English Woman's Journal - 44 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal in Paris: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert

44 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal in Paris: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert


44 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal in Paris: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert
44 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal in Paris: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert / Foto: Jacques DEMARTHON - AFP/Archiv

44 Jahre nach einem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Restaurant in Paris ist der mutmaßliche Drahtzieher von den palästinensischen Behörden an Frankreich ausgeliefert worden. Der Palästinenser Hischam Harb wurde am Donnerstag nach Frankreich geflogen und der französischen Justiz übergeben, wie die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris mitteilte. Harb war im vergangenen September von den palästinensischen Behörden festgenommen worden.

Textgröße ändern:

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte Harbs Auslieferung. "Wir danken den palästinensischen Behörden, die mit ihrer Kooperation ihren Einsatz im Kampf gegen den Terrorismus unter Beweis gestellt haben", erklärte Macron. Der französische Präsident erinnerte zudem an die sechs Todesopfer des Anschlags, der in Frankreich unter dem Namen der Straße des betroffenen Restaurants - Rue des Rosiers - bekannt ist.

Mehrere Angreifer hatten am 9. August 1982 im jüdisch geprägten Pariser Stadtteil Marais eine Granate in ein koscheres Restaurant geworfen. Anschließend stürmten die Männer das Restaurant und schossen um sich. Dabei töteten sie sechs Menschen und verletzten 22 weitere.

Die Ermittlungen zogen sich über mehr als vier Jahrzehnte hin. Die französische Justiz schreibt den Anschlag einer Splittergruppe der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO zu.

Harb zählt zu den sechs Angeklagten, gegen die französische Untersuchungsrichter im vergangenen Juli einen Prozess angeordnet hatten. Der mutmaßliche Haupttäter Abou Zayed ist seit 2020 in Frankreich inhaftiert.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Razzia in Bayern: Verdacht auf Steuerbetrug in Millionenhöhe bei Wasserpfeifentabak

Wegen mutmaßlicher Hinterziehung von Tabaksteuer in Millionenhöhe haben Ermittler die Räume eines Unternehmens in Südbayern durchsucht. Drei Tatverdächtige sollen Wasserpfeifentabak aus Dubai importiert und mit Steuerbanderolen für Rauchtabak etikettiert haben, wie das Zollfahndungsamt München am Dienstag in der bayerischen Landeshauptstadt mitteilte. Damit wollten sie offenbar die Zusatzsteuer von 23 Euro pro Kilogramm Wasserpfeifentabak umgehen.

Dauerhafte Unterbringung in Psychiatrie nach Totschlag an Stiefvater in Hessen

Nach der Tötung seines Stiefvaters hat das Landgericht im hessischen Kassel für einen 33-Jährigen die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann wurde mit Urteil vom Montag als schuldunfähig eingestuft, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte.

Cannabisplantage mit rund 1100 Pflanzen in Hessen entdeckt - zwei Festnahmen

In Hessen haben Ermittler in einem Haus eine professionelle Plantage mit rund 1100 Cannabispflanzen entdeckt. Ein 34- und ein 48-Jähriger wurden bei der Durchsuchung des Hauses in Spangenberg festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizei in Homberg am Dienstag mitteilten. Beide kamen vor einen Haftrichter und anschließend in Untersuchungshaft.

38 verletzte Schüler bei Reizgasattacke an Schule in Niedersachsen

Bei einer Reizgasattacke an einer Schule in Niedersachsen sind mindestens 38 Schüler leicht verletzt worden. Unbekannte versprühten das Reizgas am Montagmittag innerhalb eines Schulgebäudes in Brake, wie die Polizei in Delmenhorst am Dienstag mitteilte. Die Betroffenen klagten über Reizungen der Atemwege und Augen und wurden vor Ort medizinisch versorgt. Die Schule wurde vorsorglich vollständig evakuiert.

Textgröße ändern: