English Woman's Journal - Fernseh-Legende Thomas Gottschalk ist an Krebs erkrankt

Fernseh-Legende Thomas Gottschalk ist an Krebs erkrankt


Fernseh-Legende Thomas Gottschalk ist an Krebs erkrankt
Fernseh-Legende Thomas Gottschalk ist an Krebs erkrankt / Foto: Michaela STACHE - AFP/Archiv

Fernseh-Legende Thomas Gottschalk ist nach eigenen Angaben an Krebs erkrankt. "Ich glaube, es wird Zeit, dass wir die Karten auf den Tisch legen. Ich habe Krebs", sagte der Moderator in einem gemeinsamen Interview mit seiner Frau Karina, das die "Bild"-Zeitung am Sonntag auf ihrer Website veröffentlichte. Der 75-Jährige bekam die Diagnose demnach schon vor vier Monaten und musste zwei Mal operiert werden.

Textgröße ändern:

"Thomas hatte vor knapp vier Monaten eine schwere, komplizierte Krebsoperation", sagte Karina Gottschalk in dem Interview. "Die Diagnose war heftig. Epitheloides Angiosarkom. Ein seltener, bösartiger Tumor, der von den Zellen der Blutgefäße ausgeht. Thomas wurde sofort operiert. Sie mussten sowohl einen Teil der Harnleiter als auch von der Blase wegnehmen."

Kurz darauf habe sich ihr Mann noch einer zweiten Operation unterziehen müssen, "weil noch viel mehr Gewebe vom Krebs befallen war als vermutet", berichtete Gottschalks Frau.

Als Gottschalk die Klinik nach zwei Wochen verlassen durfte, legte er keine Pause ein und gab auch keine öffentliche Erklärung ab. "Das war rückblickend wohl mein größter Fehler", sagte Gottschalk der "Bild"-Zeitung. "Aber ich hatte fest zugesagte Engagements und Verträge, die ich erfüllen wollte."

Gottschalk nimmt nach Angaben seiner Frau bis heute Medikamente. Es handele sich um "starke Schmerzmittel. Opiate". "Wir dachten, es geht ihm trotzdem gut damit. Zu Hause ist er wie immer. Witzig, frech, gut gelaunt", sagte Karina Gottschalk. "Erst bei der Bambi-Verleihung realisierten wir, welche Nebenwirkung diese Medikamente haben."

Gottschalk hatte bei der Preisverleihung Mitte November verwirrt und überfordert gewirkt. "Er war in Schockstarre. Er hatte einen Blackout. Als er das sagte, war es nicht gelogen", schilderte seine Frau nun den Auftritt. "Ich war nicht darauf vorbereitet, dass mir jemals so etwas passieren könnte", sagte Gottschalk selbst. "Mit diesen Tabletten fühle ich mich, als würde ich mit meinem Kopf in einer Waschmaschine stecken. Ich kannte mich so selbst nicht. Inzwischen weiß ich, das sind die Schmerzmittel."

Die Romy-Verleihung am vergangenen Freitag habe er trotzdem nicht abgesagt. "Dann wäre noch mehr Häme über mich hereingebrochen", sagte der ehemalige "Wetten, dass..?"-Moderator. "Außerdem bin ich alte Schule und erfülle meine Verpflichtungen. Ich hatte überlegt, die Medikamente vor dem Auftritt wegzulassen. Aber das haben mir die Ärzte verboten."

Bei der Verleihung der österreichischen Film- und Fernsehpreise habe er jetzt aber gemerkt: "Es hat keinen Sinn. Ich kann nicht mehr auftreten. Ich muss gesund werden."

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Hausärzteverband warnt Koalition vor Abschaffung der telefonischen Krankschreibung

In der Debatte um die Höhe des Krankenstandes in Deutschland haben die Hausärzte die Bundesregierung vor einer Abschaffung der telefonischen Krankschreibung gewarnt. "Alle bisherigen Auswertungen der Krankenkassen bestätigen, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu einem höheren Missbrauch bei Krankschreibungen führt", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). "Wer die telefonische Krankschreibung abschafft, der trägt die Verantwortung dafür, dass sich in Zukunft wieder unzählige Patientinnen und Patienten ohne Not in die Praxen schleppen müssen", mahnte der Mediziner.

"Hoch unanständig": DGB-Chefin kritisiert Debatte um Krankmeldungen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat scharfe Kritik an der Debatte um den möglichen Missbrauch telefonischer Krankschreibungen geübt. Es sei "hoch unanständig, in welchem Ausmaß krank gemeldete Beschäftigte unter Generalverdacht gestellt werden, als wären sie Drückeberger und Faulenzer", sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi am Dienstag in Berlin.

Supreme Court lässt Berufung von Bayer gegen Roundup-Krebs-Urteil zu

Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine Berufungsklage des deutschen Chemie-Riesen Bayer gegen ein Urteil gegen sein umstrittenes Pflanzenschutzmittel Roundup zugelassen. Wie der Supreme Court in Washington am Freitag mitteilte, will er sich mit der Verurteilung von Bayer zu einer Strafzahlung in Höhe von 1,25 Millionen Dollar (1,08 Millionen Euro) an einen Mann im Bundesstaat Missouri befassen, der seine Blutkrebserkrankung auf seine Verwendung von Roundup zurückgeführt hatte.

Apotheken-Präsident drängt Risikogruppen zur Grippeimpfung und warnt vor Engpass

Apotheken-Präsident Thomas Preis hat angesichts der bereits angerollten Grippewelle zur Impfung gegen Influenza aufgerufen. Diese Infektionen dürften nicht unterschätzt werden, und es gebe in der aktuellen Grippesaison bereits 225 Todesfälle, sagte er der "Rheinischen Post" vom Freitag. Fast alle Verstorbenen, nämlich 95 Prozent, waren 60 Jahre oder älter, sagte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Textgröße ändern: