English Woman's Journal - Britischer Schriftsteller Martin Amis im Alter von 73 Jahren gestorben

Britischer Schriftsteller Martin Amis im Alter von 73 Jahren gestorben


Britischer Schriftsteller Martin Amis im Alter von 73 Jahren gestorben
Britischer Schriftsteller Martin Amis im Alter von 73 Jahren gestorben / Foto: Amanda Edwards - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/Archiv

Der britische Romanautor Martin Amis ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Der Autor von Werken wie "Gierig" (1984) oder "London Fields" (1989) starb am Freitag in seinem Haus in Lake Worth im US-Bundesstaat Florida an den Folgen von Speiseröhrenkrebs, wie seine Witwe Isabel Fonseca am Tag darauf in der "New York Times" und im britischen "Guardian" mitteilte.s

Textgröße ändern:

Die Ausrichter des britischen Booker-Literaturpreises rühmten Amis in einem ersten Nachruf als "einen der meistgerühmten und -diskutieren Schriftsteller der vergangenen 50 Jahre". Amis gewann den Booker-Preis nie, war aber zwei Mal dafür nominiert. Im Jahr 2008 benannte ihn die Londoner Zeitung "Times" als einen der 50 größten britischen Autoren seit 1945.

Amis war nicht zuletzt für seinen bissigen Humor bekannt. In "Gierig", seinem wohl bekanntesten Werk (Originaltitel: "Money: A Suicide Note"), setzte er sich in humoristischer und kritischer Weise mit den kapitalistischen Auswüchsen der Regierungszeit von Margaret Thatcher in Großbritannien und Ronald Reagan in den USA auseinander.

Martin Amis war der Sohn des gleichfalls berühmten Schriftstellers Kingsley Amis (1922-95), der ebenfalls humoristische Romane verfasste. Martin Amis erwarb einen Abschluss in Anglistik an der britischen Eliteuniversität Oxford und arbeitete einige Jahre lang als Redakteur bei verschiedenen Blättern. 1973 veröffentlichte er dann seinen ersten Roman "The Rachel Papers". Elf Jahre später gelang ihm dann mit "Gierig" der große Durchbruch.

Amis veröffentlichte insgesamt 14 Romane, zwei Sammlungen von Erzählungen sowie acht Sachbücher.

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

Fall Haenel: Freiheitsstrafe für französischen Filmemacher Ruggia

Wegen sexueller Nötigung der damals minderjährigen Schauspielerin Adèle Haenel ist der französische Regisseur Christophe Ruggia zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Drei davon werden zur Bewährung ausgesetzt, die übrigen zwei soll der Filmemacher mit einer elektronischen Fußfessel verbüßen, wie die Berufungsrichter am Freitag in Paris entschieden.

US-Rapper D4vd unter Mordverdacht festgenommen

Mordverdacht gegen US-Rapper D4vd: Der 21-Jährige ist im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod einer Minderjährigen festgenommen worden. Der Künstler, der mit bürgerlichem Namen David Burke heißt, sitze wegen des Verdachts der Tötung von Celeste Rivas in Haft, teilte die Polizei in Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit) mit. Eine Freilassung gegen Zahlung einer Kaution wurde demnach abgelehnt.

Ticketmaster-Mutterunternehmen wegen illegaler Monopolbildung verurteilt

Das Mutterunternehmen des Konzertkarten-Verkäufers Ticketmaster, Live Nation Entertainment, ist wegen illegaler Monopolbildung verurteilt worden. Ein Geschworenengericht in New York sei zu dem Schluss gekommen, dass Live Nation und Ticketmaster durch wettbewerbswidriges Verhalten der Musikindustrie geschadet und überhöhte Preise von Konzertbesuchern verlangt habe, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch.

Langer Streit um Schnipsel aus Stück von Kraftwerk: Bundesgerichtshof wieder am Zug

Im langen Rechtsstreit um einen kurzen Rhythmusschnipsel aus einem Lied von Kraftwerk ist nun wieder der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Zug. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg beantwortete am Dienstag Fragen des BGH. Es ging darum, wann das sogenannte Sampling - die Nutzung der kurzen Sequenz für ein neues Stück - erlaubt sein kann. (Az. C-590/23)

Textgröße ändern: