English Woman's Journal - Neues Online-Angebot informiert zu Long Covid

Neues Online-Angebot informiert zu Long Covid


Neues Online-Angebot informiert zu Long Covid
Neues Online-Angebot informiert zu Long Covid / Foto: Justin TALLIS - AFP/Archiv

Über Long Covid, also die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion, können sich Betroffene jetzt über ein neues Online-Angebot informieren. Das Informationsportal www.longcovid-info.de wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium erstellt. Hier finden Betroffene und Angehörige, Arbeitnehmende und Arbeitgebende sowie alle Interessierten "verlässliche Informationen rund um die Langzeitfolgen einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2", wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Noch Wochen und Monate nach einer Corona-Erkrankung könnten gesundheitliche Langzeitfolgen bestehen. Welche Symptome bei Long Covid auftreten, wer betroffen sein kann und wie sich Spätfolgen vermeiden lassen - zu diesen und anderen Fragen gebe das neue Portal Antworten.

"Patientinnen und Patienten brauchen wissenschaftlich fundierte Auskünfte", erklärte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Gerade bei neuen Krankheitsbildern seien die Verunsicherung und der Informationsbedarf enorm. "Die Pandemie ist noch nicht vorüber, und die Zahl der Long-Covid-Betroffenen steigt", mahnte Lauterbach. "Politik und Wissenschaft müssen Hand in Hand arbeiten, damit eine bestmögliche Versorgung sichergestellt ist." Das werde mit dem neuen Informationsangebot "in verständlich aufbereiteter Form" getan.

Der Kommissarische Direktor der BZgA, Martin Dietrich, erklärte, bei Long Covid handele es sich um ein neuartiges Krankheitsbild, zu dem es erst wenig gesichertes Wissen gebe. "Für Betroffene und Angehörige ist es oft schwer, passende Informationen und Unterstützungsangebote zu finden." Das neue Onlineangebot sei "Informationsquelle und Wegweiser zu Hilfs- und Beratungsangeboten zugleich". Zudem solle es die öffentliche Aufmerksamkeit für Long Covid erhöhen, damit Betroffene schneller geeignete Hilfe finden.

Häufige Beschwerden von Long Covid sind starke Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Kurzatmigkeit. Auch Menschen mit einem ursprünglich leichten Verlauf einer Corona-Infektion können davon betroffen sein.

Die Website bietet den Angaben zufolge neben Antworten auf gängige Fragen auch auf Unterstützungsmöglichkeiten und Empfehlungen für den Alltag, außerdem Informationen zum Thema "Long Covid am Arbeitsplatz".

R.Wilson--EWJ

Empfohlen

Krankenkassenverbände: Angebot qualitätsgeprüfter Präventionskurse wächst

Das Angebot qualitätsgeprüfter Präventionskurse der Krankenkassen ist gewachsen. 2025 wurden von der Zentralen Prüfstelle Prävention rund 4500 mehr Kursangebote zertifiziert als im Vorjahr, wie die Verbände der Krankenkassen am Mittwoch mitteilten. Insgesamt wurden in dem Jahr 45.000 Präventionsangebote und rund 6000 neue Kursleitungen zertifiziert.

Krankenkasse: Ein Drittel von Beschäftigten kann nicht von Arbeit abschalten

Einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge kann ein Drittel der Beschäftigten nicht von der Arbeit abschalten. 42 Prozent fühlen sich oft abgearbeitet und verbraucht, wie die TK in ihrem am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten sogenannten Stressreport mitteilte. Rund ein Viertel schafft es auch im Urlaub nicht, richtig abzuschalten. Bei 29 Prozent leide das Sozialleben - Familie und Freunde kämen zu kurz.

Hausärzteverband warnt Koalition vor Abschaffung der telefonischen Krankschreibung

In der Debatte um die Höhe des Krankenstandes in Deutschland haben die Hausärzte die Bundesregierung vor einer Abschaffung der telefonischen Krankschreibung gewarnt. "Alle bisherigen Auswertungen der Krankenkassen bestätigen, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu einem höheren Missbrauch bei Krankschreibungen führt", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). "Wer die telefonische Krankschreibung abschafft, der trägt die Verantwortung dafür, dass sich in Zukunft wieder unzählige Patientinnen und Patienten ohne Not in die Praxen schleppen müssen", mahnte der Mediziner.

"Hoch unanständig": DGB-Chefin kritisiert Debatte um Krankmeldungen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat scharfe Kritik an der Debatte um den möglichen Missbrauch telefonischer Krankschreibungen geübt. Es sei "hoch unanständig, in welchem Ausmaß krank gemeldete Beschäftigte unter Generalverdacht gestellt werden, als wären sie Drückeberger und Faulenzer", sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: