English Woman's Journal - Hongkonger Gericht bestätigt Haftstrafen für zwölf Demokratie-Aktivisten

Hongkonger Gericht bestätigt Haftstrafen für zwölf Demokratie-Aktivisten


Hongkonger Gericht bestätigt Haftstrafen für zwölf Demokratie-Aktivisten
Hongkonger Gericht bestätigt Haftstrafen für zwölf Demokratie-Aktivisten / Foto: Vernon Yuen - AFP/Archiv

In Hongkong hat ein Gericht die im November 2024 verhängten Haftstrafen gegen zwölf bekannte Demokratieaktivisten wegen der Organisation von Vorwahlen innerhalb des pro-demokratischen Lagers bestätigt. Die drei Richter am Berufungsgericht wiesen am Montag die Anträge der Regierungsgegner ab, unter ihnen waren der frühere Parlamentsabgeordnete Leung Kwok-hung, die ehemalige Journalistin Gwyneth Ho und der australische Staatsbürger Gordon Ng.

Textgröße ändern:

Der Vorsitzende Richter Jeremy Poon bezeichnete die Vorwahlen in seiner Urteilsbegründung als "verfassungsrechtliche Massenvernichtungswaffe" und fügte an, das Streben nach einem allgemeinen Wahlrecht verleihe niemandem das Recht, "die verfassungsmäßige Ordnung schwer zu beeinträchtigen oder zu zerstören".

In dem Verfahren, in dem die Aktivisten im vergangenen Jahr verurteilt worden waren, ging es um inoffizielle Vorwahlen für die Parlamentswahl in Hongkong im Jahr 2020. Bei diesen sollten prodemokratische Kandidaten für die später abgesagte Wahl bestimmt werden. An den Vorwahlen nahm eine Rekordzahl an Menschen teil.

2021 waren ursprünglich 47 damalige Abgeordnete, Gewerkschafter, Wissenschaftler und Aktivisten verhaftet worden. Zwei von ihnen wurden im Mai 2024 freigesprochen.

Grundlage des Verfahrens ist das sogenannte chinesische Sicherheitsgesetz. Seitdem Peking das Gesetz am 30. Juni 2020 erließ, geht die Zentralregierung unter Vorwürfen wie Separatismus, Aufruhr, Terrorismus oder Kollaboration mit dem Ausland gegen Kritikerinnen und Kritiker vor. Noch bis vor wenigen Jahren galt die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong als Bastion der Meinungsfreiheit in China.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Tödlicher Bergunfall in Bayern: 76-jähriger Urlauber stürzt in den Tod

Bei einem Bergunfall bei Mittenwald in Bayern ist ein 76-jähriger Urlauber ums Leben gekommen. Der aus Berlin stammende Wanderer befand sich am Donnerstag mit seiner Ehefrau im Karwendelgebirge beim Abstieg, als er in einer anspruchsvollen Passage die Kontrolle verlor, wie die Polizei in Rosenheim am Freitag berichtete.

Brände in Frankreich: Halbinsel Cap Ferret wird evakuiert - Paris bittet EU um Hilfe

Die Waldbrand-Situation in Frankreich wird immer dramatischer: An der Atlantikküste, wo sich derzeit sehr viele Touristen aufhalten, loderten in der Nacht zum Freitag zwei heftige Flächenbrände weiter, die noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Zehntausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Auto kollidiert an Bahnübergang in Sachsen-Anhalt mit Zug: 76-Jähriger stirbt

Beim Zusammenstoß eines Autos und eines Zugs an einem Bahnübergang in Sachsen-Anhalt ist der 76-jährige Fahrer ums Leben gekommen. Der Mann befuhr am Donnerstagabend mit seinem Wagen im Landkreis Börde einen zu diesem Zeitpunkt geschlossenen Bahnübergang, wie die Polizei in Magdeburg am Freitagmorgen mitteilte. Dort erfasst, trotz eingeleiteter Bremsung, ein Zug das Fahrzeug.

Brände in Frankreich: Knapp 30.000 Menschen evakuiert - Paris bittet EU um Hilfe

Die Waldbrand-Situation in Frankreich wird immer dramatischer: Allein in der Region Nouvelle-Aquitaine im bei Sommer-Touristen sehr beliebten Südwesten des Landes loderten in der Nacht zum Freitag zwei heftige Feuer, die nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Knapp 30.000 Menschen mussten dort evakuiert werden.

Textgröße ändern: