English Woman's Journal - Nach Trump-Ankündigung: Coca-Cola stellt nicht komplett auf Rohrzucker um

Nach Trump-Ankündigung: Coca-Cola stellt nicht komplett auf Rohrzucker um


Nach Trump-Ankündigung: Coca-Cola stellt nicht komplett auf Rohrzucker um
Nach Trump-Ankündigung: Coca-Cola stellt nicht komplett auf Rohrzucker um / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - AFP/Archiv

Coca-Cola will in den USA künftig ein Getränk mit Rohrzucker statt mit Maissirup anbieten. Eine vollständige Umstellung auf Rohrzucker, wie von US-Präsident Donald Trump nahegelegt, ist nach Angaben des Konzerns vom Dienstag allerdings nicht geplant. Stattdessen sei die Rohrzucker-Cola eine "Ergänzung".

Textgröße ändern:

Der Getränkekonzern erklärte, er wolle "diesen Herbst in den Vereinigten Staaten ein Angebot mit US-Rohrzucker auf den Markt bringen, um die Coca-Cola-Markenproduktpalette zu erweitern". Damit solle es "mehr Auswahlmöglichkeiten für verschiedene Anlässe und Vorlieben" geben.

Trump hatte vergangenen Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social geschrieben, er habe "mit Coca-Cola über die Verwendung von echtem Rohrzucker in Cola in den Vereinigten Staaten gesprochen, und sie haben zugestimmt". Dies sei ein "sehr guter Schritt".

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. dankte dem Präsidenten für seine Initiative. Der Neffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy kritisiert seit langem die Verwendung von Maissirup in Erfrischungsgetränken, da das Süßungsmittel viel Fruktose enthält. Kennedy macht Maissirup für die weit verbreitete Fettleibigkeit sowie Diabetes in den USA verantwortlich. Wissenschaftler halten Rohrzucker allerdings nicht für gesünder.

In den USA ist Maissirup als Süßungsmittel seit den 1970er Jahren weit verbreitet. Grund sind staatliche Subventionen für Maisfarmer und hohe Einfuhrzölle auf Rohrzucker. Der Mittlere Westen der USA, der sogenannte Mais-Gürtel, ist eine Hochburg von Trump-Unterstützern.

Der Verband der Maisraffinerien (CRA) hatte die Ankündigung des Präsidenten deshalb scharf kritisiert. Das Ersetzen von Maissirup durch Rohrzucker würde "Tausende von Arbeitsplätzen in der amerikanischen Lebensmittelherstellung kosten, das Einkommen der Landwirte senken und die Importe von ausländischem Zucker steigern", warnte der CRA-Vorsitzende John Bode. Laut US-Medien würde von einer Umstellung auf Rohrzucker vor allem der US-Bundesstaat Florida profitieren, wo Trump seinen Wohnsitz hat.

Trumps Lieblingsgetränk aus dem Hause Coca-Cola ist zuckerfreie Diät-Cola, die mit Aspartam gesüßt ist. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus hatte der Präsident auf dem Schreibtisch im Oval Office wieder einen Knopf installieren lassen, mit dem er sich jederzeit eine Diet Coke bestellen kann.

L.McKay--EWJ

Empfohlen

Staatliche Gesundheitsleistungen für Beamte werden immer teurer

Die staatlichen Gesundheitsleistungen für Beamtinnen und Beamte in Form der sogenannten Beihilfe werden laut einer aktuellen Analyse immer teurer. 2024 betrugen die Kosten allein für den Bund 6,6 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" am Donnerstag unter Berufung auf ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages berichtete. Dies waren demnach 14,8 Prozent mehr als im Jahr 2022.

Barmer-Umfrage: Nur knapp die Hälfte der über 14-Jährigen gegen HPV geimpft

Nur knapp die Hälfte der 14- bis 17-Jährigen in Deutschland ist gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft. Das geht aus einer Umfrage der Krankenkasse Barmer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. Demnach haben 48 Prozent zumindest die Erstimpfung gegen HPV erhalten, das Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs ist.

Kasse muss nach Magenverkleinerung nicht automatisch für Hautstraffung zahlen

Die Kostenübernahme für eine Magenverkleinerung führt nicht automatisch dazu, dass die Krankenkasse später auch die Kosten für eine Straffung der Bauchdecke oder der Brust übernehmen muss. Das muss sie nur im Einzelfall aus medizinischen Gründen, wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschied. (Az.: B 1 KR 15/24 B)

Krebs oder Diabetes: Rund ein Drittel meidet Informationen zu Krankheiten

Rund ein Drittel der Menschen geht Informationen zu schweren Krankheiten wie Krebs und Diabetes aus dem Weg. Das zeigt eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Analyse des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Dazu gehört beispielsweise, Arztbesuche hinauszuzögern oder gar nicht erst wahrzunehmen, medizinische Tests zu meiden oder die Ergebnisse zu ignorieren und Aufklärungsmaterialien links liegen zu lassen.

Textgröße ändern: