English Woman's Journal - Messerangriff auf Jesiden in Betrieb in Schleswig-Holstein - Mann festgenommen

Messerangriff auf Jesiden in Betrieb in Schleswig-Holstein - Mann festgenommen


Messerangriff auf Jesiden in Betrieb in Schleswig-Holstein - Mann festgenommen
Messerangriff auf Jesiden in Betrieb in Schleswig-Holstein - Mann festgenommen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

In einem Fleischereibetrieb im schleswig-holsteinischen Quickborn hat ein 45-jähriger Iraner mutmaßlich aus religiösen Gründen zwei jesidische Kollegen mit einem Messer angegriffen. Der 45-Jährige wurde festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Itzehoe und das Landeskriminalamt in Kiel am Montag mitteilten. Die Opfer im Alter von 32 und 44 Jahren erlitten bei der Tat Schnittverletzungen am Oberkörper.

Textgröße ändern:

Der 45-Jährige soll am Donnerstag in dem Fleischverarbeitungsbetrieb zunächst den 32-jährigen Iraker mit einem Fleischermesser attackiert haben. Dieser konnte den Angriff abwehren.

Kurz darauf griff der Tatverdächtige in einem Pausenraum den 44-jährigen Syrer an, der sich mit einem Stuhl verteidigen konnte. Beide Männer gehören der ethnisch-religiösen Gruppe der Jesiden an. Mitarbeiter des Betriebs überwältigten den Angreifer letztlich.

Der Iraner kam nach einem Haftbefehl in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

Die Opfer und der mutmaßliche Täter arbeiteten demnach bereits seit Jahren gemeinsam in dem Betrieb. Weitere Angaben zu den Hintergründen machten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht, wie es hieß.

Die religiöse Minderheit der Jesiden war unter der Herrschaft dem Islamischer Staat (IS) im Nordirak 2024 besonders brutal verfolgt worden. Die Dschihadistenmiliz zwang Frauen und Mädchen in die Sklaverei, rekrutierte Jungen als Kindersoldaten und tötete tausende Männer. Der Bundestag in Berlin erkannte die Gewalttaten gegen die Jesiden im Januar als Völkermord an.

St.Reid--EWJ

Empfohlen

Bundespolizei fasst falsche Diplomaten an Münchner Flughafen

Die Bundespolizei hat am Münchner Flughafen zwei falsche Diplomaten gefasst. Die aus Namibia eingereisten 28-jährigen Iraker legten bei ihrer Ankunft angebliche griechische Diplomatenpässe vor und gaben an, als Diplomaten nach Griechenland weiterreisen zu wollen, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Den Beamten am Flughafen seien aber Unregelmäßigkeiten in den Papieren aufgefallen.

Angreifer vor israelischer Botschaft in Serbien erschossen - Israel spricht von "Terroranschlag"

Vor der israelischen Botschaft in Belgrad ist ein Minderjähriger erschossen worden, nachdem er mutmaßlich einen Polizisten angegriffen hatte. Der serbische Innenminister Ivica Dacic sprach nach dem Vorfall, der sich in der Nacht zum Mittwoch ereignete, von einem "terroristischen Angriff". "Ein Minderjähriger, dessen Identität noch nicht festgestellt wurde, der aber aus Sabac stammen soll, hat ein Mitglied der Polizei mit zwei Messern angegriffen und dabei 'Allahu Akbar' gerufen", erklärte Dacic. Israel bestätigte einen "versuchten Terroranschlag".

Unbekannte wollen in Dresdner Zwinger einbrechen - Verdächtige flüchten

Zwei Unbekannte haben den Ermittlungsbehörden zufolge versucht, in den berühmten Dresdner Zwinger einzubrechen. Zwei wahrscheinlich mit Einbruchswerkzeugen ausgerüstete Männer betraten am frühen Dienstagmorgen den geöffneten Innenhof des Zwingers über ein Tor, wie die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen am Mittwoch mitteilten. Die Ermittler vermuten, dass sie im Bereich der Porzellansammlung einbrechen wollten.

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen: Damaskus und Amman wollen Krise beilegen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien haben sich beide Länder auf die Beilegung ihrer seit Jahren schwersten Krise geeinigt. Sie seien entschlossen, ihre guten Beziehungen aufrechtzuerhalten, hieß es am Dienstag in einer vom syrischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Demnach nahm Jordaniens Außenminister Ajman Safadi am Dienstag Kontakt zu seinem syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani auf.

Textgröße ändern: