English Woman's Journal - Mutmaßliche Russland-Spione kommen wegen Sabotageplänen ab Mitte März vor Gericht

Mutmaßliche Russland-Spione kommen wegen Sabotageplänen ab Mitte März vor Gericht


Mutmaßliche Russland-Spione kommen wegen Sabotageplänen ab Mitte März vor Gericht
Mutmaßliche Russland-Spione kommen wegen Sabotageplänen ab Mitte März vor Gericht / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Drei mutmaßliche Spione im Auftrag Russlands stehen ab Mitte März in Stuttgart vor Gericht. Das Oberlandesgericht ließ die Anklage des Generalbundesanwalts gegen die drei Ukrainer zu, wie es am Montag mitteilte. Sie sollen geplant haben, Pakete mit Brandsätzen zu verschicken.

Textgröße ändern:

Yevhen B. wurde im Mai in der Schweiz festgenommen und im Dezember nach Deutschland ausgeliefert, Daniil B. und Vladyslav T. wurden im Mai in Deutschland gefasst. Alle drei sollen in russischem Auftrag gehandelt haben.

Ein russischer Geheimdienst soll Yevhen B. über Mittelsmänner in Mariupol den Auftrag erteilt haben, von Deutschland aus zwei Pakete mit aktivierten GPS-Trackern in Richtung Ukraine zu schicken. In die Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine war die russische Armee in den ersten Monaten ihres Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 einmarschiert.

Ende März 2025 schickten die Männer die Testpakete in Deutschland los, wie es die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklage beschrieb. Sie hätten Versandrouten und Transportabläufe bei dem Paketdienstleister ausforschen wollen. Yevhen B. habe die GPS-Tracker und anderes Material besorgt.

Er habe dem russischen Geheimdienst außerdem zugesagt, Pakete mit Brandsätzen aufzugeben. Diese hätten sich in Deutschland oder auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine entzünden sollen. So sollte den Angaben zufolge möglichst großer Schaden entstehen, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu beeinträchtigen.

Zu konkreten Sabotageakten kam es aber nicht, die Männer flogen vorher auf. Durch die Testpakete kamen Polizei und Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen T. nach Angaben der Landesregierung auf die Schliche, dann übernahm die Bundesanwaltschaft.

Angeklagt sind die drei Männer wegen des Verdachts der Verabredung zu Brandanschlägen und der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Der Prozess gegen sie in Stuttgart beginnt am 17. März. Das Oberlandesgericht setzte zahlreiche Verhandlungstermine zunächst bis Ende September an.

Ch.McDonald--EWJ

Empfohlen

Mord in Berliner Park nach Beleidigungen auf Tiktok: Lebenslange Haft

Zehn Monate nach der Tötung eines Manns am helllichten Tag in einem Berliner Park ist ein 24-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach ihn am Mittwoch des Mordes an dem 28-Jährigen schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Opfer und Täter hatten sich zuvor wechselseitig auf Tiktok beleidigt.

Millionenschaden mit Investments in Öl aus Alaska: Drei Angeklagte verurteilt

Das Landgericht Stuttgart hat zwei Männer und eine Frau, die mit Investments in Öl und Gas aus Alaska einen hohen Millionenschaden verursachten, wegen Insolvenzverschleppung verurteilt. Ein 62-Jähriger soll für vier Jahre und acht Monate in Haft, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Nachweise für Darlehen in Millionenwert gefälscht: Bewährungsstrafen für Bankmitarbeiter

In einem Prozess um gefälschte Dokumente bei Kreditvergaben im Millionenumfang in Baden-Württemberg sind zwei Männer und eine Frau zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Karlsruhe sprach sie am Dienstag unter anderem der Untreue, des Betrugs und teils auch der Urkundenfälschung schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Zudem ordnete das Gericht die Einziehung von Taterträgen in Höhe von insgesamt knapp 114.000 Euro an.

Totenzahl nach Betriebsunfall in Lederfabrik in Hessen auf vier gestiegen

Knapp eine Woche nach einem schweren Arbeitsunfall in einer Lederfabrik im hessischen Runkel ist die Zahl der Toten auf vier gestiegen. Ein schwerverletzter 35-Jähriger erlag den Folgen seiner Verletzungen, wie die Polizei in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Limburg am Mittwoch mitteilten. Der Unfall hatte sich am vergangenen Donnerstag ereignet.

Textgröße ändern: