English Woman's Journal - Warken will medizinischem Fachpersonal mehr Aufgaben übertragen

Warken will medizinischem Fachpersonal mehr Aufgaben übertragen


Warken will medizinischem Fachpersonal mehr Aufgaben übertragen
Warken will medizinischem Fachpersonal mehr Aufgaben übertragen / Foto: Charly TRIBALLEAU - AFP/Archiv

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will medizinischem Fachpersonal zusätzliche Aufgaben übertragen, um Ärztinnen und Ärzte zu entlasten. "Das kann heißen: Auch das Fachpersonal macht Hausbesuche, führt bestimmte Sprechstunden oder Untersuchungen durch", sagte Warken dem "Spiegel". Sie räumte ein, dies würde für Patientinnen und Patienten eine Umstellung bedeuten.

Textgröße ändern:

Dafür säßen sie dann "nicht drei Stunden neben einem Grippepatienten in einem überfüllten Wartezimmer", warb Warken für ihr Vorhaben. In anderen Ländern wie beispielsweise in Schweden gebe es ein solches Vorgehen bereits. "Dann entscheidet beispielsweise eine speziell ausgebildete Krankenschwester, ob die Person überhaupt einen Arzt sehen muss."

Warken verteidigte außerdem das von ihr geplante Primärarztsystem. Dieses sieht vor, dass in der Regel Hausärztinnen und -ärzte die erste Anlaufstelle sind und Patientinnen und Patienten dann an Fachärzte überweisen. So will die Ministerin die Zahl der Arztkontakte in Deutschland reduzieren und Doppelbehandlungen vermeiden.

Zu einigen Ärztinnen und Ärzten sollten Patienten aber weiterhin direkt gehen können, sagte Warken. Als Beispiele nannte sie Augenärztinnen und -ärzte und "ganz sicher gehören auch Frauenärztinnen und -ärzte dazu". Auch chronisch Kranke sollten weiterhin direkt zu ihrer Fachärztin oder dem Facharzt gehen können. Bei Vorsorgeuntersuchungen sei das ebenfalls sinnvoll.

Eine von der Regierung eingesetzte Kommission berät derzeit über Reformen im Gesundheitssystem. Das Ziel ist vor allem, Kosten zu senken, um weitere Beitragssteigerungen der Krankenkassen zu vermeiden.

Mehrere große Krankenkassen haben wegen des Kostendrucks für das kommende Jahr höhere Zusatzbeiträge angekündigt. Das Gesundheitsministerium weist eine Verantwortung dafür zurück. "Die Kassen legen individuell die Zusatzbeiträge fest. Das ist außerhalb der Zuständigkeit des Bundesgesundheitsministeriums", sagte eine Sprecherin am Montag in Berlin.

O.Jonstone--EWJ

Empfohlen

"Routinemäßiger Eingriff": Wirtschaftsministerin Reiche wird in Sommerpause operiert

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nutzt die parlamentarische Sommerpause für mindestens eine Operation. "Ministerin Reiche wird sich in der Sommerpause mindestens einem medizinischen routinemäßigen Eingriff unterziehen", teilte ihre Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Eigentlich sei der Eingriff bereits für die Osterzeit geplant gewesen, die Ministerin habe sie jedoch "wegen der intensiven Regierungsarbeit verschoben". Einzelheiten zu dem geplanten Eingiff nannte die Sprecherin nicht.

Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten

Die spanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für ein Rauchverbot in öffentlichen Außenbereichen wie Café- und Restaurantterrassen, Parks und Stränden beschlossen. Ziel des Gesetzes sei es, das bereits geltende Rauchverbot für Innenräumen auszuweiten, "um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken", sagte Gesundheitsministerin Mónica García nach der Billigung des Entwurfs durch das Kabinett am Dienstag vor Journalisten.

Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2024 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Verweis auf erstmalige entsprechende Berechnungen mit. Nominal - also in jeweiligen Preisen - waren sie im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent gestiegen. Insgesamt hatten die Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 bei 538,2 Milliarden Euro gelegen.

TV-Legende Thomas Gottschalk ist "momentan krebsfrei"

Fernsehlegende Thomas Gottschalk ist nach eigenen Angaben "momentan krebsfrei". Dies hätten ihm die Ärzte mitgeteilt, sagte der 76-Jährige der "Bild"-Zeitung. Die jüngste Untersuchung habe ergeben, dass er keinerlei Krebszellen mehr im Körper habe, sagte Gottschalk. "Das ist eine gute Nachricht, und ich bin natürlich entsprechend froh, dass ich diese Auskunft geben kann."

Textgröße ändern: