English Woman's Journal - Mindestens 18 Tote bei schwerem Erdbeben in Kolumbien

Mindestens 18 Tote bei schwerem Erdbeben in Kolumbien


Mindestens 18 Tote bei schwerem Erdbeben in Kolumbien
Mindestens 18 Tote bei schwerem Erdbeben in Kolumbien / Foto: Joaquin SARMIENTO - AFP

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien und benachbarte lateinamerikanische Länder erschüttert und zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Allein in der westkolumbianischen Stadt Pereira kamen am Montag nach Behördenangaben mindestens 18 Menschen ums Leben. Das Epizentrum des Bebens lag im Nordwesten Kolumbiens, Berichte über Schäden und Verletzte gab es aber auch aus anderen Landesteilen.

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Die Situation in Pereira sei "kritisch", sagte Bürgermeister Mauricio Salazar dem Radiosender Caracol. Präsident Abelardo de la Espriella kündigte an, in die Stadt reisen zu wollen, um sich vor Ort ein Bild der Schäden zu machen. Außerdem wolle er den Betroffenen "beistehen", erklärte de la Espriella, der erst am Freitag sein Amt angetreten hatte, im Onlinedienst X.

Die Gouverneurin der Region Chocó, Nubia Carolina Córdoba-Curi erklärte bei X, in der Regionalhauptstadt Quibdó habe es "Verletzte und schwere Schäden an Häusern" gegeben.

Der Bürgermeister der Millionenstadt Cali, Alejandro Eder, berichtete von mindestens 20 eingestürzten Häusern, unter deren Trümmern noch Menschen vermutet würden. Das genaue Ausmaß der Schäden würde nun mit Hilfe von Drohnen aus der Luft ermittelt. Er bat die Bürgermeister von Bogotá und Medellín um Unterstützung.

In Bogotá wurden Gebäude evakuiert, die Schäden in der kolumbianischen Hauptstadt beschränkten sich dem Bürgermeister zufolge aber auf Risse in Gebäuden. Viele Menschen liefen in Panik auf die Straßen, als die Alarmsirenen ertönten.

"Es war ein sehr heftiger, extrem heftiger Erdstoß - Gegenstände fielen überall im Haus herunter", berichtete die 66-jährige Martha Estrada aus der für den Kaffeeanbau bekannten Region rund um Pereira der Nachrichtenagentur AFP. Die 29 Jahre alte Valeria Polo in Bogotá erklärte ebenfalls, das Beben sei "sehr, sehr stark" gewesen.

An den kleineren Flughäfen in Pereira, Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura wurde der Flugverkehr nach Angaben der Luftfahrtbehörde "aus Sicherheitsgründen" eingestellt.

Das Beben ereignete sich um 07.34 Uhr (Ortszeit, 14.34 Uhr MESZ). Das kolumbianische Institut für Geowissenschaften und die US-Erdbebenwarte USGS gaben seine Stärke mit 7,4 an. Das Epizentrum lag demnach nahe der Stadt San José del Palmar südlich von Medellín in der Region Chocó.

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge waren die Erdstöße auch in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito sowie in Panama und Venezuela zu spüren. "Wir haben es bemerkt, weil die Lampen hin und her schwankten", sagte die 66 Jahre alte Ana Hernández in der venezolanischen Stadt Maracaibo. Die Behörden in Panama erklärten, mögliche Schäden in der schwer zugänglichen Grenzregion Darién zu prüfen.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte an, Kolumbien "jede erforderliche Unterstützung" zukommen zu lassen. Auch Israel bot seine Hilfe an.

Zuletzt hatten zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 das benachbarte Venezuela erschüttert. Mehr als 6000 Menschen kamen ums Leben.

P.Mitchell--EWJ

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