English Woman's Journal - Epstein-Affäre: Razzien bei Frankreichs Ex-Kulturminister Lang

Epstein-Affäre: Razzien bei Frankreichs Ex-Kulturminister Lang


Epstein-Affäre: Razzien bei Frankreichs Ex-Kulturminister Lang
Epstein-Affäre: Razzien bei Frankreichs Ex-Kulturminister Lang / Foto: - - US DEPARTMENT OF JUSTICE/AFP/Archiv

Bei den Ermittlungen gegen den früheren französischen Kulturminister Jack Lang wegen seiner Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben am Montag Razzien in mehreren Objekten stattgefunden. Unter anderem sei das Pariser Institut der arabischen Welt (IMA) durchsucht worden, als dessen Direktor Lang nach den Enthüllungen hatte zurücktreten müssen, wie der Leiter der französischen Finanzstaatsanwaltschaft, Pascal Prache, mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) hatte am 6. Februar ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der "Geldwäsche in besonders schwerem Fall von Steuerbetrug" gegen den ehemaligen Minister und seine Tochter, Caroline Lang, eingeleitet. Zwar liegen gegen Lang derzeit keine Anschuldigungen vor, doch in den von der US-Justiz veröffentlichten Unterlagen wird sein Name in 673 Fällen in Korrespondenzen mit Epstein genannt; sie zeigen zudem Interessensverflechtungen mit dem US-Finanzberater auf.

Jack Lang zeigte sich "vollkommen gelassen". Der 86-Jährige, der das IMA 13 Jahre lang geleitet hatte, versicherte am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er habe "nichts zu verbergen". Die Durchsuchungen in dem renommierten Kulturinstitut IMA fanden während einer Zeremonie statt, bei der sich Lang von seinen ehemaligen Mitarbeitern verabschiedete.

Seit der Veröffentlichung von drei Millionen Dokumenten aus den Epstein-Akten im Januar geraten weltweit immer mehr Politiker und Prominente unter Druck, die in den Dokumenten zitiert sind. Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte Epstein soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Er war erstmals 2008 wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden.

2019 wurde Epstein wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen erneut festgenommen. Im August 2019 wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach Angaben der Behörden nahm er sich das Leben.

Die Veröffentlichung von Epstein-Akten hat in zahlreichen Ländern für Schlagzeilen gesorgt. Eine Erwähnung in den Akten bedeutet noch keine Verwicklung in Epsteins Affären oder gar strafrechtlich relevantes Verhalten. Die in den Epstein-Akten erwähnten Prominenten, unter ihnen US-Präsident Donald Trump, versichern zumeist, vom Ausmaß der kriminellen Machenschaften Epsteins nichts gewusst zu haben.

Ch.McDonald--EWJ

Empfohlen

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Textgröße ändern: