English Woman's Journal - Waldbrand in Kolumbien bedroht bei Touristen beliebte Andenstadt Villa de Leyva

Waldbrand in Kolumbien bedroht bei Touristen beliebte Andenstadt Villa de Leyva


Waldbrand in Kolumbien bedroht bei Touristen beliebte Andenstadt Villa de Leyva
Waldbrand in Kolumbien bedroht bei Touristen beliebte Andenstadt Villa de Leyva / Foto: Handout - Boyaca Fire Department press office/AFP

In Kolumbien ist nahe einer bei Touristen beliebten Stadt in den Anden ein großer Waldbrand ausgebrochen. Die Flammen rückten nach Behördenangaben bis Montag gefährlich nah an die Kleinstadt Villa de Leyva im Zentrum des südamerikanischen Landes heran. Mehr als 200 Hektar Wald brannten inzwischen ab, ein Hotel musste evakuiert werden.

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Die Andenstadt Villa de Leyva ist für ihre Kolonialarchitektur und malerischen Kopfsteinpflaster-Gassen bekannt. Sie zieht jährlich mehr als eine Million Besucher aus aller Welt an.

Das Feuer war den Behörden zufolge am Samstag in einem nahegelegenen Wald ausgebrochen, am Sonntag waren die Flammen schon vom zentralen Platz der Stadt aus zu sehen. Bis Montag habe das Feuer ein Gebiet von mehr als 200 Hektar erfasst, sagte der Behördenvertreter José Castro, der die Evakuierung des Hotels an einem Berghang beaufsichtigt hatte. Die Hotelmanagerin Eliana Suárez berichtete, das Personal habe 20 Gäste vor den heranrückenden Flammen in Sicherheit gebracht.

Rund 250 Feuerwehrleute und Einwohner kämpften gegen die Flammen. Freiwillige Helfer versuchten, die Ausbreitung der Flammen durch das Abholzen mit Macheten einzudämmen. Auch mehrere Militärhubschrauber waren im Einsatz - unter anderem, um Löschwasser auf brennende Eukalyptusbäume abzuwerfen. Unterstützt wurde die örtliche Feuerwehr von Einsatzkräften aus der Hauptstadt Bogotá.

Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella sagte der Stadt weitere staatliche Unterstützung zu. "Villa de Leyva ist nicht allein", schrieb er im Onlinedienst X. "Wir werden Ressourcen des Staates mobilisieren, um dieses Feuer zu bekämpfen und um die Bevölkerung, unser kulturelles Erbe und unsere Naturschätze zu schützen." Umweltminister Fabio Arjona erklärte auf X, das Feuer sei möglicherweise vorsätzlich gelegt worden.

Die Stadtverwaltung von Villa de Leyva rief den Katastrophenfall aus, alle Schulen blieben am Montag geschlossen. Bürgermeister Nicolás Méndez hatte am Sonntagabend im Sender Caracol TV gesagt, es gebe noch "viele aktive Brandherde". Die Stadt habe nicht die erforderlichen Ressourcen, um den Brand zu löschen, und sei dringend auf Unterstützung angewiesen.

Waldbrände sind in der Andenregion nahe des Äquators während der Trockenzeit keine Seltenheit. In diesem Jahr wird die derzeit in Kolumbien herrschende Trockenheit durch das Klimaphänomen El Niño verstärkt. Nach offiziellen Angaben gibt es in Kolumbien derzeit etwa 18 aktive Waldbrände.

Ch.Thomson--EWJ

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