English Woman's Journal - Weiterer selbsternannter Pädophilenjäger in Stuttgart festgenommen

Weiterer selbsternannter Pädophilenjäger in Stuttgart festgenommen


Weiterer selbsternannter Pädophilenjäger in Stuttgart festgenommen
Weiterer selbsternannter Pädophilenjäger in Stuttgart festgenommen / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP/Archiv

In Stuttgart ist ein weiteres mutmaßliches Mitglied einer Gruppe selbsternannter Pädophilenjäger festgenommen worden. Der 19-Jährige wurde am Mittwoch in seiner Wohnung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt angetroffen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten. Er sollte noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt werden. Insgesamt wurden am Mittwochmorgen 17 Wohnungen in Stuttgart, Esslingen und Waiblingen durchsucht.

Textgröße ändern:

Insgesamt wird gegen fast 20 sogenannte Pedohunter ermittelt. Sie sollen in wechselnder Besetzung für fast 30 Taten verantwortlich sein. Den Ermittlern zufolge nahmen sie über eine Onlineplattform Kontakt zu Männern auf und gaben sich selbst als junge, aber volljährige Frauen aus.

Sie vereinbarten Treffen mit den Männern und offenbarten ihnen kurz vorher, doch etwas jünger zu sein. Vor Ort griffen die mit Schlagstöcken, Messern, Schusswaffen oder Pfefferspray bewaffneten Tatverdächtigen die Männer an und verletzten sie teils schwer. Auch zu Raubtaten und Vergewaltigungen soll es gekommen sein.

Die Gruppe soll die Taten seit Ende 2023 begangen haben. Im Juni dieses Jahres registrierte die Polizei eine Häufung und richtete eine eigene Ermittlungsgruppe ein. Ende Juni nahmen Beamte zwei 18-Jährige fest, die sie zu einem "Scheintreffen" in eine Falle gelockt hatten. Bei anschließenden Durchsuchungen wurde ein weiterer 18-Jähriger festgenommen. Alle drei sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Gegen die Mitglieder der Gruppe wird unter anderem wegen versuchten Mordes, versuchten Totschlags und schweren Raubs ermittelt. Die Polizei betonte, dass die angegriffenen Männer in den meisten Fällen nichts falsch gemacht hätten. Die Tatverdächtigen nutzten die Masche, um die Männer anzugreifen und auszurauben.

M.Stevenson--EWJ

Empfohlen

Tödliche Attacke bei CSD in Berlin: Behörden gehen von islamistischem Anschlag aus

Nach der blutigen Attacke beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin gehen die Ermittler nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) von einem "islamistischen Terroranschlag" aus. Nach dem flüchtigen Verdächtigen Abdul B. werde unter anderem an Bahn- und Flughäfen sowie an Grenzen "mit sehr hohem Einsatz" gesucht, sagte der Minister am Sonntag in Berlin. Der 21-Jährige sei als Angehöriger der islamistischen Szene bekannt. Bei dem Angriff am Samstagabend wurde eine Frau getötet und knapp 30 Menschen verletzt.

Dobrindt stuft Bluttat beim Berliner CSD als "islamistischen Terroranschlag" ein

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bluttat beim Christopher Street Day in Berlin als "islamistischen Terroranschlag" eingestuft. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute "alles" hin, sagte Dobrindt am Sonntag in Berlin. Eine Frau sei getötet worden, zudem gebe es "29 Verletzte und Schwerstverletzte", sagte der Minister. Der Tatverdächtige, ein deutscher Staatsangehöriger libanesischer Abstammung, habe eine Radikalisierung durchlaufen und sei bereits in Berlin zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Mutmaßlicher Anschlag beim CSD Berlin: Ermittler fahnden nach 21-Jährigem

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) mit einer Toten und mehr als einem Dutzend Verletzten wird mit Hochdruck nach einem flüchtigen 21-jährigen Verdächtigen gesucht. Die Polizei in der Hauptstadt warnte am Sonntag davor, den mutmaßlich islamistisch motivierten Abdul B. anzusprechen. Er sei "möglicherweise bewaffnet und gefährlich", hieß es. Polizisten durchkämmten unter anderem Bahnhöfe.

Brände in Frankreich: Flammen kommen bis 15 Kilometer an Großraum Bordeaux heran

In Frankreich ist der verheerende Waldbrand nahe Bordeaux bis 15 Kilometer an die Grenzen des Großraums der Stadt herangerückt. Eine Evakuierung des rund eine Million Einwohner zählenden Großraums "kommt aber nicht in Frage", weil sich das Feuer südlich befinde und nicht im Westen vorrücke, erklärte Bürgermeister Thomas Cazenave am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Bis zur Stadtgrenze seien es noch 25 bis 30 Kilometer.

Textgröße ändern: