English Woman's Journal - Krötenschlecken: Experte warnt vor Halloween vor Rauschexperimenten

Krötenschlecken: Experte warnt vor Halloween vor Rauschexperimenten


Krötenschlecken: Experte warnt vor Halloween vor Rauschexperimenten
Krötenschlecken: Experte warnt vor Halloween vor Rauschexperimenten / Foto: LUIS ROBAYO - AFP/Archiv

Für ein Rauscherlebnis Krötengift lecken - Experten halten das für keine gute Idee. Krötenschleim enthält Toxine, die auf das Herz wirken, vergleichbar etwa mit den bekannten Digitalisgiften des Fingerhuts, wie der Pharmakologe und Toxikologe Holger Barth von der Universität Ulm am Dienstag mit Blick auf Halloween erklärte. Barth sprach von einem "seltsamen und durchaus gefährlichen Trend", der von Australien über die USA nun auch nach Europa komme.

Textgröße ändern:

Wie einige Amphibien, beispielsweise der Feuersalamander, stellen Kröten Giftstoffe her, die aus Drüsen auf ihre Haut ausgeschieden werden. Sie wirken gegen Fressfeinde, verhindern aber auch die Besiedelung durch Bakterien oder Pilze.

In den USA oder Australien wird der etwa durch die Colorado- oder die Agakröte produzierte Schleim demnach verwendet, um sich in einen Rauschzustand zu versetzen, der einem LSD-Trip ähneln soll. Die Giftstoffe werden von Konsumenten laut Barth durch Lecken, einen aus Krötenhaut gekochten Sud oder Rauchen aufgenommen. Auch in Deutschland werde inzwischen das Sekret konsumiert, und die Kröten würden sogar legal gehandelt, weil Handel und "Konsum" dieser Tiere nicht über das Betäubungsmittelgesetz reguliert seien.

Etwa 30 Minuten nach dem Abschlecken der Kröte können Symptome wie Euphorie, Enthemmung, Wahrnehmung von Farben und Lichteffekten, aber auch Verwirrung, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen einsetzen. Je nach Konzentration kann es laut Barth zu Vergiftungen mit lebensbedrohlichen Komplikationen wie starkem Blutdruckanstieg und Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand kommen.

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

Bericht: Warken plant Einschnitte bei Pflege - Ministerin sieht System in Schieflage

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwägt im Rahmen der angekündigten Pflegereform deutlich höhere Belastungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Das sehen nach Informationen der RND-Zeitungen aus Koalitionskreisen erste Entwürfe für die Reform vor, mit der die Milliarden-Löcher in der Pflegeversicherung gestopft werden sollen. Danach ist vorgesehen, dass die gestaffelten Zuschüsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen als bisher.

Bericht: Warken plant bei Pflegereform deutliche Mehrbelastung für Heimbewohner

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant im Rahmen der angekündigten Pflegereform deutlich höhere Belastungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Das sehen nach Informationen der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben) aus Koalitionskreisen erste Entwürfe für die Reform vor, mit der die Milliarden-Löcher in der Pflegeversicherung gestopft werden sollen. Danach ist vorgesehen, dass die gestaffelten Zuschüsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen als bisher.

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge, sondern auch die Augen. Bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr seien auf das Rauchen zurückzuführen, erklärte die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am Montag in München. Studien zufolge erhöhe Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration, Grünen Star und Gefäßverschlüsse zudem teilweise um das Zwei- bis Vierfache.

Polizei sucht noch ein Glas mit vergifteter Hipp-Babykost

Im Fall der mutmaßlichen versuchten Erpressung des Babynahrungsherstellers Hipp durch Rattengift in Babynahrung sucht die Polizei noch nach einem mutmaßlich manipulierten Glas. Es seien in Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser festgestellt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Montag in Ingolstadt mit. Ein Glas könne "in Österreich mutmaßlich noch im Umlauf sein".

Textgröße ändern: