English Woman's Journal - Lage bei Waldbränden in Nordrhein-Westfalen entspannt sich

Lage bei Waldbränden in Nordrhein-Westfalen entspannt sich


Lage bei Waldbränden in Nordrhein-Westfalen entspannt sich
Lage bei Waldbränden in Nordrhein-Westfalen entspannt sich / Foto: Dimitri KORCZAK - AFP/Archiv

Die Lage bei den großen Waldbränden in der Eifel und an der belgischen Grenze hat sich am Sonntag teilweise beruhigt. Eine Sprecherin der Stadt Monschau in Nordrhein-Westfalen sprach am Nachmittag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer "vorsichtigen" Entspannung. Belgiens Innenminister Bernard Quintin teilte mit, dass die Flammen im Naturschutzgebiet Hohes Venn in anderthalb Kilometern Entfernung zu Monschau "unter Kontrolle" seien.

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Die nordrhein-westfälische Stadt riet Bewohnerinnen und Bewohnern aber weiter dazu, die grenznahen Bereiche wegen des entstandenen Rauchs zu meiden. Sie erwartete am Sonntagnachmittag nicht, dass sich das Feuer auf deutsches Gebiet ausdehne. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren den Angaben nach in Bereitschaft.

Das Feuer im Hohen Venn war am Freitag ausgebrochen. Seitdem breitete sich die verbrannte Fläche rasant auf fast 3000 Hektar aus. Es ist der größte Waldbrand in der jüngeren belgischen Geschichte. Helfer aus Deutschland rückten aus, um den belgischen Einsatzkräften zu Hilfe zu kommen. Aus den benachbarten Niederlanden und aus Schweden wurden Hubschrauber beziehungsweise Löschflugzeuge geschickt.

Vom Möhnesee bei Soest in Nordrhein-Westfalen kamen gute Nachrichten. Nach drei Tagen Löscharbeiten meldete die Feuerwehr am Sonntagnachmittag "Feuer aus".

Entwarnung gab es auch im großen Waldbrandgebiet in der Eifel bei Hürtgenwald. "Die Löscharbeiten laufen noch, doch die Lage entspannt sich weiter", erklärte der Kreis Düren am Sonntag. Nach der Evakuierung des Ortsteils Gey konnten die rund 1800 betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Am Sonntag waren noch etwa 900 Einsatzkräfte vor Ort, die vor allem die Glutnester eindämmen sollten. Es gibt dem Kreis zufolge keine offenen Flammen mehr. Das gesamte Gebiet sei von einer drei Meter breiten Schneise umgeben, so dass sich Flammen nicht weiter ausbreiten könnten.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) machten sich am Samstag ein Bild von der Lage und dankten den Einsatzkräften. "Wir stärken die Zusammenarbeit von Feuerwehren und Forst und bauen unsere Fähigkeiten zur Waldbrandbekämpfung weiter aus", erklärte Wüst. Genauso wichtig sei es, "unser Land widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen", fügte er hinzu.

Der Brand bei Hürtgenwald war der bislang größte und folgenschwerste Waldbrand des Sommers in Deutschland. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände.

In mehreren Regionen Deutschlands war die Feuerwehr am Wochenende im Einsatz, um Brände zu löschen. So berichtete die Thüringer Polizei in Gotha von zwei Flächenbränden am Samstag, die aber schnell gelöscht wurden. In Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen brannten 500 Heuballen. Der Brand hielt zehn Ortsfeuerwehren 15 Stunden lang in Atem, wie die Freiwillige Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck mitteilte.

Das rheinland-pfälzische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz berichtete von mehr als 560 Brandeinsätzen unterschiedlicher Größe am Freitag und Samstag. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe teilte mit, dass es wegen Waldbränden in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Belgien in Teilen von Rheinland-Pfalz zu Rauch- und Brandgeruch kommen könne. Es bestehe keine Gefahr - Fenster und Türen sollten geschlossen und Lüftungen und Klimaanlagen abgeschaltet werden. Das Bundesamt riet dazu, sich weiter über die Lage zu informieren.

Auch in den bayerischen Landkreisen Miltenberg und Aschaffenburg sowie der Stadt Aschaffenburg kam es demnach zu deutlichem Brandgeruch durch mehrere Waldbrände, die teils weiter entfernt seien.

L.Scott--EWJ

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