English Woman's Journal - Autorennen mit zwei Toten: Prozess in Köln gegen zwei 22-Jährige gestartet

Autorennen mit zwei Toten: Prozess in Köln gegen zwei 22-Jährige gestartet


Autorennen mit zwei Toten: Prozess in Köln gegen zwei 22-Jährige gestartet
Autorennen mit zwei Toten: Prozess in Köln gegen zwei 22-Jährige gestartet / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Nach einem mutmaßlichen Autorennen mit zwei Toten in Nordrhein-Westfalen hat vor dem Landgericht Köln am Freitag ein Prozess gegen zwei junge Männer begonnen. Den beiden 22-Jährigen werden ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge sowie Gefährdung des Straßenverkehrs vorgeworfen. Bei einer Kollision mit einem unbeteiligten Auto waren im Dezember 2023 eine Frau und ihre Tochter ums Leben gekommen.

Textgröße ändern:

Laut Anklage sollen die beiden Männer am 1. Dezember 2023 spätabends auf der Autobahn 555 in Fahrtrichtung Bonn ein Rennen gefahren sein. Dabei seien die damals 20-Jährigen mit hochmotorisierten Autos bei hohem Tempo wiederholt nebeneinander gefahren und hätten sich rechts und links, teilweise über den Standstreifen, überholt.

Kurz vor der Auffahrt Wesseling sollen sie ihre Autos auf mehr als 200 Stundenkilometer beschleunigt haben. Dabei galt in dem Bereich eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 120. Beide näherten sich dort laut Anklage einem Kleinwagen, der mit rund hundert Stundenkilometern auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war.

In einem Wettstreit, wer das Auto zuerst überholt, sollen beide auf den Beschleunigungs- beziehungsweise Standstreifen gewechselt sein. Dabei seien ihre Fahrzeuge seitlich zusammengestoßen, woraufhin sie die Kontrolle verloren hätten. Bei einer Geschwindigkeit von 205 Stundenkilometern sei einer der Angeklagten mit dem Heck des Kleinwagens kollidiert.

Durch die Wucht des Aufpralls sei der Kleinwagen explodiert und brennend auf der linken Spur zum Stehen gekommen. Die beiden Insassinnen, eine Frau und ihre Tochter, starben noch am Unfallort.

Zunächst wurde Anklage vor dem Amtsgericht Brühl erhoben. Dieses gab das Verfahren jedoch an eine Jugendkammer des Kölner Landgerichts ab. Das Gericht setzte Verhandlungstage bis Ende April fest.

D.W.Robertson--EWJ

Empfohlen

Mord in Berliner Park nach Beleidigungen auf Tiktok: Lebenslange Haft

Zehn Monate nach der Tötung eines Manns am helllichten Tag in einem Berliner Park ist ein 24-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach ihn am Mittwoch des Mordes an dem 28-Jährigen schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Opfer und Täter hatten sich zuvor wechselseitig auf Tiktok beleidigt.

Millionenschaden mit Investments in Öl aus Alaska: Drei Angeklagte verurteilt

Das Landgericht Stuttgart hat zwei Männer und eine Frau, die mit Investments in Öl und Gas aus Alaska einen hohen Millionenschaden verursachten, wegen Insolvenzverschleppung verurteilt. Ein 62-Jähriger soll für vier Jahre und acht Monate in Haft, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Nachweise für Darlehen in Millionenwert gefälscht: Bewährungsstrafen für Bankmitarbeiter

In einem Prozess um gefälschte Dokumente bei Kreditvergaben im Millionenumfang in Baden-Württemberg sind zwei Männer und eine Frau zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Karlsruhe sprach sie am Dienstag unter anderem der Untreue, des Betrugs und teils auch der Urkundenfälschung schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Zudem ordnete das Gericht die Einziehung von Taterträgen in Höhe von insgesamt knapp 114.000 Euro an.

Totenzahl nach Betriebsunfall in Lederfabrik in Hessen auf vier gestiegen

Knapp eine Woche nach einem schweren Arbeitsunfall in einer Lederfabrik im hessischen Runkel ist die Zahl der Toten auf vier gestiegen. Ein schwerverletzter 35-Jähriger erlag den Folgen seiner Verletzungen, wie die Polizei in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Limburg am Mittwoch mitteilten. Der Unfall hatte sich am vergangenen Donnerstag ereignet.

Textgröße ändern: