English Woman's Journal - Ticketmaster-Mutterunternehmen wegen illegaler Monopolbildung verurteilt

Ticketmaster-Mutterunternehmen wegen illegaler Monopolbildung verurteilt


Ticketmaster-Mutterunternehmen wegen illegaler Monopolbildung verurteilt
Ticketmaster-Mutterunternehmen wegen illegaler Monopolbildung verurteilt / Foto: Patrick T. Fallon - AFP/Archiv

Das Mutterunternehmen des Konzertkarten-Verkäufers Ticketmaster, Live Nation Entertainment, ist wegen illegaler Monopolbildung verurteilt worden. Ein Geschworenengericht in New York sei zu dem Schluss gekommen, dass Live Nation und Ticketmaster durch wettbewerbswidriges Verhalten der Musikindustrie geschadet und überhöhte Preise von Konzertbesuchern verlangt habe, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch.

Textgröße ändern:

Der zuständige Richter Arun Subramanian muss nun über Schadenersatzzahlungen und weitere Auflagen entscheiden, darunter eine mögliche Aufspaltung von Live Nation und Ticketmaster. Bonta nannte das Urteil einen "historischen Sieg" für Künstler, Fans und "die Veranstaltungsorte, die sie unterstützen".

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James begrüßte die Entscheidung ebenfalls. "Live Nation und Ticketmaster haben viel zu lange Fans und Künstler ausgenutzt, indem sie die Ticketpreise erhöht und jegliche Konkurrenz, die ihre Marktposition bedrohte, unterdrückt haben", erklärte sie.

Live Nation verwies darauf, dass noch mehrere Anträge vom Richter geprüft werden müssten und kündigte an, Berufung einzulegen, falls diese zurückgewiesen würden.

Der Fall war unter dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden vor knapp zwei Jahren ins Rollen gebracht worden. Das US-Justizministerium und 40 Bundesstaaten gingen juristisch gegen Live Nation Entertainment vor.

Wenige Tage nach Prozessbeginn im März erzielte das Unternehmen eine außergerichtliche Einigung mit dem US-Justizministerium, das unter anderem Entschädigungszahlungen und den Verkauf mehrerer Veranstaltungsorte vorsah, doch ein Bündnis von Bundesstaaten trieb die Kartellklage vor Gericht weiter voran.

Ticketmaster steht in den USA bereits seit Jahrzehnten wegen hoher Servicegebühren und Ticketkosten in der Kritik. Der Konzertkarten-Verkäufer war im Jahr 2010 von Live Nation übernommen worden, das zu einem globalen Riesen der Live-Event-Branche aufstieg. Im vergangenen Jahr organisierte das Unternehmen weltweit mehr als 55.000 Veranstaltungen, die von 159 Millionen Menschen besucht wurden.

Ch.Reilly--EWJ

Empfohlen

Fall Haenel: Freiheitsstrafe für französischen Filmemacher Ruggia

Wegen sexueller Nötigung der damals minderjährigen Schauspielerin Adèle Haenel ist der französische Regisseur Christophe Ruggia zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Drei davon werden zur Bewährung ausgesetzt, die übrigen zwei soll der Filmemacher mit einer elektronischen Fußfessel verbüßen, wie die Berufungsrichter am Freitag in Paris entschieden.

US-Rapper D4vd unter Mordverdacht festgenommen

Mordverdacht gegen US-Rapper D4vd: Der 21-Jährige ist im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod einer Minderjährigen festgenommen worden. Der Künstler, der mit bürgerlichem Namen David Burke heißt, sitze wegen des Verdachts der Tötung von Celeste Rivas in Haft, teilte die Polizei in Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit) mit. Eine Freilassung gegen Zahlung einer Kaution wurde demnach abgelehnt.

Langer Streit um Schnipsel aus Stück von Kraftwerk: Bundesgerichtshof wieder am Zug

Im langen Rechtsstreit um einen kurzen Rhythmusschnipsel aus einem Lied von Kraftwerk ist nun wieder der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Zug. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg beantwortete am Dienstag Fragen des BGH. Es ging darum, wann das sogenannte Sampling - die Nutzung der kurzen Sequenz für ein neues Stück - erlaubt sein kann. (Az. C-590/23)

Filmstars wenden sich in offenem Brief gegen Warner-Bros.-Übernahme durch Paramount

Die Mega-Fusion der beiden US-Filmkonzerne Paramount Skydance und Warner Bros. stößt in Hollywood auf Widerstand: Mehr als tausend Filmschaffende, darunter Leinwand-Stars wie Jane Fonda und Joaquin Phoenix, unterzeichneten einen am Montag (Ortszeit) veröffentlichten offenen Brief gegen die geplante Warner-Übernahme durch Paramount.

Textgröße ändern: