English Woman's Journal - Kulturstaatsminister untersagt Gendersprache in Dienstschreiben

Kulturstaatsminister untersagt Gendersprache in Dienstschreiben


Kulturstaatsminister untersagt Gendersprache in Dienstschreiben
Kulturstaatsminister untersagt Gendersprache in Dienstschreiben / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat die Verwendung sogenannter Gendersprache in dienstlichen Schreiben seiner Behörde untersagt. "Beim Beauftragten für Kultur und Medien im Kanzleramt gelten die Regeln der deutschen Sprache", sagte Weimer der "Bild am Sonntag" zur Begründung. "Statt Formulierungen mit Sternchen oder Binnen-I zu verwenden, begrüßen wir die Adressaten mit der Anrede 'Sehr geehrte Damen und Herren'".

Textgröße ändern:

Die Regelung gilt für 470 Beschäftigte Weimers in Berlin und Bonn. "Erzwungenes Gendern spiegelt keineswegs wider, wie die überwiegende Mehrheit in unserem Land spricht", betonte Weimer, der für die Kultur- und Medienpolitik des Bundes verantwortlich ist. Gendern vertiefe aus seiner Sicht vielmehr "die Spaltung unserer Gesellschaft".

Privat sei es jedem freigestellt, sich so ausdrücken, wie er oder sie es wolle, sagte Weimer. In der offiziellen Kommunikation des Kulturstaatsministers aber gälten die Regeln. Das entspreche den Vorgaben des Rats für deutsche Rechtschreibung.

L.McKay--EWJ

Empfohlen

Netflix-Kurs fällt bei stagnierenden Quartalszahlen

Die Aktie des US-Streamingdiensts Netflix ist angesichts stagnierender Quartalsgewinne um mehr als fünf Prozent gefallen. Wie das Unternehmen aus Kalifornien am Dienstag mitteilte, erzielte Netflix in den vergangenen drei Monaten einen Umsatz von 12 Milliarden Dollar (10,2 Milliarden Euro) - und erwartet für das laufende Quartal einen nahezu gleichbleibenden Umsatz von rund 12,1 Milliarden Dollar. Nach Jahren des Wachstums fiel der Kurs der Aktie im nachbörslichen Handel auf 82,85 Dollar, nachdem die Quartalsprognose publik gemacht wurde.

Übernahmeschlacht: Netflix vereinfacht Angebot für Warner Bros.

In der Übernahmeschlacht um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros Discovery (WBD) hat der Streamingdienst Netflix sein Angebot vereinfacht. Netflix bietet nach Angaben vom Dienstag weiter fast 83 Milliarden Dollar (gut 71 Milliarden Euro) oder 27,75 US-Dollar pro WBD-Aktie, will den Betrag aber nun vollständig bar bezahlen.

Fünf Jahre Haft in weiterem Prozess um Anlagebetrug mit Internetplattform FX Leader

In einem Prozess um großangelegten Anlagebetrug mit Internetplattformen ist ein Mann in Göttingen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht der niedersächsischen Stadt sprach ihn des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in 278 Fällen schuldig, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Laut Anklage gehörte er zu einer Bande hinter der Betrugsplattform FX Leader, die von 2017 bis 2021 aktiv war. Nach früheren Ermittlerangaben sollten die Täter mit dieser und anderen Plattformen zehntausende Menschen um 90 Millionen Euro betrogen haben.

"Sentimental Value" räumt bei Europäischem Filmpreis ab - Berliner Produzenten beteiligt

Das Familiendrama "Sentimental Value" ist der große Gewinner der am Samstagabend in Berlin verliehenen Europäischen Filmpreise. Der Film von Regisseur Joachim Trier, der von der Berliner Produktionsfirma Komplizen Film mit produziert wurde, gewann insgesamt sechs Trophäen, darunter auch den Hauptpreis als bester europäischer Film. Trier wurde zum besten Regisseur gekürt, die Hauptdarsteller Renate Reinsve und Stellan Skarsgård wurden als beste Schauspieler ausgezeichnet.

Textgröße ändern: