English Woman's Journal - Dreieinhalb Jahre Haft wegen Beteiligung an Attacke nach Handgranatenwurf

Dreieinhalb Jahre Haft wegen Beteiligung an Attacke nach Handgranatenwurf


Dreieinhalb Jahre Haft wegen Beteiligung an Attacke nach Handgranatenwurf
Dreieinhalb Jahre Haft wegen Beteiligung an Attacke nach Handgranatenwurf / Foto: SCOTT OLSON - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Das Landgericht Stuttgart hat einen heute 22-Jährigen wegen seiner Beteiligung an einer Auseinandersetzung von Clans auf dem Friedhof im baden-württembergischen Altbach zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er unter anderem wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstagabend mitteilte. Der Fall steht im Zusammenhang mit dem Wurf einer Handgranate auf eine Trauergemeinde auf dem Friedhof im Juni 2023.

Textgröße ändern:

Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 22-Jährige an dem Angriff auf den Mann, der die Handgranate geworfen hatte, beteiligt war. Es war bereits der zweite Prozess in diesem Zusammenhang. Im April 2024 hatte das Landgericht Stuttgart ihn zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Angeklagt waren damals fünf Männer wegen des Angriffs auf den Handgranatenwerfer.

Kontext ist ein seit Jahren andauernder Bandenkrieg im Stuttgarter Raum. Der Werfer der Handgranate wurde im März 2024 zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig. Im Fall des heute 22-Jährigen hob der Bundesgerichtshof das Urteil jedoch auf. Deswegen musste eine andere Jugendkammer des Landgerichts neu entscheiden.

In der Region um die baden-württembergische Landeshauptstadt war vor einigen Jahren ein Konflikt zwischen mutmaßlich in kriminelle Aktivitäten verstrickten Gruppierungen eskaliert. Es kam zu zahlreichen schweren und teils tödlichen Straftaten, darunter etwa Schussabgaben in Bars. Es gab bereits zahlreiche Razzien und Festnahmen, auch mehrere Prozesse liefen bereits.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

Razzia in Bayern: Verdacht auf Steuerbetrug in Millionenhöhe bei Wasserpfeifentabak

Wegen mutmaßlicher Hinterziehung von Tabaksteuer in Millionenhöhe haben Ermittler die Räume eines Unternehmens in Südbayern durchsucht. Drei Tatverdächtige sollen Wasserpfeifentabak aus Dubai importiert und mit Steuerbanderolen für Rauchtabak etikettiert haben, wie das Zollfahndungsamt München am Dienstag in der bayerischen Landeshauptstadt mitteilte. Damit wollten sie offenbar die Zusatzsteuer von 23 Euro pro Kilogramm Wasserpfeifentabak umgehen.

Dauerhafte Unterbringung in Psychiatrie nach Totschlag an Stiefvater in Hessen

Nach der Tötung seines Stiefvaters hat das Landgericht im hessischen Kassel für einen 33-Jährigen die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann wurde mit Urteil vom Montag als schuldunfähig eingestuft, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte.

Cannabisplantage mit rund 1100 Pflanzen in Hessen entdeckt - zwei Festnahmen

In Hessen haben Ermittler in einem Haus eine professionelle Plantage mit rund 1100 Cannabispflanzen entdeckt. Ein 34- und ein 48-Jähriger wurden bei der Durchsuchung des Hauses in Spangenberg festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizei in Homberg am Dienstag mitteilten. Beide kamen vor einen Haftrichter und anschließend in Untersuchungshaft.

38 verletzte Schüler bei Reizgasattacke an Schule in Niedersachsen

Bei einer Reizgasattacke an einer Schule in Niedersachsen sind mindestens 38 Schüler leicht verletzt worden. Unbekannte versprühten das Reizgas am Montagmittag innerhalb eines Schulgebäudes in Brake, wie die Polizei in Delmenhorst am Dienstag mitteilte. Die Betroffenen klagten über Reizungen der Atemwege und Augen und wurden vor Ort medizinisch versorgt. Die Schule wurde vorsorglich vollständig evakuiert.

Textgröße ändern: