English Woman's Journal - Bayern: Frau und Liebhaber wegen versuchter Anstiftung zu Mord verurteilt

Bayern: Frau und Liebhaber wegen versuchter Anstiftung zu Mord verurteilt


Bayern: Frau und Liebhaber wegen versuchter Anstiftung zu Mord verurteilt
Bayern: Frau und Liebhaber wegen versuchter Anstiftung zu Mord verurteilt / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Wegen versuchter Anstiftung zum Mord an ihrem Ehemann sind eine 48-jährige Frau aus Bayern und ihr 54-jähriger Geliebter zu Bewährungsstrafen von jeweils zwei Jahren verurteilt worden. Damit folgte das Landgericht Ansbach den Anträgen der Verteidigung und blieb deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Diese hatte Freiheitsstrafen von jeweils vier Jahren für die Angeklagten beantragt.

Textgröße ändern:

Laut Anklage führten die beiden seit Jahren eine heimliche Beziehung. Da die Angeklagte sich aus Sorge vor finanziellen Einbußen und sozialer Ächtung in ihrem ländlichen Umfeld nicht scheiden lassen wollte, fasste sie gemeinsam mit ihrem Liebhaber den Plan, den Ehemann töten zu lassen. Dies sollte während eines Urlaubs ihres Manns in Thailand im Frühjahr 2023 geschehen.

Der 54-jährige Angeklagte bat laut Staatsanwaltschaft daraufhin einen Bekannten, den Mord zu beauftragten. Dieser nahm dafür 7000 Euro entgegen, ohne jedoch den Plan zu haben, den Mord tatsächlich einzufädeln. Auch er war in dem Prozess angeklagt. Das Landgericht sprach ihn wegen Betrugs schuldig und verurteilte zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten.

Zur Umsetzung des Mordplans kam es nicht. Zum einen wurde er nicht beauftragt, zum anderen erlangte der Ehemann Kenntnis von den Plänen und reiste vorzeitig nach Deutschland zurück. Dort erstattete er Anzeige.

K.R.Jones--EWJ

Empfohlen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze fordert nach CSD-Anschlag härtere Konsequenzen

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag beim Berliner Christopher Street Day (CSD) hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) schärfere Konsequenzen im Umgang mit radikalisierten Menschen gefordert. Es reiche nicht mehr, wenn Behörden oder Verantwortliche im Nachhinein erklärten, sie hätten von einer Radikalisierung "so ein bisschen mitbekommen, aber so richtig auch nicht", sagte Schulze am Montag im Deutschlandfunk.

Millionen Glimmstengel und 40 Tonnen Tabak: Zoll stürmt illegale Zigarettenfabrik

Nach monatelangen verdeckten Ermittlungen haben Zollfahnder in einem ehemaligen Gewerbeobjekt in Sachsen-Anhalt eine illegale Zigarettenfabrik gestürmt. Sie beschlagnahmten in Haldensleben unter anderem rund acht Millionen unversteuerte Zigaretten sowie 40 Tonnen Tabak, wie das Zollfahndungsamt im niedersächsischen Hannover am Montag mitteilte. Die kriminellen Betreiber tarnten die Anlage in einem Hallenkomplex auf einem früheren Fabrikgelände demnach aufwändig.

Waldbrandsituation in französischer Gironde in der Nacht "insgesamt stabil"

Der heftige Waldbrand, der in der Gironde im Südwesten Frankreichs 42.000 Hektar Land verwüstet und zur Evakuierung von 220.000 Menschen geführt hat, ist in der Nacht zum Montag nach Angaben der Präfektur "insgesamt stabil" geblieben. Es habe im Laufe der Nacht "keine nennenswerten Entwicklungen gegeben", hieß es am Montagmorgen in einer Pressemitteilung. Die Einsatz- und Rettungskräfte seien "weiterhin in vollem Umfang im Einsatz und setzen ihre Aufgaben vor Ort fort".

Mutmaßlicher CSD-Angreifer in Berlin von Polizei erschossen - Bundesanwaltschaft ermittelt weiter

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag beim Berliner Christopher Street Days (CSD) ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Der Gesuchte sei am Sonntag gegen 18.00 Uhr in einer Gartenkolonie im West-Berliner Bezirk Spandau lokalisiert worden, teilte die Polizei der Bundeshauptstadt mit. "Nach derzeitigem Kenntnisstand soll der 21-Jährige die eingesetzten Spezialeinsatzkräfte mit einer Stichwaffe angegriffen haben, woraufhin diese von der Schusswaffe Gebrauch machten."

Textgröße ändern: