English Woman's Journal - Grüne fordern von Ministerin Warken mehr Tempo bei elektronischer Patientenakte

Grüne fordern von Ministerin Warken mehr Tempo bei elektronischer Patientenakte


Grüne fordern von Ministerin Warken mehr Tempo bei elektronischer Patientenakte
Grüne fordern von Ministerin Warken mehr Tempo bei elektronischer Patientenakte / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

Angesichts der schleppenden Einführung der elektronischen Patientenakte warnen die Grünen vor einem Scheitern des Digitalisierungsprojekts und fordern von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ein rasches Eingreifen. "Jährlich verlieren wir eine große Anzahl an Menschenleben durch den niedrigen Digitalisierungsgrad unseres Gesundheitssystems", sagte der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der "Augsburger Allgemeinen" (Montagausgabe). Die CDU-Ministerin müsse das Projekt "ePA" als Chefsache mit viel mehr Tempo vorantreiben.

Textgröße ändern:

Die elektronische Patientenakte sei ein Versprechen "auf bessere Versorgung, mehr Sicherheit und ein Ende der Zettelwirtschaft", sagte der Grünen-Politiker. Doch diese Hoffnung drohe enttäuscht zu werden, wenn die Einführung unter Warken nun ins Stocken gerate.

Dahmen kritisierte, dass nach Angaben der großen Krankenkassen AOK, Techniker und Barmer nach Start des Angebots im April bislang offenbar weniger als drei Prozent der 70 Millionen angelegten elektronischen Patientenakten in der Praxis genutzt würden. Die geringe Nutzung der Akten liege nicht an Ablehnung, "sondern weil die relevanten Inhalte fehlen", betonte der Gesundheitspolitiker. "Die versprochenen Anwendungen wie Laborwerte, Arztbriefe oder Impfpass müssen endlich kommen - sonst bleibt die ePA ein leeres Versprechen."

Auch beim Schutz sensibler Daten müsse das Bundesgesundheitsministerium rasch für Nachbesserungen sorgen. "Versicherte müssen steuern können, wer was sieht", forderte Dahmen. "Und in Praxen und Kliniken muss glasklar geregelt sein: Zugriff nur für direkt Beteiligte - jeder Zugriff muss dokumentiert sein." Die Ampel-Koalition habe mit dem Gesetz in der vergangenen Legislaturperiode alle nötigen Voraussetzungen für eine sichere und patientenfreundliche Nutzung geschaffen. "Jetzt liegt es an der neuen Ministerin, dieses Versprechen mit konsequenter Umsetzung nun auch endlich einzulösen."

K.Marshall--EWJ

Empfohlen

"Routinemäßiger Eingriff": Wirtschaftsministerin Reiche wird in Sommerpause operiert

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nutzt die parlamentarische Sommerpause für mindestens eine Operation. "Ministerin Reiche wird sich in der Sommerpause mindestens einem medizinischen routinemäßigen Eingriff unterziehen", teilte ihre Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Eigentlich sei der Eingriff bereits für die Osterzeit geplant gewesen, die Ministerin habe sie jedoch "wegen der intensiven Regierungsarbeit verschoben". Einzelheiten zu dem geplanten Eingiff nannte die Sprecherin nicht.

Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten

Die spanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für ein Rauchverbot in öffentlichen Außenbereichen wie Café- und Restaurantterrassen, Parks und Stränden beschlossen. Ziel des Gesetzes sei es, das bereits geltende Rauchverbot für Innenräumen auszuweiten, "um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken", sagte Gesundheitsministerin Mónica García nach der Billigung des Entwurfs durch das Kabinett am Dienstag vor Journalisten.

Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2024 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Verweis auf erstmalige entsprechende Berechnungen mit. Nominal - also in jeweiligen Preisen - waren sie im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent gestiegen. Insgesamt hatten die Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 bei 538,2 Milliarden Euro gelegen.

TV-Legende Thomas Gottschalk ist "momentan krebsfrei"

Fernsehlegende Thomas Gottschalk ist nach eigenen Angaben "momentan krebsfrei". Dies hätten ihm die Ärzte mitgeteilt, sagte der 76-Jährige der "Bild"-Zeitung. Die jüngste Untersuchung habe ergeben, dass er keinerlei Krebszellen mehr im Körper habe, sagte Gottschalk. "Das ist eine gute Nachricht, und ich bin natürlich entsprechend froh, dass ich diese Auskunft geben kann."

Textgröße ändern: