English Woman's Journal - Venezuela: Mutter von getötetem Dissidenten macht Maduro-Regierung schwere Vorwürfe

Venezuela: Mutter von getötetem Dissidenten macht Maduro-Regierung schwere Vorwürfe


Venezuela: Mutter von getötetem Dissidenten macht Maduro-Regierung schwere Vorwürfe
Venezuela: Mutter von getötetem Dissidenten macht Maduro-Regierung schwere Vorwürfe / Foto: FEDERICO PARRA - AFP/Archiv

Die Mutter eines 2018 in Venezuela bei einem Polizeieinsatz erschossenen Dissidenten hat schwere Vorwürfe gegen die frühere Regierung von Präsident Nicolás Maduro erhoben. "Mein Sohn hatte mehr als 50 Löcher in seinem Körper", sagte Zeila Agostini, die Mutter des damals 33-jährigen Abraham Agostini, am Mittwoch (Ortszeit) dem in Costa Ricas Hauptstadt San José ansässigen Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Textgröße ändern:

Das Gericht beschäftigt sich mit dem Tod von sieben Oppositionellen im Jahr 2018 in Venezuela. Abraham Agostini war damals Teil der Bewegung Movimiento Equilibrio Nacional unter der Führung des Piloten Óscar Alberto Pérez. Dieser war 2017 bekannt geworden, als er einen Sprengsatz von einem Hubschrauber aus auf das Gebäude des Obersten Gerichtshofs warf. Bei dem Angriff hatte es keine Verletzten gegeben.

Peréz und dessen Gefährten wurden im Januar 2018 bei einem Polizeieinsatz im Stadtviertel El Junquito der Hauptstadt Caracas getötet. Die Geschehnissen wurden damals live in Onlinediensten übertragen. Vor Gericht sprach Zeila Agostini nun von einem "Massaker" und sagte: "Den Fotos zufolge waren ihre Körper völlig zerstört".

Bei der Einleitung der Untersuchung zum Tod der Oppositionellen hatte das Gericht von einem "Einsatz tödlicher Gewalt" gesprochen, der mit dem Völkerrecht unvereinbar sei. Die venezolanischen Sicherheitskräfte hätten "außergerichtliche Hinrichtungen" vorgenommen, obwohl die Betroffenen keine Gefahr mehr dargestellt hätten.

Der linksnationalistische Staatschef Maduro war Anfang Januar bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela festgenommen worden und befindet sich seitdem in Haft in New York, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Seitdem leitet die ehemalige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin die Geschicke des südamerikanischen Landes.

S.Smith--EWJ

Empfohlen

"Beleidigte Leberwurst": Scharfe Kritik an Wadephuls Überlegung zu UN-Kürzungen

Mit Überlegungen zu einer Kürzung der deutschen Zahlungen an die Vereinten Nationen ist Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf scharfen Widerspruch gestoßen. Wadephul begründete seinen Vorstoß gegenüber der "Rheinischen Post" mit der Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat: "Es kann nicht sein, dass wir einer der größten Beitragszahler sind und bei manchen Entscheidungen, auch im personellen Bereich, nicht berücksichtigt werden." Grüne und Linke, aber auch der Koalitionspartner SPD übten Kritik. Lob bekam Wadephul von der AfD.

Attacken auf Einsatzkräfte an Silvester: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen

Rund ein halbes Jahr nach Angriffen auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht im nordrhein-westfälischen Dormagen haben Ermittler mehrere Tatverdächtige identifiziert. Es handle sich um fünf Beschuldigte im Alter von 21 bis 29 Jahren, teilte die Polizei in Neuss am Donnerstag mit. Fünf Wohnungen in Dormagen seien durchsucht und Beweismittel wie Datenträger und Kleidung beschlagnahmt worden. Diese würden jetzt ausgewertet.

Hochsommerliche Hitzewelle rollt an: DLRG warnt vor tödlichen Badeunfällen

Angesichts der aktuellen Hitzewelle hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eindringlich vor tödlichen Badeunfällen gewarnt und zu umsichtigem Verhalten bei Schwimmausflügen aufgerufen. Die Ereignisse während der ersten hochsommerlichen Phase zu Pfingsten dürften sich nicht wiederholen, teilte die Wasserrettungsorganisation am Donnerstag in Bad Nenndorf mit. Dabei seien binnen weniger Tage bundesweit mindestens 18 Menschen ertrunken, zwei weitere verunglückte Kinder hätten noch reanimiert werden können.

Tod von Kleinkind in überhitztem Auto - Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Nach dem Tod eines Kleinkinds in einem überhitzten Auto in Baden-Württemberg wird gegen dessen Mutter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Das teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Stuttgart am Donnerstag mit. Das etwa 20 Monate alte Mädchen war nach Polizeiangaben am Mittwoch leblos in einem Auto in der Gemeinde Schorndorf entdeckt worden und trotz sofort eingeleiteten Reanimationsversuchen gestorben.

Textgröße ändern: