English Woman's Journal - Netanjahu verspottet sein Korruptionsverfahren als "Bugs-Bunny-Prozess"

Netanjahu verspottet sein Korruptionsverfahren als "Bugs-Bunny-Prozess"


Netanjahu verspottet sein Korruptionsverfahren als "Bugs-Bunny-Prozess"
Netanjahu verspottet sein Korruptionsverfahren als "Bugs-Bunny-Prozess" / Foto: Maya Levin - AFP

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat das gegen ihn laufende Korruptionsverfahren als "Bugs-Bunny-Prozess" verspottet. In einem am Donnerstagabend veröffentlichten Video bezeichnete Netanjahu des Gerichtsverfahren zudem erneut als politisch motivierten Prozess, dessen Ziel es sei, ihn aus dem Amt zu zwingen. Erneut leugnete er jegliches Fehlverhalten. Zudem verteidigte er seinen umstrittenen Antrag auf Begnadigung.

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Gegen Netanjahu läuft ein Prozess wegen Korruption. Dem Regierungschef und seiner Frau Sara wird zur Last gelegt, von Milliardären Geschenke - darunter Schmuck, Champagner und Zigarren - im Wert von mehr als 260.000 Dollar (rund 223.000 Euro) im Gegenzug für politische Gefälligkeiten angenommen zu haben. Zudem soll Netanjahu versucht haben, mit israelischen Medien eine für ihn günstige Berichterstattung auszuhandeln.

In seinem jetzt veröffentlichten Video hält Netanjahu eine Bugs-Bunny-Figur hoch und macht sich über die Staatsanwaltschaft lustig, die als Belastungsmaterial angeblich auch eine Puppe erwähnt, die er vor 29 Jahren als Geschenk für seinen Sohn erhalten habe. "Ab jetzt wird dieser Prozess als der Bugs-Bunny-Prozess bekannt sein", sagt der Regierungschef in dem Video.

Netanjahu ist der erste amtierende Ministerpräsident in der Geschichte Israels, der sich wegen Korruption vor Gericht verantworten muss. Das Verfahren läuft seit sechs Jahren, in jüngster Zeit muss der Regierungschef dreimal wöchentlich vor Gericht erscheinen. "Diese Farce kommt das Land teuer zu stehen", sagt Netanjahu in dem Video. "Das kann ich nicht hinnehmen - also habe ich eine Begnadigung beantragt."

Vor wenigen Tagen hatte Netanjahu bei Israels Staatschef Isaac Herzog ein Begnadigungsgesuch eingereicht und dies damit begründet, der Prozess gegen ihn spalte das Land.

Netanjahu hatte bereits vor dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 unter massivem politischen Druck gestanden. Ein von seiner rechtsreligiösen Regierung vorangetriebener Umbau der Justiz löste monatelange Massenproteste aus. Trotz des durch den Hamas-Überfall ausgelösten Gaza-Kriegs trieb die Staatsanwaltschaft das Korruptionsverfahren gegen Netanjahu in den vergangenen zwei Jahren weiter voran.

Vor wenigen Wochen hatte bereits US-Präsident Donald Trump den israelischen Präsidenten zur vorsorglichen Begnadigung seines Verbündeten Netanjahu aufgefordert.

M.Campbel--EWJ

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