English Woman's Journal - Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren: Darmspiegelung nun auch für Frauen unter 55

Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren: Darmspiegelung nun auch für Frauen unter 55


Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren: Darmspiegelung nun auch für Frauen unter 55
Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren: Darmspiegelung nun auch für Frauen unter 55 / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

Die Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren wird für Männer und Frauen künftig angeglichen. Auch Frauen unter 55 Jahren haben künftig Anspruch auf eine Darmspiegelung, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenhäusern und Kassen am Donnerstag in Berlin beschloss.

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Derzeit gibt es zwei Untersuchungen zur Darmkrebsfrüherkennung - die Darmspiegelung, die sogenannte Koloskopie, und den Test auf nicht sichtbares, sogenanntes okkultes Blut im Stuhl. Mit der Darmspiegelung können bereits Krebsvorstufen früh entdeckt und direkt entfernt werden, bevor sie sich zu bösartigen Tumoren weiterentwickeln können.

Künftig können Frauen wie derzeit schon Männer ab 50 Jahren zweimal eine Darmspiegelung im Abstand von zehn Jahren vornehmen lassen. Alternativ ist alle zwei Jahre ein Stuhltest möglich. Die Regelung tritt frühestens zum 1. April in Kraft, sobald das Bundesgesundheitsministerium zustimmte.

Bisher ist die Darmkrebsvorsorge für Frauen und Männer unterschiedlich geregelt. Für Frauen von 50 bis 54 Jahren ist bislang ein jährlicher Test auf okkultes Blut im Stuhl möglich, während gleichaltrige Männer zusätzlich die Wahl haben zwischen einer Darmspiegelung alle zehn Jahre. Erst ab 55 Jahren können alle gleichermaßen zwischen einem Stuhltest alle zwei Jahre und maximal zwei Früherkennungsdarmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren entscheiden.

Die unterschiedliche Vorsorge wurde bislang damit begründet, dass Männer ein höheres Darmkrebsrisiko ab 50 Jahren haben als Frauen. Die neue Regelung soll nun auch die Vorsorge in der Praxis vereinfachen. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 24.000 Frauen und 30.000 Männer erstmals an Darmkrebs. Damit ist Darmkrebs bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Tumorerkrankung.

K.McMillan--EWJ

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