English Woman's Journal - Johnson & Johnson verweigert Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff

Johnson & Johnson verweigert Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff


Johnson & Johnson verweigert Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff
Johnson & Johnson verweigert Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff / Foto: Frederic J. BROWN - AFP/Archiv

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat bei der Veröffentlichung seiner Bilanz für das erste Quartal keine Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff abgegeben. "Angesichts des weltweiten Überangebots und unsicherer Nachfrage setzt das Unternehmen die Verkaufsprognosen für den Impfstoff aus", erklärte Johnson & Johnson am Dienstag. Die Nachfrage nach dem Vakzin lag zuletzt deutlich unter der Nachfrage nach den Impfstoffen der Hersteller Pfizer und Biontech sowie Moderna.

Textgröße ändern:

Im letzten Quartal 2021 hatte Johnson & Johnson noch angegeben, das Unternehmen erwarte einen Umsatz von drei bis 3,5 Milliarden Dollar (bis zu 3,24 Milliarden Euro) 2022 mit dem Impfstoff. Zum Vergleich: Pfizer und sein Partner Biontech aus Mainz rechnen mit 32 Milliarden Dollar Umsatz, Moderna erwartet 21 Milliarden Dollar.

Ein von der US-Regierung eingesetztes Gremium medizinischer Experten war erst am vergangenen Donnerstag zu dem Schluss gekommen, dass die Impfstoffe von Pfizer und Moderna dem von Johnson & Johnson vorzuziehen seien. Auf das Vakzin war zu Beginn der Pandemie große Hoffnung gesetzt worden, weil es sich auch in normalen Kühlschränken lagern lässt und gegen frühe Varianten des Virus eine hohe Effizienz zeigte.

Im April 2021 wurde das Vakzin von US-Behörden allerdings mit Hirnvenenthrombosen insbesondere bei Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren in Verbindung gebracht. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission den Impfstoff deshalb für Menschen im Alter ab 60 Jahren. Auch für jüngere Menschen ist das Vakzin jedoch nach entsprechender ärztlicher Beratung zugelassen.

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Krankenkassenverbände: Angebot qualitätsgeprüfter Präventionskurse wächst

Das Angebot qualitätsgeprüfter Präventionskurse der Krankenkassen ist gewachsen. 2025 wurden von der Zentralen Prüfstelle Prävention rund 4500 mehr Kursangebote zertifiziert als im Vorjahr, wie die Verbände der Krankenkassen am Mittwoch mitteilten. Insgesamt wurden in dem Jahr 45.000 Präventionsangebote und rund 6000 neue Kursleitungen zertifiziert.

Krankenkasse: Ein Drittel von Beschäftigten kann nicht von Arbeit abschalten

Einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge kann ein Drittel der Beschäftigten nicht von der Arbeit abschalten. 42 Prozent fühlen sich oft abgearbeitet und verbraucht, wie die TK in ihrem am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten sogenannten Stressreport mitteilte. Rund ein Viertel schafft es auch im Urlaub nicht, richtig abzuschalten. Bei 29 Prozent leide das Sozialleben - Familie und Freunde kämen zu kurz.

Hausärzteverband warnt Koalition vor Abschaffung der telefonischen Krankschreibung

In der Debatte um die Höhe des Krankenstandes in Deutschland haben die Hausärzte die Bundesregierung vor einer Abschaffung der telefonischen Krankschreibung gewarnt. "Alle bisherigen Auswertungen der Krankenkassen bestätigen, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu einem höheren Missbrauch bei Krankschreibungen führt", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). "Wer die telefonische Krankschreibung abschafft, der trägt die Verantwortung dafür, dass sich in Zukunft wieder unzählige Patientinnen und Patienten ohne Not in die Praxen schleppen müssen", mahnte der Mediziner.

"Hoch unanständig": DGB-Chefin kritisiert Debatte um Krankmeldungen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat scharfe Kritik an der Debatte um den möglichen Missbrauch telefonischer Krankschreibungen geübt. Es sei "hoch unanständig, in welchem Ausmaß krank gemeldete Beschäftigte unter Generalverdacht gestellt werden, als wären sie Drückeberger und Faulenzer", sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: