English Woman's Journal - Studie: Jeder Dritte bewegt sich zu wenig

Studie: Jeder Dritte bewegt sich zu wenig


Studie: Jeder Dritte bewegt sich zu wenig
Studie: Jeder Dritte bewegt sich zu wenig / Foto: STEFANIE LOOS - AFP/Archiv

Rund ein Drittel der Deutschen bewegt sich zu wenig. In der am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten Bewegungsstudie der Techniker Krankenkasse (TK) geben 30 Prozent der Befragten an, weniger als eine halbe Stunde am Tag aktiv auf den Beinen zu sein. Die Corona-Pandemie hat ihr Übriges dazu beigetragen: 26 Prozent der Befragten bewegen sich wegen Corona weniger als in der Vor-Pandemie-Zeit.

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Als Bewegungskiller entpuppt sich vor allem das Homeoffice. 46 Prozent arbeiteten in den vergangenen beiden Jahren zumindest zeitweise von zu Hause aus - und mehr als die Hälfte davon bewegt sich im Homeoffice weniger als am normalen Arbeitsplatz (56 Prozent).

Auch beim Sport ist laut Studie noch Luft nach oben. 45 Prozent der Befragten machen selten oder gar keinen Sport. 35 Prozent sind nach eigenen Angaben familiär dermaßen eingespannt, dass sie nicht zum Sport kommen. 2016 waren das nur 25 Prozent, was die TK ebenfalls als Corona-Effekt wertet - zum Beispiel durch die geschlossenen Kitas und Schulen während der Lockdowns.

Knapp mehr als die Hälfte (52 Prozent) schafften es trotz der widrigen Pandemie-Umstände, regelmäßig Sport zu treiben. Als während der Lockdowns Fitnessstudios schlossen und das Vereinstraining ausfiel, wich jeder Fünfte auf digitale Sportangebote wie Youtube-Videos oder Online-Sportkurse aus.

Die Studie verzeichnet außerdem einen deutlichen Anstieg bei der Nutzung von Smartwatches, Fitnessarmbändern und Apps. Während 2016 nur 14 Prozent angaben, dass sie mit digitaler Unterstützung trainieren, sind es 2022 bereits mehr als doppelt so viele (29 Prozent).

Die mit Abstand beliebteste Sportart in Deutschland ist der Studie zufolge Fahrrad fahren (46 Prozent), gefolgt von Joggen (26 Prozent) sowie Wandern und Nordic Walking (25 Prozent). Yoga hat im Vergleich zur Vorgängerstudie mit neun Prozent deutlich zugelegt und ist damit beliebter als Fußball (sechs Prozent).

Von denen, die wöchentlich mehr als drei Stunden Sport treiben, schätzen 70 Prozent ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein. Nur elf Prozent stufen ihre Gesundheit als weniger gut oder schlecht ein. Bei den Nichtsportlern ist das sogar fast ein Viertel der Befragten (23 Prozent). Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte vom 4. bis 20. Mai 2022 im Auftrag der TK bundesweit 1706 Menschen ab 18 Jahren.

B.Jamieson--EWJ

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