English Woman's Journal - "Sie sind unaufrichtig oder dumm": Trump verlässt wutentbrannt Interview

"Sie sind unaufrichtig oder dumm": Trump verlässt wutentbrannt Interview


"Sie sind unaufrichtig oder dumm": Trump verlässt wutentbrannt Interview
"Sie sind unaufrichtig oder dumm": Trump verlässt wutentbrannt Interview / Foto: SAUL LOEB - AFP

US-Präsident Donald Trump hat wegen kritischer Fragen einer Journalisten wutentbrannt ein Interview mit dem Sender NBC abgebrochen. "Sie sind ein voreingenommener, unaufrichtiger Sender. Tut mir leid. Lasst uns aufhören, denn ich habe genug. Vielen Dank, Darling", sagte Trump zu der Gastgeberin der NBC-Sendung "Meet the Press", Kristen Welker, nachdem sie ihn in dem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit seinen wahrheitswidrigen Behauptungen konfrontiert hatte, die von ihm verlorene Präsidentschaftswahl 2020 sei manipuliert gewesen.

Textgröße ändern:

Das Interview war am Freitag auf einem Bauernhof in US-Bundesstaat Wisconsin aufgezeichnet worden, wo sich Trump mit Landwirten getroffen hatte. Als Kulisse dienten ein Traktor und Heuballen. Trump ließ sich zunächst nicht von dem auf das Dach prasselnden Regen aus der Ruhe bringen, der die Tonaufnahme schwierig gestaltete. Als Welker ihre Crew fragte, ob sie die Aufnahmen stoppen sollten, sagte Trump: "Nein, die Leute werden das schon verstehen, wir sind auf einer Farm."

Auch Fragen zum Iran-Krieg, zu Atomwaffen und zu seinem Wahlkampfversprechen, die USA nicht in ausländische Kriege zu verwickeln, beantwortete der Präsident noch halbwegs geduldig. "Zunächst einmal, ich habe nicht garantiert, dass es keinen Krieg geben wird. Warum hätte ich sonst das stärkste Militär der Welt aufgebaut?", sagte er und bezeichnete die Interviewerin dann als "eine große Liberale, eine große Progressive", was in konservativen US-Kreisen als negativ gilt. Welker antwortete: "Nein, ich bin nur eine Journalistin."

Trump wurde ärgerlicher, als es um den von ihm vorgeschlagenen Entschädigungsfonds ging, der Menschen zugute kommen sollte, die seiner Meinung nach unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden zu Unrecht verfolgt wurden. "Ich liebe diese Idee, denn Leute wie Sie, die schmutzige Falschmeldungs-Presse, die unaufrichtige Presse, Leute wie der dumme Biden (...), sie haben Leute zerstört", sagte Trump.

Schließlich eskalierte das Interview, als Trump seine unbelegte Behauptung wiederholte, die von ihm gegen Biden verlorene Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 sei manipuliert gewesen. Von Welker aufgefordert, Beweise vorzulegen, erwiderte Trump: "Sie sind entweder unaufrichtig oder Sie sind dumm." Anschließend verließ er das Sichtfeld der Kamera.

Welker sagte ihren Zuschauern am Sonntag, sie habe mit Trump noch einmal über die schlechten Wetterbedingungen während der Sendung gesprochen. Der Präsident habe zugestimmt, ihr ein weiteres Interview zu geben.

N.Macleod--EWJ

Empfohlen

Polizei findet bei Drogenrazzia in Pariser Vorort Picasso-Gemälde

Spektakulärer Zufallsfund bei einer Razzia in einem Vorort von Paris: Bei der Durchsuchung eines Hauses in Champigny-sur-Marne entdeckte die Polizei ein Gemälde des spanischen Jahrhundertmalers Pablo Picasso. "Dieser Fund erfolgte im Zusammenhang mit einer Ermittlung wegen des Handels mit Rauschmitteln", teilte die Staatsanwaltschaft von Créteil am Samstag mit. Nach dem überraschenden Fund seien Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei eingeleitet worden.

Urteil: Große Festzelte auf Oktoberfest dürfen vorläufig vergeben werden

Zwei der großen Festzelte auf dem diesjährigen Oktoberfest in München dürfen vergeben werden. Laut einer Entscheidung darf die Zuteilung des Paulaner-Festzelts und der Schottenhamel-Festhalle an die vorgesehenen Brauereien und Wirte erfolgen, wie das Bayerische Oberste Landesgericht am Donnerstag mitteilte. Das Gericht entschied jedoch noch nicht, ob die Zulassungsverträge für die gastronomischen Großbetriebe grundsätzlich europaweit ausgeschrieben werden müssen.

Mann in Polen nach Tötung von kreml-kritischem Künstler Skrepezki festgenommen

Die Polizei in Polen hat nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk einen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, an der Tötung des russischen Künstlers Semjon Skrepezki in der Stadt Biala Podlaska am Montag beteiligt gewesen zu sein. Der Verdächtige habe einen "georgischen Pass benutzt", teilte Tusk am Donnerstag im Onlinedienst X mit. Die Sicherheitskräfte arbeiteten daran, den Drahtzieher zu finden, fügte er hinzu.

Zu Selbstverletzungen genötigt: Prozess gegen mutmaßlichen Onlinesadisten begonnen

Ein inzwischen 18-Jähriger muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Hamburg wegen des Vorwurfs verantworten, Mädchen im Internet zu sexuellen und selbstverletzenden Handlungen vor der Kamera genötigt zu haben. Der Prozess begann unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vor.

Textgröße ändern: