autorin Rooney nimmt Bücher vom britischen Markt

Wegen ihrer Unterstützung für die im Vereinigten Königreich verbotene Aktivistengruppe Palestine Action nimmt die irische Bestsellerautorin Sally Rooney ihre Bücher vom dortigen Markt. Ihr Verlag Faber habe mit ihrer "vollständigen Zustimmung" entschieden, die Werke dort nicht mehr zu auszuliefern, erklärte die Autorin am Mittwoch. Sie sei bereit, die "Konsequenzen" ihrer Überzeugungen zu akzeptieren, fügte sie hinzu.

Türkische Regierung übernimmt Kontrolle über meistgesehenen Nachrichtensender

Handstreich der türkischen Regierung gegen den meistgesehenen Nachrichtensender des Landes: Ankara hat die Kontrolle über den oppositionellen Fernsehsender Halk TV übernommen. Die Polizei habe eine Razzia in seiner Zentrale in Istanbul ausgeführt und einen Zwangsverwalter eingesetzt, teilte der Sender am Mittwoch mit. Der Sendebetrieb sei gestoppt worden. Elf Mitarbeiter wurden festgenommen. Aus Protest nahmen Oppositionsabgeordnete an einer Ausschusssitzung mit Pflastern auf Mund und Augen teil.

Textgröße ändern: