English Woman's Journal - Umfrage: Mehrheit der Deutschen befürchtet Krisen infolge hybrider Angriffe

Umfrage: Mehrheit der Deutschen befürchtet Krisen infolge hybrider Angriffe


Umfrage: Mehrheit der Deutschen befürchtet Krisen infolge hybrider Angriffe
Umfrage: Mehrheit der Deutschen befürchtet Krisen infolge hybrider Angriffe / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Die große Mehrheit der Deutschen rechnet einer Umfrage zufolge mit ernstzunehmenden Krisen infolge digitaler Attacken, Sabotageaktionen und Desinformationskampagnen. So halten 82 Prozent der Befragten eine Krise infolge hybrider Angriffe für wahrscheinlich, wie aus einer am Montag in Berlin veröffentlichten Erhebung des Digitalverbands Bitkom hervorgeht. An der Umfrage nahmen 1.263 Menschen ab 16 Jahren teil.

Textgröße ändern:

64 Prozent sehen laut Bitkom eine zunehmende Gefahr aufgrund der Spannungen zwischen Russland und der Nato. Mit 49 Prozent erwartet knapp die Hälfte in den kommenden fünf Jahren sogar eine militärische Konfrontation zwischen Russland und der Nato. Gleichzeitig halten nur zwei Prozent der Befragten ihren eigenen Haushalt für sehr gut auf hybride Angriffe und ihre Folgen vorbereitet, weitere 13 Prozent für eher gut. 27 Prozent sehen sich eher schlecht vorbereitet, 55 Prozent überhaupt nicht.

Die meisten trafen laut Bitkom aber immerhin einige Vorkehrungen. So nutzen 59 Prozent eine Sicherheitssoftware wie zum Beispiel eine Firewall gegen Cyberangriffe, 36 Prozent legten digitale Kopien wichtiger Dokumente an. 36 Prozent verfügen über eine Bargeldreserve, 29 Prozent über einen Notvorrat an Medikamenten und 16 Prozent über alternative Kommunikationsmittel wie ein batteriebetriebenes Radio oder Funkgeräte.

Große Angst haben die Menschen vor allem davor, dass Angriffe die Energieversorgung beschädigen oder lahmlegen (77 Prozent) könnte. 69 Prozent sorgen sich vor Ausfällen bei Banken und Versicherungen. Danach folgen Krankenhäuser und Ärzte (60 Prozent), die Wasserversorgung (58 Prozent) und die Lebensmittelversorgung (54 Prozent). 47 Prozent haben zudem Angst vor Blackouts bei der Telekommunikation und der IT, 41 Prozent vor Ausfällen bei der öffentlichen Verwaltung und 35 Prozent bei Transport und Verkehr.

R.Sutherland--EWJ

Empfohlen

Gipfel zu Drogen und Sicherheit: Trump empfängt Vertreter aus Lateinamerika

US-Präsident Donald Trump empfängt am Samstag Vertreter verbündeter lateinamerikanischer Staaten zu einem Gipfeltreffen. Hauptthemen der Zusammenkunft in Miami im Bundesstaat Florida sind der Kampf gegen den Drogenhandel sowie Sicherheitsfragen. Trump will dabei eine neue Initiative namens "The Shield of the Americas" (etwa: Schild Amerikas) ins Leben rufen.

Epstein-Skandal: Akten zu Missbrauchsvorwürfen gegen Trump veröffentlicht

Laut neu veröffentlichten Epstein-Akten hat ein mutmaßliches Opfer in der Vergangenheit schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Das US-Justizministerium gab am Donnerstag (Ortszeit) Protokolle der Bundespolizei FBI von der Vernehmung einer Frau frei, die angegeben hatte, sie sei im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von Trump als auch von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein missbraucht worden. Das Weiße Haus sprach von "haltlosen Anschuldigungen" einer "gestörten Frau".

Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden

Im Streit um Schnellladesäulen für E-Autos an deutschen Autobahnen hat die Autobahn GmbH des Bundes eine Niederlage erlitten: Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied am Freitag, dass Konzessionen über die Bereitstellung von Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen nicht ohne Ausschreibung "vergeben werden dürfen". "Sollte die Autobahn GmbH weiterhin Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen errichten lassen wollen, muss sie nun ein Vergabeverfahren durchführen", erklärte das Gericht.

Tod von Baby in Schleswig-Holstein: Eltern kommen wegen Mordes vor Gericht

Ein halbes Jahr nach dem Tod eines Babys in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein beginnt vor Gericht ein Mordprozess gegen die Eltern. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das vier Monate alte Mädchen nicht ausreichend mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt zu haben, wie das Landgericht Itzehoe am Freitag mitteilte. Der Anklage zufolge soll der Säugling vor seinem Tod einen Monat lang gelitten haben.

Textgröße ändern: